Wehe mir! da schau ich Armer
unsern Reihn umher,
aber, Jüngling! deine Stätte
sieht mein Auge leer.

In die Felskluft ist gefallen
meine Seligkeit -
und vergebens trocknet Mutter
dir dein nasses Kleid.

Abends, wenn ich an dem Ufer
Dir entgegen flog,
kamst du mächtig angerudert,
und mein Herz schlug hoch.

Nimmer leer von Robbenbeute,
kehrtest du nach Haus;
diene Mutter blies ins Feuer,
und nun gings zum Schmaus!

Wenn dein Auge jenes Schiffes
rothe Wimpel sah,
liefst du jauchzend ihm entgegen:
„Kaufmann Lars ist da!“

Hieltst des Schiffes Vorderstaven,
tauschest schlau und fein
gegen Seehund, Bär und Riepen,
Hemd und Eisen ein.

Ach! das alles ist vorüber,
kochend brennt mein Herz -.
Könnt' ich weinen nur! die Thräne
Löste meinen Schmerz!

Ach, so gerne wollt‘ ich sterben!
Doch wer nähme dann
Sich des armen treuen Weibes,
und der Kinder an!

Noch ein Weilchen will ich leben,
aber jeder Lust,
jeder Freude will ich schließen
meine wunde Brust.