I.

Küsse mich, denn, ach! sie bluten
Alle noch die alten Wunden,
Küsse mich, daß ich vergesse
Alle die verfluchten Stunden!

Laß mich von den süßen Lippen
Wieder Glück und Liebe saugen,
Laß mich sterben, überstrahlet
Von dem Himmel deiner Augen!

II.

Nein, ich will dich nimmer fragen,
Ob du mich auch wirklich liebst;
Mit geschlossnen Augen nehmen
Will ich, was du gnädig giebst.

Mit gebundnen Händen stelle
Ich mich schweigend deiner Macht,
Nichts mehr hoffend, nur befürchtend
Einer Trennung ew’ge Nacht!