Ein Blümlein steh' ich im Erdenthal,
Mich lockt die Sonne mit warmem Strahl,
Mit meinen Blättchen buhlet der Wind,
Der Zephyr nennt mich liebliches Kind,
Und Thau und Regen erquicken mich;
Wohl jung und lustig und schön bin ich,
Doch muß ich welken und sterben.

Und wann ich endlich gestorben bin,
So schläft und träumet mein kleiner Sinn
Im Winterwiegelein still und fromm;
Dann kommt der Frühling und rufet: komm!
Wach Kindlein! ruft die Sonne dazu,
Wach auf vom Schlummer! vorbei ist die Ruh,
Sollst wieder blühen in Freude.