Wo find' ich Worte, alles dir zu künden,
was tief in meiner Seele dunkel flutet,
und wie das drinnen leise zuckt und blutet,
wodurch vermag der alte Schmerz zu münden?

O käm die Stunde, dass wir uns verstünden,
eh sich das Herz verzehret und verglutet
in wildem Feuer, bis es ganz entmutet!
Wer sonst, wie du, vermag mich zu ergründen?

Ein seltsam Rätsel ragst du in mein Leben,
denn welche Mächte mich zu dir getrieben,
ob gut, ob böse, kann ich nimmer fassen.

Das aber weiss ich, eins nur kann es geben:
Dich namenlos mit aller Glut zu lieben,
Weib, oder - unaussprechlich dich zu hassen