Folget, bitt' ich, meinen Blicken!
Seht am niedern Fenster dort
Jenen Alten Schuhe flicken,
Still und emsig, fort und fort.

Stiefel hat er aufgehangen
An des Fensters obrem Rand,
Doch am untern Blumen prangen,
Die er pflegt mit treuer Hand.

Zwischen seines Handwerks Zeichen
Und des Frühlings flücht'ger Zier
Sieht sein Leben er verstreichen,
Stiefel dort und Blumen hier!

Stiefel oben, Blumen unten! –
Ihr beneidet nicht sein Los?
Doch gehört's noch zu den bunten;
Andre gibt's, die blumenlos,

Die nur Stiefel unten, oben,
Die nur ew'ges Ahlgestech,
Die aus Schusterdraht gewoben,
Leder, Leder nur und Pech!

Andre gibt's, die ihn beneiden,
Der ein Tröpflein Glückes fand,
Und wir fordern unbescheiden
Voll den Becher bis zum Rand!