Es war ein alter König,
Der hat 'ne schöne Magd,
Da freut er sich nicht wenig,
Weil sie ihm wohl behagt.

Er läßt die Ritter laden,
Zu seinem Hochzeitfest.
"Es wird dir wahrlich schaden!"
Spricht einer seiner Gäst.

Da sprechen sie gleich alle:
"Wir bleiben dir nicht treu,
Wenn du uns aus dem Stalle
Die Kön'gin holst herbei."

Er nimmt vom Haupt die Krone,
Er sieht sie schweigend noch an,
Und wirft sie von dem Throne
Auf 'n ersten besten Mann.

Und ruft: "Wer sie gefangen,
Der soll mein König sein,
Ich hab nicht mehr Verlangen,
Zu herrschen ledig allein.

Es mag ein jeder werden,
Was ich gewesen bin,
Dieweil ich nun auf Erden,
Erst lustig worden bin."

Auf den die Kron gefallen,
Dem schlug sie ein das Hirn,
Das war der eine von allen,
Der mit der frechen Stirn.

Ja wem die Kronen fallen,
Dem fällt ein schweres Los,
Doch vielen sie gefallen,
So wird er sie bald los.