Nacht . . Mitternacht . . du liegst und schläfst . .
schon lang . . und ich . . und ich . . ich steh . . ich steh. .
ein . . Stern . . in stiller Höh,
hoch über Wind und Wolken ...
und halte Wache überm Tal mit Licht und Strahl,
bis aus dem Nebelgrau der Nacht der Tag erwacht! ...

und wenn du dann am Fenster stehst
und wenn du durch den Garten gehst
und nach dem Wetter draußen siehst
und dich freust, wie alles flimmert und flirrt,
wenn dann und wann wie ein fröhliches Lachen
ein goldener Schimmer das Tal überschwirrt . .
und wie es am Ende doch Frühling wird
trotz Wind und Winter und Regen ...

ich bin das Aufleuchten zwischen den Wolken,
ich bin das Rauschen von den Höhn,
ich bin auf allen deinen Wegen,
was dir entgegen grüßt und winkt
ich bin das heimliche Läuten der Glocken,
das vom Dorf herüberklingt
das zage Grün an Hecken und Hängen,
das Warten und Werden in Garten und Gärten,
ich bin die rinnende Quelle im Grund,
und ich bin die Amsel, und
ich bin das Lied, das sie singt;
und ich bin der Sturmwind, der
den Frühling bringt! den Frühling bringt!