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Thema: Der Panther Interpretation!

  1. #1
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    Question

    Hallo kann mir jemkand helfen?Wir müssen zu morgen in Deutsch eine Interpretation machen zu dem Gedicht "Der Panther" von Rainer Maria Rilke! Hat das schonmal jemand gemacht oder kann es mir jemand machen?

    thx, im Voraus!!

  2. #2
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    Hilft dir das?



    Der Panther

    Im Jardin des Plantes, Paris

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.


    Gedichtinterpretation: "Der Panther", R.M. Rilke

    Das Gedicht "Der Panther" von R.M. Rilke ist die genaue, einfühlsame Beobachtung eines Panthers im "Jardin des Plantes", Paris.
    Der Text erzählt nicht, er enthält keine Handlung, sondern beschreibt eine Situation. Im Vordergrund stehen der Panther und seine Einengung durch die Stäbe des Käfigs. Die Umgebung rückt in den Hintergrund.
    Obwohl in der Beschreibung des Tieres keine Gefühle konkret genannt werden, lassen sie sich sehr gut nachempfinden. Die ständige Kreisbewegung und das Vorbeiziehen der Gitterstäbe zeigen, wie sich die Zeit praktisch aufhebt. Nur noch die Gefangenschaft scheint wichtig und der "Wille" ist betäubt, so dass kein Versuch gemacht wird, die Isolation zu verlassen. Durch diese Willenlosigkeit und die Verschwendung der Kraft in der Kreisbewegung wirkt der Panther auf den Leser sehr lethargisch. Der Käfig erscheint bedrückend und zeigt die Einsamkeit des Panthers. Die flüchtige Aufnahme eines Bildes in der letzten Strophe unterstützt den Eindruck, daß die Außenwelt kaum noch vorhanden scheint.
    Die benutzten Verben, Substantive und Adjektive lassen sich in Bewegung und Stillstand einteilen. Trotzdem liegt zwischen diesen beiden Gruppen kein Widerspruch vor, denn die meisten Bewegungsabläufe enthalten keine wirklich handelnde Bewegung, sondern nur einen gleichmäßigen Vorgang, wie z.B. "dreht" oder "Vorübergehn der Stäbe", so daß sie eigentlich auch eine Art des Stillstands sind. Nur in der letzten Strophe ist die Bewegung etwas Aktives, eine Wahrnehmung.
    Dieser Stillstand und die damit verbundene Dehnung der Zeit wird nicht nur durch die Wortwahl, sondern auch durch den Einsatz dunkler Vokale und langgezogener Umlaute verdeutlicht. Harte Konsonanten werden vermieden. Lautmalerei und Alliterationen werden aber nicht verwendet.
    Nur einmal wird eine Wiederholung von "tausend Stäbe" eingesetzt, um dieses Bild zu verdeutlichen. Sehr häufig wird dagegen mit Metaphern gearbeitet. Der "müde Blick", der "nichts mehr hält", zeigt, wie eingeschränkt die Wahrnehmung des Panthers ist. Er kann das Gesehene nicht mehr verarbeiten. Auch der Ausdruck "Vorhang der Pupille" und das "Bild", das durch die "Glieder" "geht", zeigen, wie wenig die Außenwelt in das "Herz" dringt, also wirklich seelisch wahrgenommen wird. Mit einem " Tanz von Kraft, um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht", wird die Bewegung des Tieres verglichen. Hier wird deutlich gezeigt, dass noch immer viel Energie vorhanden ist, die aber sinnlos verschwendet wird, weil kein Wille mehr existiert, der sie lenken könnte. Der "weiche Gang" ist eine gebräuchliche Beschreibung für die elegante, geschmeidige Bewegung einer Raubkatze. Die Willenlosigkeit wird auch im Ausdruck "Vorübergehen der Stäbe" deutlich. Es scheint, als ginge die Bewegung nicht mehr vom Panther aus, sondern vom Käfig.
    Diese Eindrücke werden auch in der lyrischen Form widergespiegelt. Die drei Vierzeiler enthalten einen Kreuzreim, der stetig zwischen weiblicher und männlicher Endung wechselt. Auch der Rhythmus ist sehr gleichmäßig. Das Metrum ist ein fünffüßiger Jambus. Pausen gibt es zwischen den Strophen und bei den Gedankenstrichen in der letzten Strophe. Diese sehr gleichmäßige Form mit den immer wiederkehrenden Elementen unterstützt das stetige Kreisen des Panthers.
    Unter Berücksichtigung aller sprachlichen und inhaltlichen Elemente, läßt sich das Bild des Panthers auf einen vereinsamten, seelisch isolierten Menschen übertragen, der keine Kraft mehr hat, um die Wände seines "Käfigs" zu durchbrechen.
    Diese Situation wird durch ein gutes Zusammenwirken der sprachlichen Mittel stimmig und nachvollziehbar dargestellt.
    Back I am.

    Drei recht alte Gedichte von mir:
    The Shining Star
    The Restless
    Des Dichters Nero

  3. #3
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    Rilkescher Ästhetizismus...

    Hallo!

    Ich bin hocherfreut hier mal ein Rilkesches "Dinggedicht" in der Interpretationssparte zu finden und hätte der obigen Analyse sicherlich noch den ein oder anderen Punkt hinzuzufügen/ bzw. zu diskutieren, vor allem wenn man das Gedicht unter Berücksichtigung epochal-typischer Konzeptionen betrachtet.

    Da ja aber die angesprochene Hausaufgabe im Prinzip schon passe ist, weiß ich nicht, ob jemand an einer weiteren Diskussion dieses Gedichts interessiert ist. Gäbe es so jemanden, würde ich mich sehr freuen, das Gedicht weiter zu besprechen....

    Liebe Grüße Max
    momma always said: life's like a box of chocolates; you never know what you get!
    (Forrest Gump)

  4. #4
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    Thumbs up Der Panther Interpretation!

    Hallo,

    habe mich auch sehr gefreud hier diese Interpretation zufinden, da wir sie auch als Hausaufgabe machen mussten.

    Habe ich daher noch paar Wort geändert, damit es nicht zu auffällig ist das es nicht von mir kommt.

    Das Gedicht "Der Panther" von R.M. Rilke ist die genaue Beobachtung eines Panthers im "Jardin des Plantes", Paris.
    Der Text erzählt nicht, er enthält keine Handlung, sondern beschreibt eine Situation. Im Vordergrund stehen der Panther und seine Einengung durch die Stäbe des Käfigs. Die Umgebung gelangt in den Hintergrund.

    Das Gedicht besteht aus drei Strophen zu je vier Versen.
    In der ersten Strophe wird beschrieben, wie der Panther nur noch die Stäbe seines Käfigs wahrnimmt. Sein Blick ist müde geworden. Er nimmt die Welt hinter den Stäben nich mehr wahr.
    In der zweiten Strophe wird beschrieben, wie die ständige Kreisbewegung durch das Hin- und Herlaufen im Käfig und das Vorbeiziehen der Gitterstäbe seinen "Willen" nach Freiheit lähmt. Es wird kein Versuch unternommen die Isolation zu verlassen. Durch diese Willenlosigkeit und die Verschwendung der Kraft in der Kreisbewegung wirkt der Panther auf den Leser sehr müde, traurig und hilflos. Der Käfig erscheint bedrückend und zeigt die Einsamkeit des Panthers.
    Die flüchtige Aufnahme eines Bildes in der letzten Strophe unterstützt den Eindruck, dass die Außenwelt kaum noch vorhanden scheint. Nur tief im Herzen kann sich der Panther an ein Leben außerhalb des Käfig erinnern. Tief in seinem Herzen hat er sein früheres Leben gespeichert.
    Mit einem " Tanz von Kraft, um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht", wird die Bewegung des Tieres verglichen. Hier wird deutlich gezeigt, dass noch immer viel Energie vorhanden ist, die aber sinnlos verschwendet wird, weil der Wille betäubt ist, der sie lenken könnte. Der "weiche Gang" ist eine gebräuchliche Beschreibung für die elegante, geschmeidige Bewegung einer Raubkatze. Die Metapher „Vorhang der Pupille“ steht für das müde, aussichtlose Öffnen der Augen. Es hat sich bei jedem Öffnen immer noch nicht verändert und es gibt auch keinen Ausweg.

    Rainer Maria Rilkes Gedicht zeigt die Situation eines gefangenen Tieres, hier des Panthers. Es wird traurig und düster beschrieben, welche Gefühle das Tier haben muss.
    Man könnte das Gedicht auch auf einsame, isolierte Menschen übertragen.


    PS: Mochmal schönen Dank, habe mich sehr gefreud!!!

    MFG

    Matti

  5. #5
    Taurus ist offline L' Héautontimorouménos
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    Ich finde es eine Unverschämtheit das du einfach die fertige Interpretation nimmst, sie ein wenig "umänderst", damit deine Lehrer davon nichts mitkriegen und sie dann als dein geistiges Eigentum ausgibst.
    Cascardian hat dir nicht die Erlaubnis gegeben, seine Interpretation einfach so zu klauen.

    Ein wütender
    Taurus
    ..........(___)...............................Im Moment ist mir aber diese Masse von Dichtern zuwider,
    ...........|Oo|...............................die weder Innovatives noch Attraktives produziert
    .... /```` OO)...Tauri are fine!........und wo sich hinter jedem Satz ein
    .../ |____-- ................................"Was mach ich hier eigentlich?" versteckt.
    .*...L....L....................................-AiAiAwa-

  6. #6
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    Cool

    hallo ich muss auch eine interpretation zu dem gedicht "der panther" von rainer maria rilke schreiben und würde mich freuen wenn ich mir eine interpretation kopieren dürfte....ich will mir nur anregung holen damit ich das irgendwie auf die reihe bekomme!!
    da ich total schlecht in deutsch bin hoff ich das ihr mir ein wenig helfen könnt!!
    MFG inx

  7. #7
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    Sorry

    OK, sorry Leute werde es nicht machen!!!

    MFG
    Matti

  8. #8
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    Smile Hilfe!!!

    In der prüfung muss ich eine Interpretation zu Gedicht"Einsamkeit"von Rilke machen .Wer hat schon gemacht?Bitte dabei HELFEN!
    DANKE!!!

  9. #9
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    Ich muss auch in Deutsch eine Interpretation zu dem Gedicht "einsamkeit" von Rilke machen ! Wer hat schon gemachte ?Bitte dabai helfen!
    Danke!

  10. #10
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    @HELENE

    Du kannst so oft nachfragen, wie du willst, eine fertige Interpretation wirst du nicht bekommen. Höchstens eine Verwarnung wegn hoch pushens

    yarasa /Moderatorin
    Ich bin dem Leben staunend auf den Versen
    .
    Tagesmenü:Muuse, Wildwuchs, Falscher Pfeil, Morgenmoor, Dies Irae,

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .yarasas Fingerübungen
    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  11. #11
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    an Forentreffen immer zu weit weg
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    Warum versucht ihr es nicht einmal selbst ? Hockt euch erst einmal ein, zwei Stunden hin und versucht selbst eine Interpretation zu schreiben. Wenn ihr dann noch Probleme habt, postet ihr eure (angefangene/euren Versuch der ) Interpretation und könnt um Rat fragen.

    Aber einfach nach fertigen Interpretationen schreien..tz...
    Lieber selbst einmal die grauen Zellen anstrengen.

    Himbeerwölfin
    Es ist schwieriger ein Vorurteil
    zu zertrümmern,als ein Atom.

    (Albert Einstein)

    Nicht mehr Neu

    Briefe von Jonathan : Die Sanduhr

  12. #12
    Marcus ist offline Der, der mit dem Reim tanzt
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    Total lustig.

    Helene und kaum zu fassen Helene muss auch in Deutsche eine Interpretation des selben Gedichtes machen! *wunder* Da haben sich ja zwei gefunden

    Ich werde mal Deutschlehrer.

    - Euch kriege ich am Hintern

    G.
    Marcus
    - GEDICHTSDARWINIST -
    Was heißt Gedichtsdarwinist? GDB

    "Die Genügsamkeit des Publikums ist nur ermunternd für die Mittelmäßigkeit, aber beschimpfend und abschreckend für das Genie." (F. Schiller)

    Was Kritik nötig hätte: Uns wärmend, crux gewidmet:Mit meiner Identität hier stimmt was nicht?
    Anderes: Nüchtern betrachtet, nicht Spielen Kinder, Frühlinsstimmung eines Wintermenschen, 1880, Ein Strebender

  13. #13
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    Post Meine Interpretation von "Der Panther"

    Hallo Leute,
    auch ich musste für Deutsch eine Interpretation zu "Der Panther" von R. M. Rilke schreiben. Ich habe folgendes komplett selbst geschrieben und mir nur hier und da Anregungen (teilw. aus diesem Forum) geholt.

    Nun wollte ich gerne eure Meinung dazu hören.

    _________________________________________________________________

    Rainer Maria Rilke Der Panther Gedichtinterpretation


    Das Gedicht „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke spielt in Paris, wo schon frühere Gedichte von ihm, in denen er ganz alltägliche Erscheinungen in einem anderen Licht betrachtet, ihren Schauplatz haben. Es wurde um 1903 von Rilke verfaßt, und handelt von einem eingesperrten Panther im Jardin des Plantes, einem Tierpark.
    Der Text erzählt nicht, er enthält keine Handlung, sondern beschreibt eine Situation.
    Im Vordergrund stehen der Panther und seine Einengung durch die Stäbe des Käfigs.
    Die Umgebung rückt in den Hintergrund.


    Aufbau des Gedichtes:

    Der Aufbau des Gedichtes ist weder ein Sonett, noch hat es einen Alexandriner, jede Zeile besteht aus jeweils 5 Jamben, abwechselnd männlich und weiblich.
    Diese Abwechslung soll möglicherweise auf die immer wiederkehrenden Stäbe des Käfigs, in dem der Panther eingesperrt ist, hindeuten (Stab – Zwischenraum – Stab – Zwischenraum usw.).
    Das Gedicht ist aus Kreuzreimen aufgebaut, es gilt das Schema „a b a b ….“.

    „Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe A w
    so müd geworden, daß er nichts mehr hält. B m
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe A w
    und hinter tausend Stäben keine Welt. …“ B m

    In diesem Gedicht bringt Rainer Maria Rilke zwei Aspekte zum Ausdruck:
    Zum einen zeigt er, dass der äußere Schein sehr oft trügt, und dass, wenn man ein Lebewesen (z.B. Auch einen Menschen), genau beurteilen will, ein oberflächlicher Blick nicht genügt, um die wahren Gefühle hinter der Fassade zu entdecken,
    Und zum anderen, welche unglaublich schweren Folgen die Einsamkeit und Isolation im Inneren eines Lebewesens anrichten können – wie sie den (Lebens-)Willen zerrütten können.
    Das Bild des Panthers auf einen Menschen übertragen, entspricht er einem einsamen, verlassenen, traurigen und seelisch isolierten Menschen, der die Welt hinter seiner Einsamkeit und Isolation nicht mehr erkennt.

    __________________________


    Die erste Strophe zeigt den Panther aus dem Blickwinkel des Beobachters, des Dichters.
    Der Panther ist in einem Käfig hinter Stäben eingesperrt, also ganz entgegen seiner eigentlichen Lebensweise als Raubtier in der freien Natur. Es wird schnell deutlich, dass der Panther nicht fröhlich ist, sondern dass sich die lange Gefangenschaft schon tief in das Bewusstsein des Panthers eingebrannt hat. Er sieht nur noch die Stäbe vor seinem Käfig, immer die gleichen Stäbe so dass sie ihm endlos erscheinen - „ihm ist als ob es tausend Stäbe gäbe, und hinter tausend Stäben keine Welt.“
    Der eigentlich so kraftvolle und starke Panther ist so abgestumpft, dass er vor lauter Stäben die Welt dahinter und seine frühere Freiheit schon fast ganz vergessen hat.
    Die Willenlosigkeit des Panthers wird durch den Ausdruck „Verübergehn der Stäbe“ deutlich – es scheint als ginge die Bewegung nicht mehr vom Panther aus, sondern vom Käfig.
    Die Stimmung im Gedicht ist langsam und müde, genauso wie der Panther sich fühlt. Dies wird unter anderem durch die häufige Wiederholung von „ä“ wie z.B. in „Stäbe“, „gäbe“ und „hält“ und der Vermeidung von harten Konsonanten erreicht.
    Das immer wiederkehren der Stäbe in das Bewusstsein des Panthers wird mit der 3 maligen Wiederholung des Wortes „Stäbe“ in der ersten, dritten und vierten Zeile verdeutlicht.

    In der zweiten Strophe wird der Unterschied zwischen dem immer noch starken, und geschmeidigen Äußeren des Panthers und seiner inneren Abgestumpftheit, den Folgen seiner Gefangenschaft, klar.
    Seine äußerliche Anmutigkeit und Eleganz sind ihm geblieben, doch der Schein trügt, hinter der makellosen Fassade steckt, für den unachtsamen Beobachter unsichtbar, das zerrüttete und zerstörte wahre Innere des Panthers, seine Gefühle. Rilke zeigt damit, dass es sich immer lohnt, ein Lebewesen genauer zu betrachten, um einen Blick auf das wahre Innere zu erhalten.
    Der Panther kann sich nicht mehr wie in freier Wildbahn bewegen, er hat keine Beute mehr, die er jagen könnte, oder an die er sich geschmeidig und mit weichem Gang anschleichen könnte. Der Panther ist so verzweifelt, dass ihm nichts anderes übrigbleibt, als sich im allerkleinsten Kreise zu drehen, der einzig möglichen Bewegung im engen Käfig.
    Mit „ein Tanz von Kraft um eine Mitte“ ist das verzweifelte sich Drehen des anmutigen und starken Tieres um „eine Mitte“ – sich selbst, da er keine Beute oder ihm aus seiner Freiheit bekannten Tiere mehr hat, gemeint.
    Der ursprünglich große Wille des Panthers ist betäubt.

    Bis zur dritten Strophe erzählte das Gedicht nur von dem traurigen sich Drehen des Panthers. Nun jedoch passiert etwas anderes - es kommt etwas Handlung und Spannung in das Gedicht. Dies wird hauptsächlich durch den ersten Gedankenstrich und die vermehrt eingesetzten Doppelkonsonanten („dann“, „angespannt“, „Stille“) bewirkt:
    Der Panther öffnet zum ersten Mal nach langer Zeit wieder einmal richtig die Augen.
    Nun wird es spannend: wird der Panther aus seiner Abgestumpftheit erwachen, wird er nach langer Zeit einmal wieder die Welt hinter den Stäben erkennen, wird er sich an seine frühere Freiheit erinnern?
    Das Bild dringt in den Panther ein, man sieht jeden Muskel angespannt zucken, der Gedanke geht „durch der Glieder angespannte Stille“ –
    Doch nein, er „hört im Herzen auf zu sein“.
    Der Panther ist schon so lange eingesperrt, dass selbst dieses kurze Erwachen nicht dauerhaft anhält. Nun wird die ganze Aussichtslosigkeit der Situation klar.
    Der Panther verfällt wieder in seine anfängliche traurige Abgestumpftheit, die Spannung ist vorüber und das Tempo wieder langsam – der Kreis zur ersten Strophe ist geschlossen. Der Panther dreht weiter einsam, traurig und allein seine verzweifelten Kreise in seinem Käfig – und es wird klar, dass er für immer dort eingesperrt bleiben wird.


    Mit diesem Bild vom Panther hat Rainer Maria Rilke sehr eindrucksvoll und mitreißend die Folgen von Gefangenschaft und Einsamkeit, und die Wichtigkeit eines Blickes hinter die Fassade deutlich gemacht.

    Ich persönlich fand das Gedicht sehr gut, da es zum Nachdenken anregt und man von seinem Inhalt sehr viel lernen kann.


    Vielen Dank für jegliche Kommentare, Anregungen oder Kritik!

    mvol

  14. #14
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    Zitat Zitat von Taurus
    Ich finde es eine Unverschämtheit das du einfach die fertige Interpretation nimmst, sie ein wenig "umänderst", damit deine Lehrer davon nichts mitkriegen und sie dann als dein geistiges Eigentum ausgibst.
    Cascardian hat dir nicht die Erlaubnis gegeben, seine Interpretation einfach so zu klauen.

    Ein wütender
    Taurus
    no idea's original

  15. #15
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    In meiner Welt
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    Manche Leute halten uns wohl für die Wohlfahrt.

    Tip: Wir sind gerne da zum Helfen, jedoch bleibt es nur bei einer Hilfe. Den Weg ins Licht müsst ihr schon selbst gehen.


    EDIT: ^^ vor lauter kopfschütteln hatte ich das Datum des Fadens übersehen :P

    Mfg Benny
    Geändert von .:[Wer]:. (25.09.2006 um 21:27 Uhr)

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