So ist's vergebens! Nimmer soll
Mir dieser Demant glühen
Und diese Blume, düftevoll,
Sie soll nur Andern blühen?

Du gnadenreiches, hehres Bild!
Du Stern im Blick, dem feuchten!
Nur Andern sollst du hold und mild
Auf ihren Wegen leuchten?

Nur Andern! Ach, es sagt sich nicht,
Was ich um dich empfunden,
Sieh, wie es noch in Strömen bricht
Aus meinen stillen Wunden!

Schlug mich ein Gott, daß ich dich fand
Und bleibend mochte fliehen?
Daß ich mit Schweigen vor Dir stand
Und mochte rufend knieen!

Nun ist's dahin! Es war ein Traum -
Das Säuseln einer Linde;
Und was sie träumte - achtet kaum
Der Widerhall der Winde!