Die ganze Nacht über Südweststurm, der alle Wellen auf die hohe See hinaustrieb, und nun so still, wie es nur am Meer still sein kann und nur nach Sturm ..

Mit breiten Silberbändern liegt die Morgensonne auf dem Wasser ...
Aus dem Prorer Wiek vor Saßnitz tauchen ein paar Boote mit kupferbraunen Segeln und hinter ihnen in der Ferne raucht der Dampfer auf ..

Langsam arbeitet sich der Gepäckwagen durch die Dünen .. und mit schweren Wasserstiefeln kommen die Fischer den Bretterweg herab geklappert.
Koffer, Kisten, Körbe werden über den Steg geschleift und in die Kähne getürmt.
Allmählich sammeln sich auch die Abfahrenden .. drollig bepackt und beladen mit Mänteln, Schirmen, Schachteln .. und Kästchen und .. Kistchen mit Sand und Steinen .. Jedes will etwas mit heimnehmen ..

Es wird eingebootet ..

Küsse, Grüße, Tücherwinken ..

Auf dem Dampfer spielt die Musik ..

Muß i denn, muß i denn zum Städtele naus
und du mein Schatz bleibst hier! ...

Wie wehmütig, wie lustig das über die weiten stillen Wasser klingt! ...

wann i komm, wann i komm,
wann i wiederum komm,
kehr i ej, mei Schatz bei dir!

Das letzte Boot hackt ab und fährt zurück.
Ein Glockenzeichen ..
ein Kommandoruf ..
Maschinenstampfen ..
ein leiser Ruck .. und
.. es ist vorbei!