Es herrschet überall ein dürft'ger, stolzer Neid,
Das lächerlichste Loos der lächerlichen Zeit,
Als ob das große Gut, Unsterblichkeit und Ehre,
Nur Eines Eigenthum, und nicht zu theilen wäre.
Doch, wo regieret mehr Parteilichkeit und Haß,
Als auf dem heutigen Parnaß?
Viel eher findet man bei so vergällten Trieben
Drei Helden, die sich gern in gleicher Größe sehn,
Drei Schöne, die sich nie, aus Mißgunst, hintergehn,
Als zween Dichter, die sich lieben.