Es trägt ein Jäger ein grünen Huth,
Er trägt drey Federn auf seinem Huth,
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Die eine war mit Gold beschlagen,
Das kann ein jeder Jäger tragen:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Der Jäger der jagt ein wildes Schwein
Bey Nacht, bey Tag, bey Mondenschein:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Er jagt über Berg und tiefe Straus,
Er jagt ein schwarzbraunes Mädel heraus:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Wonaus, wohin, du wildes Thier,
Ich bin ein Jäger und fang dich schier?
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Du bist ein Jäger und fängst mich nicht,
Du kennst meine krumme Sprünglein noch nicht:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Deine krumme Sprünge kenn ich gar wohl,
Leid ists mir, daß ich dich fangen soll:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Er warf ihr das Bändlein an den Arm.
Jezt bin ich gefangen, daß Gott erbarm:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Er nahm sie bey ihrem rothen Rock,
Er schwang sie hinter sich auf sein Roß:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Er ritt vor seiner Frau Mutter Haus,
Frau Mutter schaute zum Fenster hinaus:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Sey mir willkommen, O Sohne mein,
Was bringst du für ein wildes Schwein:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Frau Mutter, es ist kein wildes Schwein,
Es ist ein zartes Jungfräuelein:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Ist es ein zartes Jungfräuelein,
So soll sie mir willkommen seyn:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Sie setzt das Jungfräulein an den Tisch,
Sie trug ihr auf gut Wildpret und Fisch:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Sie trug ihr auf den besten Wein,
Das Jungfräulein wollt nicht fröhlich seyn:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Ey iß und trink, gehab dich wohl,
Du darfst nicht sorgen, wers zahlen soll:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Ders zahlen soll, und der bin ich,
Ich hab kein lieberes Schätzel als dich:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Eur Herzallerliebste will ich nicht seyn,
Ich bin des Edelmanns Töchterlein:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Und bist du des Edelmanns Töchterlein,
So sollst du mir des lieber seyn:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Er führt sie wohl vor des Goldschmidts Haus,
Der Goldschmidt schaut zum Fenster hinaus:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Ach allerliebster Goldschmidt mein,
Schmied meinem Schatz ein Ringelein:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Schmied ihr den Ring an die linke Hand,
Ich nehm sie mit ins fremde Land:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Ins fremde Land da will ich nicht,
Du bist ein Schalk, ich trau dir nicht.
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Sie gingen miteinander den Berg hinauf,
Er setzte sie nieder an einem Baum.
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Er bricht herab einen grünen Zweig,
Und machet das Mädel zu seinem Weib:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Da lachet das Mädel so sehr vermessen:
Ach edler Jäger, eins hab ich vergessen:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Wenn mich mein Mutter nun jaget hinaus,
Wo lag denn deiner Frau Mutter ihr Haus:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Der Mutter ihr Haus steht unten am Rhein,
Es ist gebauet von Marmelstein:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Es hat weder Weg, es hat weder Steg,
Feins Mädel scher dich deiner Weg:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Ich bin ein Schelm, du traust mir nicht,
Du bist nicht ehrlich, ich werf auf dich:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Als sie ein Stückwegs hinaus kommt gegangen,
Ihr Mutter begegnet ihr mit der Stangen:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Wo bist du gewesen, du faule Haut,
Du bist wohl gewesen des Jägers Braut:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Wann andre Mädchen zu Tanz gehn und springen,
Du must bey der Wiege stehn und singen:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Man singt bey Meth und kühlem Wein,
Wohl von dem zarten Kindelein:
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Er trägt drey Federn auf seinem Huth.

Schlaf ein, schlaf ein feins Kindlein mein,
Wo wird wohl dein Vater der Jäger seyn?
Juchhey, Rassey! Hesasa, Faldrida!
Im Elsaß da wirst du ihn finden.