Du liebst mich, um zu lieben,
Weil einsam dein Gemüt
Von Sehnsucht und Verlangen
Nach Reiz und Wechsel glüht!

Du liebst mich, wie den Efeu
Der Gattung Antrieb zwingt,
Daß um den Stamm der Ulme
Er seine Ranken schlingt!

Er fragt nicht, ob er wuchernd
Erschöpft des Bodens Kraft,
Und ob der Baum gedeihe
In seiner Schlingen Haft,

Ob Tod nicht sein Umarmen
Ihm bringe allgemach,
Er fragt nicht nach dem allen;
Und du – fragst du darnach?