1. #1
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    Question Bilder im Kopf- Eine Vergewaltigungsgeschichte

    Bilder im Kopf


    Völlige Dunkelheit. Keuchendes Atmen an meinem Ohr. Gierige Hände, überall. Eine harte Wand am meinem Rücken. Stickige Luft.

    Schweißgebadet wache ich auf. Jede Nacht der selbe Alptraum. Alles was ich so dringend vergessen will. Es wiederholt sich. Immer und immer wieder. Ich greife nach der Flasche Wasser neben meinem Bett und leere sie in einem Zug. Aber die widerliche Geschmack in meinem Mund bleibt. Ich werde die ganze Nacht nicht mehr schlafen können. Vor Angst das der Traum wiederkommt, denn er wird wiederkommen. Da bin ich mir sicher. Das bedeutet einen weiteren Tag in der Schule an dem ich vor Müdigkeit nichts mitbekomme. Es ist wie ein Teufelskreis.

    Ich sitze in Mathe. Mein Kopf dröhnt ich verstehe nicht ein Wort.
    „Lara? Lara! Träumst du etwa schon wieder? Hast du vergessen das du diese Jahr schaffen willst? Lara! Willst du das nicht auch?!“

    „Sei gefälligst still. Du willst es doch auch, gibs doch zu du kleine Schlampe!“ Habe keine Luft zum atmen. Er drängt mich gegen die Wand. Sein Atem stinkt nach Bier als er mein Gesicht streift. Er legt seine Hände...

    „Lara!“ Die Stimme meines Mathelehers holt mich in die Wirklichkeit zurück.
    „Mir ist schlecht, darf ich mich ins Krankenzimmer legen?“
    Zweifelnd schaut er mich an.
    „Meinetwegen, du siehst wirklich sehr blass aus. Geh mal zum Arzt“
    Ich gehe. Aber bestimmt nicht zum Arzt Der würde es erkennen. Kein normales Mädchen, das 16 Jahre alt ist hat handtellergroße blaue Flecken auf den Oberschenkeln. Aber was ist schon normal? Das Krankenzimmer ist stickig und dunkel. Hier kann ich unmöglich bleiben. Nach einer Entschuldigung bei der Sekretärin verlasse ich die Schule. Meinen Rucksack habe ich zum Glück mitgenommen. Auf dem Nachhauseweg muss ich an einer Bar vorbei. An DER Bar. Eine dunkle Gestalt kommt aus der Tür.

    „Na Kleine, soll ich dich ein Stück nach Hause begleiten?“
    „Nein, nein, ich finde den Weg schon alleine.“
    „Ach komm schon.“
    „Nein!“
    „Doch jetzt komm, wo wohnst du denn?“
    „Nein ... bitte.“
    Verloren. Aus und vorbei. Er geht mit mir. Aber nur bis zur nächsten Straßenecke, eine Sackgasse. Er umklammert mein Handgelenk. Es tut weh.
    „Das ist die falsche Richtung.“
    „Nein ist es nicht.“
    Er zerrt mich weiter, bis wir vor der Wand stehen. Es stinkt nach Müll. Kein Windhauch regt sich.

    „Hey Lara, ist die Schule schon aus?“
    Timo, der hat mir gerade noch gefehlt. Der steht doch auf mich. Und eigentlich ich sogar mal auf ihn. Bevor...
    „Nö, hab mich nicht so gut gefühlt. Aber du siehst putzmunter aus, wieso bist du nicht in der Schule?“
    „Ich hab dich gehen sehn und bin dir einfach nach.“
    „Du machst Blau?“
    „So könnte man es auch nennen. Deine Haare sind heute wieder wunderschön. Wo bekommst du nur diesen Glanz her?“

    „Deine Haare glänzen so schön im Licht der Straßenlaterne.“
    „Lassen sie mich los!“
    „Hab dich doch nicht so.“
    „Lassen sie mich los oder ich schreie!“
    „Ok, wenn du es auf die harte Tour willst...“
    Er presst mich gegen die Wand. Sein ganzer Körper berührt meinen. Er hält mir den Mund zu. Seine Hand schmeckt ekelerregend. Ich hatte noch nie einen so starken Brechreiz. Er küsst meinen Hals. Er beginnt zu keuchen.

    „Meine Haare sind stumpf und fettig.“
    Ich schleudere ihm diese Worte entgegen. Er weicht zurück.
    „Was ist denn in die gefahren“, murmelt er.
    „Wenn du meinst, dann geh ich halt.“
    Er ist weg. Endlich allein. Ich rennen im Laufschritt heim. Ich reiße mir die Kleider vom Leib und stelle mich unter die Dusche. Dort schrubbe ich meinen Körper bis sie wehtut und rot glüht.

    Ich renne durch die dunkeln Straßen immer auf ein Ziel zu, den einzigen Ort der mir Sicherheit gibt. Die Straßenlaternen beleuchten den Weg nur ungenügend. Ich falle, rappele mich wieder auf. Weiter, immer weiter. Nur nicht stehenbleiben. Es ist nichts passiert, rede ich mir ein. Es hilft nichts. Es ist eben doch etwas passiert. Ich war noch nie gut darin mir etwas vorzumachen. Ich fühle mich so dreckig. Ich hasse meinen Körper.

    Unruhig tigere ich in unserer Wohnung umher. Was soll ich bloß tun? Meine Mutter kommt in einer Stunde von der Arbeit. Ich kann ihr nicht unter die Augen treten. Ich schnappe mir meine Jacke und verlasse das Haus. Renne kreuz und Quer durch die Stadt. Ich lande in einer Sackgasse. Die Sackgasse neben der Bar.

    „Komm schon, mach dich locker, und sei gefälligst still. Du willst es doch auch du kleine Schlampe.“ Kann nicht schreien. Er zerreißt mein Top. Es war nagelneu. Für Timo. Er knetet meine Brüste. Seine Hände sind heiß und feucht. Er drückt seinen Unterleib gegen meinen. Er hat einen Ständer. Mein Rock hat schon längst seinen angestammten Platz verlassen und befindet sich an meinem Bauch. Er nimmt seine Hand von meinem Mund um ihn mir mit einem Kuss zu verschließen. Er rammt mir seine Zunge in den Rachen. Ich würge.

    Ich übergebe mich in eine Ecke. Nichts wie weg hier. Ich laufe weiter. Bis ich recht weiß was ich tue bin ich an einer Brücke. Sie ist Hoch, gut 20 Meter. Unter ihr sprudelt der reißende Fluss, die Frühjahrsstürme hatten es diese Jahr in sich. Ich klettere auf das Geländer, eigentlich ist das ganz leicht. Soll ich das wirklich tun? Ich hatte immer Angst vor dem Tod, tierische Angst sogar. Aber in diesem Moment erscheint mir alles besser als weiterzuleben.

    Er zieht mir meinen Slip bis zu den Kniekehlen runter und beginnt seine Hose aufzuknöpfen. Ich bin zu keiner Bewegung fähig. Jetzt hängt auch seine Hose in den Kniekehlen. Er fasst mir an den Po und zwischen die Beine. Ich presse die Schenkel zusammen. Er stört sich nicht dran und greift ein seine Boxershorts. Holt sein Ding raus. Er ist mächtig erregt. Ich verkrampfe mich. „Nein!“, will ich schreien, kann es aber nicht. Er drückt einfach sein Knie zwischen meine Beine. Widerstand unmöglich. Er dringt in mich ein. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Es tut weh. Verdammt weh. Und es ist so ekelhaft. Es dauert gut 5 Minuten bis er fertig ist. Dann lässt er mich in Frieden und geht weg. Er sagt nur noch: „Du brauchst es doch eh einen der’s dir mal so richtig besorgt.“ Dann ist er weg.

    Noch halte ich mich am Geländer fest. Aber gerade als ich loslassen will kommt Timo.
    „Lara, Lara tu das nicht!“
    Ich wende mich ihm kurz zu. Er ist leichenblass.
    „Lara, bitte!“ Seine Stimme ist tonlos.
    Ich lasse mich von ihm vom Geländer pflücken und in seine Arme ziehen, wehre mich nicht. Und endlich, endlich kann ich weinen.
    hi leute

  2. #2
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    Hallo satic,

    kann sein, dass ein Mod dich drauf aufmerksam macht, dass du es ZU genau beschrieben hast!
    Aber mich verwirrt irgendwie dieser Text total.
    In dem Vers befindet sich das LI da, im nächsten wieder an der Wand?
    Dann gibts da noch einen Timo, der erst nett, dann böse, dann wieder nett ist.
    Dann meint man er ist der Kriminelle?
    Oder was?

    verwirrte Grüße
    blackangel

  3. #3
    Kirbenee ist offline träumiges Lächelgrün
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    Hallo satic
    Im Gegensatz zu blackangel finde ich es nicht verwirrend, wie du deine Geschichte aufbaust, sondern gerade gut. Diesen Wechsel immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ich finde es glaubhaft, dass die Protagonistin die Bilder nicht aus ihrem Kopf bekommt.

    Dagegen ein wenig unglaubwürdig finde ich das Ende. Das Mädchen lässt sich einfach so in die Arme dieses Jungen ziehen (der ja auch plötzlich zur Stelle ist, naja)? Vorhin hat sie bei seinem Anblick noch die Bilder zu deutlich im Kopf gehabt. Vielleicht ein wenig zu viel auf Happy End getrimmt?

    Ein wenig Klischeebeladen kommt mir das Erlebte dann doch noch vor. Natürlich kann etwas so geschehen sein, aber öfter geschieht es in einem familären Umfeld. Es kommt mir ein wenig so vor als ob du unbedingt schockieren möchtest.

    Nunja. Den Schreibstil finde ich gut.
    LG Kirbi
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  4. #4
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    Hallo satic,

    Wie auch Kirbi finde ich das Vermischen von Gegenwart und Vergangenem gut gelungen. Wie auch der Protagonist hat der Leser nie wirklich den Überblick, was im Moment geschieht und was bereits geschehen ist. Dieses regelrechte Verfolgen des Protagonisten durch die Bilder in dessen Kopf wirkt gelungen.

    Dein Stil ist sehr direkt. Du verwendest kurze, teils unvollständinge Sätze. Dies verdeutlicht die Stimmung des Protagonisten. Es entsteht ein hetzender und gehetzter Eindruck beim Leser. Zum Teil gleitest du mE aber genau durch diesen Stil ins Platte ab.


    Zitat Zitat von satic
    Er drückt seinen Unterleib gegen meinen. Er hat einen Ständer.
    Zitat Zitat von satic
    Er fasst mir an den Po und zwischen die Beine. Ich presse die Schenkel zusammen. Er stört sich nicht dran und greift ein seine Boxershorts. Holt sein Ding raus. Er ist mächtig erregt. Ich verkrampfe mich.
    Hier ist die Stimmung angespannt und gehetzt. Aber wenn du oben schon über die Erregung des Vergewaltigers berichtest, ist klar, dass er "mächtig erregt" ist.

    Zitat Zitat von satic
    Er dringt in mich ein. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Es tut weh. Verdammt weh. Und es ist so ekelhaft. Es dauert gut 5 Minuten bis er fertig ist. Dann lässt er mich in Frieden und geht weg. Er sagt nur noch: „Du brauchst es doch eh einen der’s dir mal so richtig besorgt.“ Dann ist er weg.
    1. Es ist nicht wirklich wichtig, ob der Protagonist "so etwas noch nie gemacht" hat. Auch wenn jener schon vergewaltigt worden wäre, wäre es dadurch wohl kaum besser, oder?
    2. Dass es ekelhaft ist, vergewaltigt zu werden, ist untertrieben. Solche Formulierungen wirken klischeehaft und platt.
    3. Wie wichtig ist die Zeit? Beachte auch die Beistrichsetztung!
    4. Es macht auf mich einen komischen Eindruck, wenn du schreibst, dass der Vergewaltiger den Protagonisten in Frieden lässt. In einer solchen Situation ist das wohl kaum die richtige Formulierung.
    5. Die Aussage vom Vergewaltiger dient zwar dazu, ihn zu dämonisieren. Allerdings kommt das mE irgendwie klischeehaft hinüber.


    Die Idee ist gut, zumindest besser als so manch anderes, das man liest, die Umsetzung kann mich nicht überzeugen.

    LG,
    anti-maXces

  5. #5
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    Erste Zeile gelesen runter gescrollt in den sicheren Hafen der Kritik und die Antwort geschrieben.
    Siehst du wie schnell das geht?
    Pornhub oder Xhamster sucht noch Dichter habe ich gehört, oder war es "Große Schwänze"?

    Ich mag es nicht wenn sich jemand an solchen Themen vergreift wenn er einen Schreibstil hat wo man denkt, dass er in Deutsch mit "Mickey Maus Heftl" abgeschlossen hat.


    Gem´

    edit: Jetzt seh ich das erst, das war 2007. Jetzt kriege ich wieder eine am Deckel wegen Spam.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Gemini Beitrag anzeigen
    edit: Jetzt seh ich das erst, das war 2007. Jetzt kriege ich wieder eine am Deckel wegen Spam.


    Wahrscheinlich eher wegen Pushing, weil das Thema und die anschließende Diskussion halt aus dem Jahre Schnee ist.

    Als ernst gemeinte Randnotiz: Einem aktiven Neuling bringt deine Kritik sicherlich mehr.

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