Ob ich auch nie und nimmer Dich erringe,
Ich weiß es doch, Du könntest mich nicht hassen,
Wie auch des Neides gifterfüllte Massen
Dich zögen in des Argwohns feile Schlinge.

Ich weiß es doch, wenn Nacht mein Aug’ umfinge,
Wenn meine Lippe müsst’ im Tod erblassen,
Es würd’ ein Augenblick Dich einst erfassen,
Wo im Vergangnen sich Dein Geist erginge:

Nur eines möcht’ ich dann noch von Dir fodern,
Dass der Verleumdung Du mein Lied entzögest,
Drin des Gefühls geheimste Kräfte lodern;

Dass, wenn Du diese Blätter überflögest,
Ob langst im Grab auch meine Reste modern,
Du liebend meines Herzens denken mögest.