Ich glückliches Mädchen,
Hab’ nun ein Putzlädchen,
Das hat mir heut’ Nacht
Das Christkindlein bracht.

An die gläserne Türe
Lind genagelt die Schnüre,
Dran häng’ zum Verkauf
Ich das herrlichste auf.

Hier Fransen und Borten
Von allerhand Sorten,
Wie ihr sie nur wollt,
Von Silber und Gold.

Dort seidene Litzen
Und flandrische Spitzen,
Die breit und die schmal,
Nach beliebiger Wahl.

Hier Damenchemisetten,
Dort Herrenmanschetten,
Wie Schnee so schön weiß,
Zum billigsten Preis.

Geflocht’ne Brasseletten,
Gehäkelte Ketten
Von Seide und Haar,
Ganz kostbar und rar.
Hier Mäntel und Kleider
Vom kunstreichen Schneider,
Mit Bändern garniert
Und mit Borten verziert,
An den messing’nen schrauben
Hängen Hüte und Hauben,
Dazu manch Barett,
Gar niedlich und nett.

Und dort in den Kästchen
Sind Gimpen und Quästchen,
Und Bänder dazu
Für schürzen und schuh’,

Auch Wolle zum Stricken.
Und Leide zum Sticken:
Gelb, rot, braun und blau,
Weiß, schwarz, grün und grau.
Nun kommt, es zu schauen,
Ihr Mädchen und Frauen,
Und kauft euer Teil,
Denn alles ist feil!