1. #1
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    Ordnungszahl 13

    Ordnungszahl 13

    ...oder warum A es aufgab sich zu erklären
    "Ich will dir etwas zeigen." A sprang vom Sofa und riss eine Schublade des Schreibtisches so heftig auf, dass es verwunderte, dass die Lade nicht aus der Führung geriet. Im nächsten Moment glänzte viel zu knapp vor Ks Augen ein silbrig grauer Zylinder. Perfekt in seiner Form vollkommen rund mit exakt geschnittenen Enden. KONSTRUIERT?
    "Weißt du was das ist?" bohrte sich freudig As Stimme in ein ungeneigtes Ohr. War dies doch eine der Fragen, auf die nur folgen konnte, was sich über Ks Lippen gezwungen rethorisch fragend, in kalter Gleichgültigkeit, beinahe genervt und ohne auch nur den geringsten Versuch Interesse zu heucheln in einem "Nein..." in As Gehörgang schneiden sollte. K nahm den Gegenstand gelassen in die Hände, um ihn so zu halten, dass ihn die Augen fassen konnten. Jemand, der etwas von Optik verstanden hätte, hätte mitunter am Drehen um die Hauptachse des Körpers erkannt, dass das Material einen richtungsabhängigen Reflexionskoeffizienten besaß. K deutete dies wohl ohne weiteres Hinterfragen höchstens als ein regelmäßiges Zurückwerfen des Lichtes in das Sehorgan, wenn überhaupt ein Gedanke an dieses Phänomen verschwendet werden sollte. Zweifel sind durchaus angebracht.
    "Ein Aluminium-Einkristall..." zu viele Hoffnungen hörte man schon in As Worten ersterben, während sie den Weg aus dem Innersten einer verschlossenen Welt fanden. Der Blick hing irgendwo zwischen K und dem, was sich nun eben als ,Kristall' herausgestellt hatte, fest. Ja, suchte wohl - VÖLLIG ABGEDROSCHEN - Halt, wo keiner sein konnte. ,Kristall' - keinen Menschen, der sich nicht näher damit beschäftigt, wird nun eine der Definitionen interessieren, wie sie A schon des öfteren -zeitweilig sogar durchaus scherzhaft - mit collegae diskutiert hatte. EIN VORURTEIL?
    In As Gehirn fanden wir auf alle Fälle den Wortschatz eines naturwissenschaftlichen Technikers, oder wie A wohl eher sagen würde - eines technischen Naturwissenschaftlers. Egal, denn das Fach hieß salopp umgangssprachlich ,Physik', und im Weiteren war seine Namensgebung so irrelevant, dass wir uns nicht weiter verzetteln brauchten, oder?
    Reaktion auf einen ,Aluminium-Einkristall'? Ein Blick auf A. Schweigen. In den Schoß sinken lassen des metallischen Graus, in einer Geste, die A stumm erzählte von offensichtlichen Erwartungen. Keineswegs freudigen mit Neugier durchsetzten, sondern eher ertränkt in befürchtender Resignation. Im Bewusstsein dessen, was da kommen sollte einer Antwort harrend.
    K fixiert A. A erhebt sich. K schweigt. A nimmt den ,Schatz'. K blickt A fragend an. A verlässt wortlos das Zimmer und somit K. A kommt nicht mehr zurück. K folgt A nur noch mit Blicken. A lässt K hinter sich...
    Das reichte. Wozu sich noch in Erläuterungen ergeben?
    ENDE.
    Noch gehört mir das Himmelblau...

  2. #2
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    tja b.

    wie recht du doch hast.

    nur wer ist a.

    und wer k.

    l.

    punkt.

  3. #3
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    Werter lassiefaire!

    Allein, es verwundert mich Eure so schlichte Zustimmung.

    A und K sind auf alle Fälle zwei Individuen, die in jener Geschichte interagieren.
    Vielleicht sogar ([bio-]chemisch) reagieren?
    Aber Ihr wisst sicher, dass es seinen Grund haben mag, warum jene auf (unpersönliche) Kürzel REDUZIERT wurden.
    Auf alle Fälle gibt es bislang unter den 114 bekannten chemischen Elementen keines, dass das Symbol A trägt. Wohingegen K ein in der Chemie Bewanderter als Kalium erkennen mag.... Dies nur am Rande bemerkt, denn dies ist für das Thema der Geschichte wohl völlig unerheblich, oder doch nicht?

    Ungeduldig einer Antwort harrend,
    Belindrea
    Noch gehört mir das Himmelblau...

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