Der Rolf und der Ralf, zween Recken gut,
Gesellen waren durch Schwur und Blut.

Sie saßen bei festlichem Mahl,
Weg schob Ralf düster den vollen Pokal.

"Freund Rolf, vor Tisch ein rüstiger Ritt!
Deß hätten wir besseren Appetit!"

Da zog der Rolf sein blinkendes Schwert
Und hieb auf den Freund, einen Ritter wert.

Ralf war itzt auch nicht länger träg
Sie kriegten selbander wuchtige Schläg.

Der Rolf verlor den Fuß mit dem Bein,
Ein Ohr und die Nase obendrein.

Ralf büßte nur die linke Hand,
Ralf Einhand ward er fürder genannt.

Da lachte grimmig der Rolf zum Ralf:
"Nun wirds dir schmecken! Ich hoff, es half!"

Und soff nun wacker der Ralf mit dem Rolf
Und hatte Hunger als wie ein Wolf.