Jüngst in der Nacht, der Schnee war just zerflossen,
Die Bäume singen Knospen an zu tragen,
Schritt ich, den Mantel lässig umgeschlagen,
Am Haus hin, dem die schönste Blum’ entsprossen.

Des Liebchens Fenster war schon lang geschlossen,
Sie träumte wohl von seligschönen Tagen,
Indes ich einsam seufzte Liebesklagen
Den Sternen, die ihr Licht herniederschossen.

Kaum hörten sie mein Leid ein Viertelstündchen.
Verrieten sie’s und schlossen höchst verwegen
Mit ihren Fensterblumen rasch ein Bündchen:

Wenn nun. die Holde naht so sie zu pflegen,
Erschließen lachend sie ihr Blumenmündchen
Und hauchen meine Klagen ihr entgegen.