Vergänglichkeit! Was trotzet deinem Walten?
Wie vor dem Herbstreif Laub und Blüten sterben,
So seh' ich deinen Hauch die Welt entfärben:
In Schatten wandeln blühende Gestalten!

Du lässest, was geboren kaum, veralten
Du wirfst, was kaum gebaut, in Schutt und Scherben,
Zerstreust, was mühsam sammelnd wir erwerben;
Und gegen dich, wer hat je recht behalten?

Nur ein Asyl vor deines Grimmes Wüten,
Ein schützend Heiligtum ist uns geblieben,
Wohin wir retten unsres Glückes Blüten,

All unsre Sehnsucht, unser treues Lieben;
Das Paradies, Erinnerung, will sie hüten,
Aus dem der Herr die Schuld'gen nur vertrieben.