Es klingt von aller Festlichkeit
Kein Ton in diese Einsamkeit,
Das ganze Land ist weiß verschneit,
Die Sonne zieht von hier so weit,
Und graue Wolken drängen dicht
Sich um das schwache Sternenlicht.

Kein Hirte weilt hier auf dem Feld
Kein Weiser sieht hier einen Stern,
Der blinde Glaub, ein tapfrer Held
Blickt doch zu dir dem ewgen Herrn,
Was auch die Welt ihm angetan
Es wird verschwinden wie ein Wahn.

Wer ihn gekränkt mit bitterm Hohn,
Ihm hat verziehen Gott der Sohn,
Wer ihn gestoßen von dem Thron
Wird bald ihm dienen ohne Lohn
Und wer die Kirche hat zerstört,
In ihren Trümmern sich bekehrt.

Zum Heiligtum wird jeder Stein
Und wo ich wandle ganz allein,
Da ziehts mich nieder mich zu weihn
Mit meinen Tränen heißer Pein,
Ja mich umgibt hier die Gemein
Und drängt sich her im Nebelschein.

Der Schnee zerschmilzt von dieser Höh
Die Fundament ich wieder seh,
Am Altar ich hier wieder steh
Den ich als Kind verließ mit Weh,
Und dieser fremde Pilgerchor,
Baut rings die neue Kirch empor.

Wo ist des Wahnes irre Macht
Wo ist das Dunkel dieser Nacht,
Es drang die Menschheit aus dem Schacht,
Und trägt die unterirdsche Pracht
Zu diesem Bau voll Herrlichkeit
Mit Demant ist die Erd beschneit.

Vergeben und vergessen heißt
Der neuen Lehre tiefer Geist,
Die Flut sich vor dem Schiff enteist
Das dieser Sturm nach Morgen reißt
Ich bin der Hirt, der Weise auch
Seit mich ergriff der heiige Hauch.

Ich stehe an des Stalles Tür
Daß ich kann opfern nach Gebühr
Was ich im Namen aller führ
Daß ich die goldenen Saiten rühr
Und still des Kindleins Trauerschrein
Weil es sich sah so ganz allein.

Ja in dem Kinde wacht die Nacht,
Die uns erstrahlt und noch umwacht,
Es hat das Heil der Welt gebracht
O seht wie es nun strahlend lacht,
So wird die Sonne nun ein Bild
Von seinem Antlitz mächtig mild.

Wo ich in Einsamkeit verschneit
Umschließt mich nun Geselligkeit
Zum Gleichnis wird der Frühlingsschein
Zu dieses Kindleins Blicken rein
Es zeigt die holde Frühlingszeit
Doch nur die Welt in Freudigkeit.