1. #1
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    ...weil ich es mir Wert bin

    Beinahe ein Pamphlet

    Jeder, der hier postet, möchte, dass sein Werk gelesen, mit Respekt behandelt und möglichst sogar gelobt wird.
    Wenn ich jemanden mag, dann lobe ich ihn, damit er sich toll fühlt. Ich bin ja sein Freund. Und wenn ich jemanden doof finde, dann kritisiere ich ihn, weil ich ihm nicht gönne, dass er sich gut fühlt. Der soll ruhig noch ein wenig an seinen Werken feilen, und dann, vielleicht, wird er etwas wie Lob erhalten.

    Wenn ich jemanden bedingungslos mag, auch wenn er grossen Blödsinn produziert, nennt man das landläufig Liebe.
    Wenn ich aber jemanden ständig lobe, selbst wenn das Produkt grosser Schwachsinn ist, nenne ich das Verachtung, denn in letzter Konsequenz bedeutet das nichts anderes, als dass ich ihm sowieso nichts Besseres zutraue. Also immer frisch drauflos gelobt, denn anderes zum Loben wird sich nicht finden.

    Der Titel zitiert, wie wir alle wissen, einen Werbespruch für Haarshampoo. Nur das Beste ist für mich gut genug. Nur das Teuerste. Klar, so wird Werbung betrieben und manch überflüssiger Luxus als unabdingbar verkauft. Der wahre Wert entsteht, wenn man etwas Beachtung schenkt. Wert entsteht durch Beziehung, durch Zeit, durch Achtsamkeit. Und sei es nur, dass wir im Kaufhaus den Regalen solange entlang gehen, bis wir finden, was grösstmögliche Selbstachtung verspricht.
    Werbung, die nicht schlecht funktioniert, möchte doch jeder seinen Wert steigern.
    Dabei sollten wir es uns wert sein, unsere Gedanken, Gefühle und Äusserungen. Schenken wir ihnen Beachtung, Zeit und Achtsamkeit.

    Ich versuche, jedem Text Achtung entgegenzubringen: Denn es sind die Gefühle und Gedanken der Menschen, die sie schreiben. Aber indem ich das Beste von einem Menschen fordere, zolle ich ihm die grösstmögliche Achtung, denn ich vertraue darauf, dass er zum 'Besten' fähig ist.
    Das Beste ist nicht bei jedem Menschen gleich gut, doch entsteht es immer unter der gleichen Bedingung: aufmerksame, konsequente Arbeit. Keiner schüttelt sein Bestes aus dem Handgelenk, denn dort kommt es nicht her. Weder beim Meister, noch beim Schüler.
    Wenn keine 'Arbeit', keine Konsequenz in einem Text steckt, heisst das, dass der Autor seinen Gedanken und Gefühlen wenig Aufmerksamkeit und somit wenig Achtung entgegen bringt. Dies kann vorgängig in gedanklicher Arbeit erfolgen - oder in mehrfachem Wiederundwiederbearbeiten des Textes.

    Arbeiten heisst, die eigenen Gedanken ernst zu nehmen und ihnen gegenüber achtsam zu sein. Es bedeutet, den eigenen Gefühlen Respekt zu zollen, indem ich sie nachvollziehbar mache, offenlege, destilliere.
    Oder schleife und fasse sie, damit sie zum Schmuckstück werden und meine Seele zieren. Weil meine Gefühle mir dies Wert sind.

    Kritisieren heisst ernst nehmen. Achtsam sein. Respekt zollen. Weil dein Text mir dies Wert ist.
    Geändert von yarasa (28.05.2007 um 16:46 Uhr)
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

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  2. #2
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    Hallo yarasa!
    Irgendwie mußte ich die ganze Zeit des Lesens lächeln. Vielleicht auch, weil im Titel steht "geisteigen Anspruch". Dann nehme ich den Text auch als Satire.
    Man kann hier im Forum viel Handwerkliches lernen, ohne Frage. Man kann seine Gedanken und Gefühle auch hinter schönen Worten verstecken, wenn man weiß wie. Das könnte man nun abkupfern, von Profis, oder von der "Forumelite" hier. Das möchte aber wohl niemand. Also, warum nicht den Leuten ihren Weg zu ihrem eigenen Stil gestatten? Ohne Vorwürfe, ohne Sarkassmus! Ich selbst sehe micht nicht als großartigen Schreiberling, der mit Worten umgehen kann. Ich denke, dass meine Ideen gut unterhalten. Ist es nicht auch der Sinn eines Gedichts zu unterhalten? Egal wie? Respekt wurde hier schon von einigen mit Füßen getreten, sei es des Namens wegen, oder des Gedichtes. Aber jeder, der etwas wagt, hat in meinen Augen Respekt verdient. Und kommt dabei auch noch so eine gequirlte Sch.... raus. Dafür Werbung zu machen halte ich auch für legal, obwohl ich der Werbehasser Nr.1 bin (zumindest im Fernsehen). Es ist ja nur ein Hinweis und es obliegt jedem selbst an Werbung (Lügen, Übertreibung usw.) zu glauben, oder nicht.
    Auch ich fing an, schnellstmöglich meine Gedichte zu präsentieren, um zu wissen, ob ich auf einen guten Weg bin, oder nicht. Natürlich hascht jeder nach Lob, als Bestätigung für sein Werk. Doch auch der Kritiker will gelobt werden, indem der Verfasser einsichtig wird und an seinem Werk rumkrittelt.
    Ich weiß nicht, ob dein Text am Forumleben etwas ändern wird, aber anklagen hat noch nie geholfen, es sei denn man ist schuldig. Ich sehe aber nichts Schuldiges an Fehlern. Nimm sie einfach hin, so schwer es auch fallen mag.
    Für mich ist das keine Arbeit hier, für mich ist es Vergnügen. Tut mir leid, wenn du es anders siehst. Und wie du vielleicht weißt, kann ich mit Kritik umgehen, denn mich spornt sie zu besserem an. Der letzten Zeile kann ich nur beipflichten.
    Manchmal staut sich ein Gefühl an, dass mal raus muß. So sehe ich deine Geschichte hier und wer als die Mods hätten ein Recht darauf mal Dampf abzulassen.
    Der logischste Abschlusssatz müsste lauten: Take it easy.

    LG vom Strassenreimer
    (Du wärest nicht der Strassenreimer,
    wenn am Ende noch ein Vogelzwitschern zu hören gewesen wäre,
    eher hätte dir der fliegende Freund auf den Kopf gemacht.) Tessa

    Stolpersteine (alles aus Reimerhand)

  3. #3
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    Hallo Niwlam

    Du hast das gelesen, was ich auch schreiben wollte. Schön, dass es bei dir als solches ankam - und du auch den kleinen stilistischen Kniff anerkennst. Denn natürlich ist dieser Text eher inhaltlich als sprachlich interessant.

    Hallo Strassenreimer

    Eigentlich ist das kein 'Wut-Text' und er hat weder den Anspruch noch die Hoffnung, etwas zu verändern im Forenalltag. Es ist eher ein Grundsatzpapier zu meiner Art der Kritik.
    Die Problemstelle sehe ich in der 'Arbeit'. Arbeit kann Spass machen, ist aber nicht unsinnig. Ich bin durchaus nicht der Meinung, dass alle gleich schreiben sollten, setze mich hin und wieder selber in die Nesseln und lese auch Texte, die ich als misslungen, aber achtsam erfahre.
    Naja, vielleicht bin ich in manchen Bereichen eine recht ernsthafte Person. Ich mag Leute nicht, die richtig gut verlieren können. Sie nehmen das Spiel nicht ernst. Das nur ein Beispiel.

    Auf der einen Seite ist es sicherlich in einem satirischen Ton geschrieben - und dennoch ist es ein Text, der mich in einem hohen Grad outet.
    Es ist nicht anklagend, sonder eher um Verständnis bittend gemeint, im tiefsten Grund. *smile* Wahrscheinlich habe ich hier zu viel vermischt - und das Komische ist nun mal nicht mein Fach. Das schaff ich einfach nicht wirklich.

    LG
    yarasa
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  4. #4
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    Hallo yarasa,

    Dein Text hat mich beeindruckt.

    Literarisch finde ich ihn nicht gelungen, denn es ist keine Satire und kann auch keine sein. Von Bedeutung ist das, was du inhaltlich sagst.

    Konstruktive Kritik ist ein Geschenk. Sie gibt uns Hinweise, wie wir weiter an uns arbeiten können, und impliziert, der Kritiker traut uns besseres zu. Sie bringt uns voran. Respekt, Geduld und Achtsamkeit sind die Schlüssel zu allem, was uns umgibt. Dein vorletzter Absatz über die Arbeit gefällt mir sehr gut.

    Ich meine, Du solltest Deine Gedanken noch einmal polieren und neu fassen. Sie sind es wert.

    Liebe Grüße
    rosenrot

  5. #5
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    Hallo,

    "Dieser Text zeigt, dass du zwar Deutsch kannst, dich aber nicht darum bemühst, deine Gedanken und Gefühle in eine schöne Form zu bringen. Wenn du deinem innersten sowenig Wert zumisst, dass du nicht daran schleifst, muss ich ihm wohl auch keinen zumessen...."

    leider kann ich nicht so recht Lachen noch Lächeln, weder über deinen Text noch über deine Weise Kritik zu üben. Die Gleichsetzung Autoren würden ihren innersten Wert wenig Wertschätzung beimessen, weil ihr künstlerischer Anspruch fragwürdig ist, halte ich für fragwürdig.

    Du sagst zwar, dass das Komische nicht dein Metier ist, und so ist dann wohl auch nicht weiter verwunderlich, dass die Ironie meiner Meinung nach nur andeutungsweise in der Darstellung des Naiven und der Beachtungsthematik
    durch kommt, aber viel zu sehr wird meiner Meinung nach der Ernst deutlich der dahinter steht und der ist beißend und eben doch anklagend. Du meinst doch das meiste des Gesagten ernst, oder? Konsequenter wäre es wenn du dazu auch stehen würdest. Die Grenze zwischen sich und den anderen ernst nehmen und dem sich und den anderen zu ernst nehmen sind meiner Meinung nach fließend. Es gibt manigfaltige Gründe zu posten, unter anderem Selbstdarstellung, Sendungsbewußtsein und Spieltrieb...Ich lese nicht, dass du darüber milde Lächeln kannst, dass jemand sich selbst nur vermeintlich ernst nimmt. Ich verstehe deinen Anspruch und deine Ansicht über das Arbeiten und dem an sich Arbeiten. Ich sehe es auch nicht als förderlich jemanden nur den Bauch zu pinseln, aber ich verstehe Humor so, dass man in der Lage ist über sich und den anderen zu lachen, nicht höhnisch und nicht dümmlich. Das Beste von jemandem einzufordern, weil man es ihm zutraut ist in gewisser ein schöner Anspruch. Nur unter Druck entzieht sich manchmal genau das, was man födern oder herausfordern möchte! Und darin steckt auch etwas Überforderndes...vielleicht sollte und kann es nicht um das Beste sondern um das Bessere gehen...es enthält mehr Offenheit und sollte eben nicht so einschüchternd verwendet werden.

    Lieben Gruß
    sora

  6. #6
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    Hallo rosenrot

    Ich hatte grundsätzlich auch nicht die Absicht, eine Satire zu schreiben. Ich denke, dass vor allem die Überschrift das impliziert. Daher habe ich ihn dahingehend abgeändert, dass ich das Haarshampoo entfernt habe.

    Sonst bin ich mit dem Text eigentlich zufrieden, aber vielleicht magst du mir noch aufzeigen, wo genau du die sprachlichen Schwächen siehst. Manchmal ist man selber einem Text zu nahe, um diese erkennen zu können.

    _______________
    Hallo sora

    Das mit der Satire ist hoffentlich schon geklärt. Ich hatte diesen Text nie als eine solche deklariert. Ein Pamphlet ist ja eine Streitschrift, und als solche nicht in erster Linie satirisch angelegt.
    Und diese Zeilen sind auch nicht ironisch angelegt. Du kannst sie ironisch lesen, was aber nicht beabsichtigt war.

    Zweitens ist der Text sicher nicht erschöpfend über dieses Thema geschrieben. Es ist eine Art Grundsatzerklärung.
    Wie ich das im Alltag handhabe, ist wieder eine andere Sache. Auch ich bin nicht in der Lage, permanent mein Bestes zu geben - und andere sind das auch nicht. Viele finden es auch nicht nötig.
    Wenn dem dann nicht der Anspruch folgt, alles toll zu finden, habe ich kein Problem damit. Und wenn jemand andere verschaukelt, in dem er sich vermeintlich furchtbar ernst nimmt, dann kann ich darüber und über meine Reaktion letztlich herzlich lachen. Vor allem, weil diese Art, sich zu produzieren, furchtbar anstrengend ist.

    Und das milde Lächeln zeugt ja auch von Überlegenheit...

    Hier kommt mir vielleicht meine Position in die Quere: Dieser Text ist sehr und ausschliesslich persönlich gefärbt. Meine Meinung. Meine Einstellung.
    Grosszügigkeit steht wieder auf einem anderen Blatt.
    Humor auch.

    Da dies der wohl persönlichste Text ist, merke ich, dass inhaltliche Kritik auch tiefer trifft.

    LG
    yarasa
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  7. #7
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    Hallo yarasa,

    ich kann sehr gut verstehen, dass dich Kritik an diesem Text besonders trifft. Das geht mir bei sehr persönlichen Texten ganz genauso, und allen anderen AutorInnen vermutlich auch. Meine erste Antwort war nicht als Kritik gemeint, sondern beinhaltete im Gegenteil 100% Empathie für Deine Einschätzung von Kritik, Achtsamkeit und Arbeit.

    Da du mich um meine genauere Einschätzung bittest, werde ich jetzt das Laufen, zu dem ich mich gerade aufmachen wollte, verschieben, deinem Text Zeit und Achtsamkeit widmen und die sprachlichen Schwächen benennen. *fasten seat belts *

    Die deutlichste Schwäche hast du ja bereits selbst geändert, daher dazu nichts weiter.

    Absatz 1:

    "Wenn ich jemanden mag, müsste ich ihn dann nicht loben, damit er sich toll fühlt?....Und wen ich doof finde, den müsste ich doch kritisieren, ..... Lob erhalten."

    Die nächsten beiden Sätze beinhalten eine Kernaussage. Ich würde ihnen einen eigenen Absatz gönnen. Ich will dir keine Formulierungsvorschläge machen, obwohl ich persönlich weniger alliterierend formulieren würde, denn das ist Gestaltungssache, es gibt da kein richtig oder falsch. Den darauffolgenden Satz jedoch würde ich mit einem Komma direkt verbinden, da es sich um einen kausalen Zusammenhang handelt: "Das nenne ich Verachtung, denn in letzter Konsequenz ..."


    Absatz 2:

    "Nur das Beste ist für mich gut genug, nur das Teuerste": das Komma macht den Satz grammatikalisch vollständig.

    "Wahrer Wert entsteht..." sagt deutlicher, was du meinst. Manchmal muss man deutlich werden, weil der Leser ja a priori nicht weiß, worauf wir seine Aufmerksamkeit lenken wollen.

    "...durch Achtsamkeit, und sei es nur...", Komma, wegen der grammatical correctness.

    "Es ist nichts als Werbung, und sie funktioniert nicht schlecht, möchte doch jeder seinen Wert steigern. Doch ist sie das, was wir wirklich brauchen? Uns selbst sollten wir als wertvoll begreifen, unseren eigenen Gedanken, Gefühlen und Äußerungen Beachtung, Zeit und Achtsamkeit schenken." gleiche Aussage, grammatikalisch vollständig.


    Absatz 3:

    "...Achtung entgegenzubringen, denn..." Komma wegen Kausalität.

    " Aber indem ich..."

    "Das Beste ist nicht bei jedem Menschen gleich gut, doch entsteht es immer unter der Bedingung aufmerksamer, konsequenter Arbeit."

    "...nicht her, weder beim Meister..."

    "Die Arbeit an einem Text beginnt bereits vor dem Schreiben, in Gedanken, und endet erst, nachdem er wieder und wieder bearbeitet wurde."

    "Arbeiten heißt ernst nehmen, den Gedanken gegenüber achtsam sein. Es bedeutet, den eigenen Gefühlen Respekt zu zollen, sie für andere nachvollziehbar zu machen, offenzulegen, zu destillieren. An meinen Gedanken zu arbeiten heißt, sie zu schleifen und zu fassen, damit sie zum Schmuckstück werden und meine Seele zieren, weil meine Gefühle es mir wert sind."

    "Kritisieren bedeutet ernst nehmen, achtsam sein, Respekt zollen, weil dein Text es mir wert ist."


    Liebe yarasa,

    puuuuh, das ist die längste Kritik, die ich je geschrieben habe. Dein Text ist es mir wert gewesen. Wenn du wirklich alles, was ich hier angeregt habe, konstruktiv mit deinem Text vergleichen möchtest, hast du jetzt genausoviel Arbeit wie ich

    So, jetzt gehe ich laufen. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie du mit meiner Kritik umgehen wirst.

    Liebe Grüße
    rosenrot
    Geändert von ~rosenrot~ (28.05.2007 um 14:08 Uhr)

  8. #8
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    Hallo rosenrot

    danke dir für das genaue, aufmerksame mitlesen.

    Einige Anregungen habe ich übernommen, wie du siehst. Andere Schwachstellen habe ich angeschaut, aber nicht ganz deinen Vorschlägen folgend umgearbeitet.
    Und anderes habe ich so stehen lassen, weil dieses Schreiben in Ellipsen auch zu meinem Stil gehört. Wenn die Sätze zu lang werden, empfinde ich sie häufig nicht mehr als stringent.
    Es ist ein Grammatikopfer, dass ich mir frech erlaube, denn ich 'weiss, was ich tue'. Es ist dann einfach ein yarasa

    LG
    yarasa
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  9. #9
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    Hallo,

    dies ist nun meiner bescheidenen Meinung nach ein anderer Text als der, den ich heute morgen vorfand. Was ihn aus meiner Sicht zu einem besseren Text macht. Der vorher von mir kritisierte anklagende Ton ist ausgemerzt.

    Nur dieser Satz ist noch nicht stimmig:

    Werbung, die nicht schlecht funktioniert, möchte doch jeder seinen Wert
    steigern.

    In jedem Fall finde ich deine Gedanken dazu interessant und sie sind es mir wert, dass ich mir dazu meine Gedanken mache!

    Lieben Gruß
    sora

  10. #10
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    Hallo yarasa,

    ich bin sehr beeindruckt von dem, was du aus dem Text gemacht hast, und dir wirklich dankbar für deinen freundschaftlich-konstruktiven Umgang mit meiner Kritik.

    Ich hatte natürlich keinesfalls erwartet, dass du jetzt alles genau 1:1 überträgst, denn schließlich ist es ein yarasa und kein rosenrot *g*, finde es einfach klasse, wie du meine Anregungen abgewogen, manchmal sinngemäß übernommen und integriert hast.

    Danke und liebe Grüße

    rosenrot
    Geändert von ~rosenrot~ (28.05.2007 um 17:45 Uhr)

  11. #11
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    Hallo yarasa
    Für ein yarasa liest es sich reichlich unüberlegt und aus dem Bauch heraus geschrieben, was im krassen Gegensatz zum Inhalt steht, indem du die „harte Arbeit am Text“ hervorhebst.
    Sprachlich geht das Ganze von Schulaufsatzniveau in Langeweile über. (sorry, aber es liest sich so interessant wie eine Waschmaschinenbeschreibung) Ich finde eine Portion Humor würde dem Ganzen gut tun.
    Inhaltlich kann ich dir in den meisten Punkten nur zustimmen. Ein reines „schön finden“ ohne näher auf Inhalte oder Besonderheiten einzugehen zeugt von Missachtung und Desinteresse und ist nicht mehr wert als schriebe man „ich habs kurz überflogen, aber es ist mir eh scheißegal“. Andererseits ist es doch offensichtlich so, dass wenn man eine ernstzunehmende Kritik möchte, einem hier nichts anderes bleibt, als um diese zu bitten, was nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Denn die angesprochenen Lobeshymnen-Grüppchen ziehen sich durch alle dotcom-Schichten, bis ganz nach oben.
    LG rbg

  12. #12
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    Hallo rbg

    Ich kann deiner Meinung hier wenig entgegenhalten, denn der Text ist nicht in fünf Minuten entstanden - dass er dich langweilt, ist schade. Hier allerdings möchte ich nicht Humor einstreuen, weil dies oft heikel auf der Schwelle zum Zynismus balanciert, und ich hier auch nicht unbedingt einen in erster Linie unterhaltsamen Text schreiben wollte.
    Ich unterstelle dir jetzt auch, dass du die Diskussion nicht gelesen hast, weil dort eigentlich zu den meisten deiner Anmerkungen schon Stellungen bezogen habe.

    Insbesonder ging es mir nicht ums Anprangern der Grüppchen, sondern um die Verletztheit über die Kritiken...

    LG
    yarasa
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  13. #13
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    Ich unterstelle dir jetzt auch, dass du die Diskussion nicht gelesen hast
    Schuldig. Ich gelobe Besserung.
    dass er dich langweilt, ist schade
    Er langweilt mich inhaltlich nicht (nur um das nochmal zu betonen) sondern in der Art der Umsetzung. Der Text ist (bis auf den Anfang) aufgebaut wie eine politische Rede und genauso staubtrocken.
    Insbesonder ging es mir nicht ums Anprangern der Grüppchen, sondern um die Verletztheit über die Kritiken...
    Ich kann das gut verstehen, dass es sehr unbefriedigend ist, auf eine detaillierte und fundierte Kritik eine pampige oder gar keine Antwort zu bekommen. Aber man kann das ja nicht pauschal auf alle übertragen. Viele sind gerne bereit eine Kritik anzunehmen und zu versuchen diese auch umzusetzen. Und wenn jemand keine (negative) Kritik vertragen kann ist das sein Problem und nicht das des Kritikers.
    Wenn keine 'Arbeit', keine Konsequenz in einem Text steckt, heisst das, dass der Autor seinen Gedanken und Gefühlen wenig Aufmerksamkeit und somit wenig Achtung entgegen bringt. Dies kann vorgängig in gedanklicher Arbeit erfolgen - oder in mehrfachem Wiederundwiederbearbeiten des Textes.
    Da stellt sich erstmal die Frage nach der Motivation ein Gedicht zu schreiben und dieses dann auch noch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Viele der oft sehr Jungen user erheben für sich ja nicht den Anspruch lyrisch hochwertige Sachen zu schreiben, sondern versuchen einfach ihre Gefühle in Worte zu fassen, was dann zu den berüchtigten Tagebuch-posts führt. Es sollte aber gerade für erfahrene Schreiber/Kritiker (wie dich z.B.) kein Problem sein, diese zu erkennen, einfach zu ignorieren und in der Versenkung verschwinden zu lassen. Denn diese erreichst du mit solch einem statement nun wirklich nicht.
    LG rbg

  14. #14
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    Was ist Humor? Überraschend bricht er hervor, man weiß nicht, warum man lacht, meist hat man gar nichts gedacht. Kann man ihn prosaisch erarbeiten, wenn sich mindestens zwei schon kritisch streiten, was Kritik ist und der Zwist sie spaltet, bist du gebügelt oder gewaschen oder gefaltet oder frei... Heute ist Freitag... da lachen die Leute am Abend beflügelt oder trabend aus Lust oder kritisieren aus Frust... doch woher kommen plötzlich die Mordgedanken? Da will einer nicht geschieden werden und bleibt selbst verschieden noch kalt, und sobald wir applaudieren ist es halt ein Gedicht, das niemand tat oder der Autor ist es nicht gewesen... Ein Säugling wird gequält und ermordet, mit Gefühl und Prosaerotik, das wird zwar gelesen... ohne Kommentar... und wenn es ein „Mea culpa“ war? Or did he his best? aus dem Vipernnest? trat es aus einem Gestirn hervor oder aus einem kranken Dichtergehirn...

    Hallo, guten Tag bitte mit scharfen Messern meine Orthographischen- und Satzzeichenausrutscher zu verbessern, nicht die erotischen aus der Mitte, es sind keine pornographischen... „Knutsch den Bierkutscher, Ri Ra Rutsch, Hopp! Da schreit er, Holpert die Kutsch über den Lutscher, Cupschi Buschi bum bum, Au weia! Heiaheia, Da knutschen sie rum...“ und die metrischen - Stopp!

    ...weil ich es mir Wert bin

    Hier kommt mir vielleicht meine Position in die Quere: Dieser Text ist sehr und
    ausschliesslich persönlich gefärbt. Meine Meinung. Meine Einstellung.
    Grosszügigkeit steht wieder auf einem anderen Blatt.
    Humor auch.

    Da dies der wohl persönlichste Text ist, merke ich, dass inhaltliche Kritik auch tiefer
    trifft.
    Da sagt der Bauch: Wer erkennt den Meister? Wer nennt wen Stift?

    Naja, vielleicht bin ich in manchen Bereichen eine recht ernsthafte Person. Ich mag
    Leute nicht, die richtig gut verlieren können. Sie nehmen das Spiel nicht ernst. Das
    nur ein Beispiel.
    Vielleicht eines zuviel? Widerspricht es sich nicht? Ich verliere richtig gut, habe auch nicht sehr viel Mut

    LG Farbkreis

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