1. Erwäg'ich, wie in jenen Schreckenstagen,
Still deine Brust verschlossen, was sie litt,
Wie du das Unglück mit der Grazie Tritt
Auf jungen Schultern hast getragen;

2. Wie von des Krieges zerrißnem Schlachtenwagen
Selbst oft die Schar der Männer zu dir schritt,
Wie trotz der Wunde, die dein Herz durchschnitt,
Du stets der Hoffnung Fahn' uns vorgetragen:

3. O Herrscherin, die Zeit dann möcht' ich segnen.
Wir sahn dich Anmut endlos niederregnen,
Wie groß du warst, das ahndeten wir nicht.

4. Dein Haupt scheint wie von Strahlen mir umschimmert;
Du bist der Stern, der voller Pracht erst flimmert,
Wenn er durch finstre Wetterwolken bricht.