Du nur wilst die süßen Stunden
stille lassen gehn vorbei?
Denk, ob dieses billich sei,
traurig sein und angebunden,
da voraus diß große Ganze
selbsten gehet wie zum Tanze!

Das erhöhte Rad der Sonnen
streut sein Licht erfreuter aus;
Thetis ihr erfrornes Haus
hat nun wieder Luft gewonnen;
in den Gärten, in den Auen
ist verjüngte Lust zu schauen.

Stadt und Dorf ist auf dem Sprunge,
Reich und Arm ergetzt die Brust,
Man und Weib braucht dieser Lust,
gleich erfreut sind Alt' und Junge,
denn die schönste Zeit der Zeiten
lehret sie um Freude streiten.

Heuer nim darzu ingleichen
was du vor dem Jahr erspart,
da ihr lieben Leute wart,
wo ich nicht kunt' hin gereichen!
Wir wolln uns in solcher Sachen
zwiefach mit dir frölich machen.

Laß die schönsten Jungfern bitten,
setz' uns vor Konfect und Wein!
Heute wolln wir lustig sein
nach der schönen Leute Sitten,
die nur auf den hohen Schulen
Trinken üben und das Bulen!

Lasse gleichsfals zu uns kommen
das berühmte Saitenspiel,
es mag kosten was es will!
Alles dient zu deinem Frommen:
daß man von dem schönen Tage
durch das ganze Jahr durch sage!

Nicht, daß wir dir vorzuschreiben
uns hiermitte nehmen für.
Nein, Freund, es steht ganz bei dir!
Du wirst dich wol selbst antreiben.
Wir nur sprechen, daß wir wollen
lustig sein, als wie wir sollen.