Ach könntest Du mir heimlich ahnen,
Was mich zu Dir so magisch zieht,
So würde nicht Dein Blick mich mahnen,
Dass müßig mir der Tag entflieht.

Wie oft drängt’ ich mit Mühe nieder,
Was Seligkeit dem Herzen war —
Doch stellte sich mir immer wieder
Dein seelenvolles Wesen bar.

Mich führten unbewusste Schritte
Durch Wälder und durch Felder fort,
Im Herzen ach! nur eine Bitte,
Im Sinne nur ein einzig Wort.

Und wenn ich endlich Dich erblickte,
War’s um die Fassung auch geschehn,
Denn Deiner Schönheit Reiz erstickte
In mir den Mut, Dich anzusehn.

Ja! könntest Du nur heimlich ahnen,
Was mich zu Dir so magisch zieht,
So würde Dein Gefühl Dich mahnen,
Dass man umsonst das Liebste flicht:

Denn was der Tag mir hart versagte,
Gewahrte Nachts Dein süßes Bild,
Du sprachst, als ich Dich glühend fragte,
Mit mir so gut, — so lieb, — so mild.