Da du noch lebtest, hab ich’s nie bekannt,
wie treu, wie heiss ich dich geliebet habe;
nun aber, da du ruhst im stillen Grabe
und ich steh weinend an des Grabes Rand.

Nun sag ich’s aller Welt: Dir zugewandt
war meine tiefste Seele, ihre Labe
ein Blick von dir, und ihre ganze Habe
ist nun ein Freund noch und mein Vaterland.

Mit meinem Freunde will ich von dir sprechen,
dein Lächeln preisen, dein Gemüt erheben,
doch wenn im heil’gen Kampf sich einst wird rächen

Das Vaterland, so weih ich dem mein Leben;
und strömt mein Herzblut, will mein Auge brechen
magst du, Verklärte, tröstend mich umschweben