Schneegestöber wirbelt hin
Um die eisbelegten Scheiben,
Und behaglich vom Kamin
Schauen wir der Flocken Treiben.

Freuen uns, daß weich und lind
Wärme rings uns hält umwoben,
Während draußen Schnee und Wind
Kämpfend durcheinander toben.

Laß denn auch, wenn draußen wild
Alte Zeit und neue ringen,
Laß dieselbe Ruhe mild
Uns der Seele Mark durchdringen!

Laß uns froh der innern Glut,
Will uns Wintersturm umnachten,
Flüchten in der Liebe Hut
Und des Lebens Frost verachten.

Mag dann wirr wie Flockenschwarm
Tag für Tag vorübertreiben,
Bleiben uns die Herzen warm,
Wird die Zeit auch hell uns bleiben.

Mag dann fliehen Jahr für Jahr,
Wenn wir wie vor Jahren lieben,
Dann ergraut uns wohl das Haar,
Doch wir selbst sind jung geblieben.