Dem lieben wackern Wirthe,
der seinem Tischgenoß
in weit gebauchte Becher
so schönen Nektar goß,
Ihm sey das erste Glas geweiht,
Ihm und der Gastgefälligkeit!

Der Mann, aus dessen Keller,
mit Kräften wundersam,
er, sondern Tauf‘ und Schminke,
in unsre Flasche kam,
der sey mit Ehren hier genannt:
er werd‘ auch unser Lieferant!

Der Held, der aus der Ferne,
mit Sturm und Graun umringt,
die vollen Nektartonnen
in unsre Häfen bringt,
auch ihm sey hier ein Trunk gebracht!
oft bring‘ er noch so schöne Fracht!

Der Winzer uns sein Mädchen,
die sich so brauch und heiß
am Traubenhügel glühen
für unsern Wonnekreis,
sie sollen leben sich freun
den Wein und Lieb‘ und Lieb‘ und Wein!

Der Patriarch und Zecher,
der klug sich drauf verstand,
wie wir den Wein zu trinken,
doch, klüger, ihn erfand -
Er leb‘, und jeder, der noch echt
Altpatriarchisch denkt und zecht!

Ihr heitern Rebenländer
Send dankbar uns gegrüßt!
von deren lichten Höhen
des Kummers Lethe fließt -
Nie misch‘ hinfort in seiner Fluth
Sich Jammerthrän‘ und Menschenbluth!

Auch dir, o liebe Sonne,
tönt des Gesanges Zoll!
an deren Strahl die Beere
zur goldnen Reise schwoll;
schier möcht ich jetzt ein Perse seyn,
um einen Tempel dir zu weihn!

Vor allem, holde Mutter,
du, die so allgeneigt
aus tausend Segensbrüsten
all‘ ihre Kinder säugt -
Natur, Natur, nimm unsern Dank
Für deinen milden Himmelstrank!