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#1
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Vom Steinsein
Dieser Stein, den Du hältst…
einst spröder rauer Fels, stet - über Epochen - hart vom Berg gebrochen, von Wind und Sand geschliffen, von Menschenhand abgegriffen, geglättet mit den Jahren, weich geschmirgelt und poliert, geradezu prädestiniert, Geheimnisse zu wahren und regengewaschen mit neuen Farben zu überraschen; sonnendurchglüht und ach - so müd von seiner langen Reise durch die Flüsse, durch Ozeane voll nährender Küsse in einem Meer von Zeit der Ewigkeit geweiht. .
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... Es ist nicht leicht, aus Gedichten Neuigkeiten zu erfahren, und doch sterben täglich Menschen kläglich an einem Mangel dessen, was dort zu finden ist. - William Carlos Williams Heute schon Die Kirschen in Nachbars Garten begehrt?
Willkommen bei: Immer Noch Eine Strophe
Geändert von I N E S (03.08.2010 um 02:36 Uhr). |
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#2
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Hallo Ines,
ein interessantes Gedicht, Dein "Vom Steinsein". Das lyrische Ich teilt dem lyrischen Du mit, daß es über den Stein, den dieses in Händen hält, eine Menge auszusagen gibt, so man die nötige Phantasie hat und sich die Zeit dazu nimmt. Das Ganze besteht aus einem einzigen langen kunstvoll aufgebauten Satz. Doch die Crux bei solchen langen Sätzen ist mitunter, daß man am Ende ganz vergißt, wie er angefangen hat, und es somit zu grammatischen Unstimmigkeiten kommt. Du reihst eine Menge Partizipien aneinander, ohne darauf zu achten, ob es sich um Gegenwart oder Vergangenheit handelt. Zitat:
Besser scheint mir: überdauert(e) alle Epochen oder hat alle E. überdauert. "Steht jenseits ("über") aller Zeit"? stimmt ja nicht, denn sonst hätte sich der Stein mit der Zeit nicht verändert. Zitat:
Zitat:
Was die "Ozeane voller nährender (?) Küsse" sein sollen, ist mir ein Rätsel. Rollt der Stein durch die Ozeane (Atlantik und Pazifik), oder sind die dem Stein geltenden "Küsse" im Flußbett so zahlreich, daß man ob ihrer Menge von "Ozeanen" sprechen muß? Ich würde mir hier etwas anderes einfallen lassen. Indem Du am Ende übertreibst, schadest Du dem anfänglichen guten Eindruck. In der Hoffnung, Dir mit diesem Kommentar genutzt zu haben und mit lieben Grüßen Friedrich |
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#3
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Hallo Friedrich,
ich danke Dir für Deinen Kommentar. Nun gut, dann lass uns beginnen: Zitat:
Die erste und zweite Zeile sind soweit in Ordnung, in der dritten Zeile meinte ich das Wort stetig = stet, weißt Du "steter Tropfen hüllt den Stein..." Zitat:
"Dafür prädestiniert" fand ich selbst auch nicht so glücklich, ich habe mich jetzt für "geradezu prädestiniert" entschieden. Zitat:
Zuletzt ist mir die Phantasie etwas durchgegangen. Aber hey, alles ist offen, der Stein könnte durch Flüsse gereist sein oder durch Ozeane, das weiß nur er allein. Ok, ob die Küsse nährend sind ist Ansichtssache aber mir gefällt allein die Vorstellung. Die Satzzeichen werde ich nocheinmal überdenken. Ich finde sie insgesamt störend. Ich danke Dir sehr für´s Vorbeischauen und Kommentieren, ich habe einige Anregungen aufgenommen. Liebe Grüße
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