Eine bange Reiselust
Weht in Frühlingstagen,
Füllt mit Wehmut unsre Brust,
Will zum Himmel tragen,
Wo die ganze Seligkeit
Schimmert in dem Lichte,
Und ein Bild der Ewigkeit
Wird des Jahrs Geschichte.

Erste Jugend stellt sich dar
Mit verwirrtem Leiden
In den Blättern, die so klar
Alles erst umkleiden,
Wie wir aus erschloßner Haft
In die Welt gedrungen,
Wie in neuer Schöpfungskraft
Vieles uns gelungen.

Öffnet dann die Blütenzeit
Des Triumphes Pforte,
Wird ihr Fall in Lust geweiht
Durch die schönsten Worte;
Jedes Wort, es dringt hinauf,
Eh wir es noch meinen,
Aufwärts zu dem Sonnenlauf,
Daß wir strahlend scheinen.

Ja, dies ist die Himmelfahrt,
Die wir heute feiern,
Bis die Wolken golden zart
Uns die Welt verschleiern:
Ach dann fraget wohl die Welt,
Wo wir sind geblieben,
Vieles dann von uns gefällt,
Manches lernt sie lieben.