Spazieren wollt ich reiten,
Der Liebsten vor die Thür,
Sie blickt nach mir von weitem,
Und sprach mit großen Freuden:
»Seht dort meines Herzens Zier,
Wie trabt er her zu mir.
Trab Rößlein trab,
Trab für und für.«

Den Zaum, den ließ ich schiessen,
Und sprengte hin zu ihr,
Ich thät sie freundlich grüssen,
Und sprach mit Worten süß:
»Mein Schatz, mein höchste Zier,
Was macht ihr vor der Thür?
Trab Rößlein trab,
Trab her zu ihr.«

Vom Rößlein mein ich sprange,
Und band es an die Thür,
Thät freundlich sie umfangen,
Die Zeit ward uns nicht lange,
In Garten giengen wir
Mit liebender Begier;
Trab Rößlein trab,
Trab leis herfür.

Wir sezten uns da nieder
Wohl in das grüne Gras,
Und sangen hin und wieder
Die alten Liebeslieder,
Bis uns die Aeuglein naß,
Wegen der Kläffer Haß.
Trab Rößlein trab,
Trab, trab fürbas.