Ich bin, seit ich Deine Schönheit gesehn
In keine Kirche gegangen,
Andächtig verehr’ ich droben Den
In Deinen Augen und Wangen.

Nun schelten die Menschen mich weltlich oft,
Unfromm nach christlichem Brauche,
Und ahnen nicht, wie ich so unverhofft
Beglückt bin vom göttlichsten Hauche.

Denn könnt’ ich selber ein Engel sein,
Mir machten die Flügel Beschwerde,
Und Sündigen gehört zum lebendigen Sein
So wie zum Himmel die Erde.

Wenn’s Sündigen heißt, die Jugendzeit
Im Schoße der Liebe sich wiegen,
So opfr’ ich gerne die Ewigkeit
In Deinen Armen zu liegen.