Um Pfingsten, als die jungen Lüfte lose
Mit Blättern buhlend nach den Blumen schauten,
Als sich ergoss in reinen Silberlauten
Die Nachtigall, des Frühlings Virtuose:

Da stand ich unter Schmetterlingsgekose
Am Tannenbaum, des Äste schön sich bauten,
Mich herzlich freuend, dass ich meiner Trauten
Aus frischem Strauß entwendet eine Rose.

Zwar jene Zeit ward rauer Lüfte Beute,
Und kalt und frostig blinken nun die Sterne,
Doch töricht war’s, wer einen Tag bereute:

Weihnachten glänzt — die Tanne ficht nicht ferne —
Und nahm’ ich mir auch keine Rose heute —
Dein liebes Herz nur hätt’ ich gar zu gerne!