Einst hieß man mich die schönste aller Frauen,
Selbst Könige entzweite meine Macht,
Zehntausend Krieger aus Europas Gauen,
Von Asiens Landen, schlugen manche Schlacht,
Und eher nicht war ihres Kampfes Ziel,
Als bis erschlagen alle Heldensöhne
Und bis ein stolzes Königshaus zerfiel;
Und dennoch pries man die unsel′ge Schöne.

Und wieder tönte jüngst mein alter Namen
Doch bin ich häßlich und verlassen nun,
Von allen die des Weges zu mir kamen,
Will keiner lang an meiner Seite ruhn;
Nur einer kam, der erste dem nicht grau
An meinem Herd für immer still zu liegen
Der lange mir ins blasse Antlitz schaut
Und bitter lacht, ob meinen düstern Zügen.

»Ach, darum also«, sprach er, »läßt du feiern
Dein unheilvoll Gedächtnis bis auf heut,
Damit du reihtest zu den alten Freiern
Auch einen Heros aus der neuen Zeit?
Doch lockst du mich mit keinem Erdentand,
Denn Zeus zerschlug dein Ilium in Scherben!
Wohlan! auch meine Trojer deckt der Sand,
So laß mich denn in deinen Armen sterben.«