Sag mir o Mägdelein, was trägst im Körbelein
So schwer und dich bemühest?
Es ist ein Knäbelein, der hat das Herze mein
So oftmals sehr betrübet,
Drum muß er jezt thun henken,
Im Korbe und sich kränken,
Bis daß er fällt hindurch.

Ich sprach: O Mägdelein, thu doch genädig seyn,
Und nicht so grausam tobe,
Laß heraus das Knäbelein, und rett das Leben sein,
Es bringt dir sonst kein Lobe,
Wenn du ihn läßt verderben,
Und gar in Unmuth sterben,
Folg mir, ich rath es dir.

Billig wär es daß du, anziehest seine Schuh,
Und tretest an seine statt,
So wollt ich tragen dich, im Korbe säuberlich,
Daß dir widerführ kein Schad!
Hiemit nahm sie das Körbelein,
Und rettete das Knäbelein,
Sezt drein die Jungfrau fein.

Laß mir doch jezt der Weil, und mit mir nicht so eil,
Sprach sie mit Ungemache,
Nein nein, sprach ich zu ihr, ich will nicht folgen dir,
Weil gut ist jezt die Sache,
Und mußt also thun henken,
Im Korbe und dich kränken,
Bis du erlöset wirst.