Du beklagst des Briefchens Eile,
Daß die Fehler nicht der Feile
Bessrem Fleiß gewichen sind.
Laß dich nur ein Andres lehren:
Zwischen schwere goldne Aehren
Wehte fremdes Kraut der Wind
Zum Verdruß der Sachverständ'gen;
Doch dein unkrautstreuend Händchen
Schuf in mir kein Aergerniß
Und du glaubst es mir gewiß:
Wie mir rothe Ackerschnallen,
Blaue Nelken dort gefallen
Zwischen blondem Saatengolde,
So dein süßes Fehlen, Holde,
Bei so treuem Wortessinn
Scheint mir lieblicher Gewinn.