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  1. #46
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    oh das wusste ich nicht.

    der text war bzw. ist allerdings von mir.

    das hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen.

  2. #47
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    Gut. Dann ist der Text wieder drinnen. Es hat mich schon gewundert, weil es eben kein Zitat aus dem Song von Abstrakkt war. Mein Fehler.

  3. #48
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    Thumbs up Was ein Leser in der Juice mal schrieb...

    Ich hab mal in der Juice ein schönes Statement zum Thema Rap gehört und möchte es an dieser Stelle mal einfach posten und zur Diskussion stellen; Ich finde, da steckt extrem viel Wahres drin:

    Rap: Eine Frage der Sichtweise(Leserbrief aus der Juice)
    Daran, dass man gelegentlich verständnislose Blicke erntet, wenn man sich als HipHop-Fan bezeichnet, habe ich mich bereits gewöhnt. Allerdings scheint diese Verständnislosigkeit mit zunehmendem Alter überproportional zu steigen. Wie mühselig Diskussionen mit Außenstehenden über Sinn von Rapmusik sind, weiß jeder der dies schon einmal versucht hat. Hier zu argumentieren, fällt häufig schwer, und alles mit den Grundsätzen der Zulu Nation zu begründen ist schon lange nicht mehr ausreichend. Aber warum habe ich überhaupt das Gefühl, mich für meine Liebe zu Hip Hop verteidigen zu müssen? Woran liegt das? An der Sprache und Ausdrucksweise? Den Themen? Rap hat in Deutschland bekanntermaßen ein schlechtes Image, was sicherlich an der meist negativen Außendarstellung liegt. Diese ist zum einen begründet in einem häufig falsch verstandenen Competition-Gedanken und der damit verbundenen, scheinbaren Gewaltverherrlichung. Zum anderen sieht man sich häufig mit dem Vorwurf konfrontiert, sexistisch und diskriminierend zu sein. Leider muss ich sagen, dass gerade Letzteres zumindest in einem bestimmten Sektor des deutschen Raps häufiger zutrifft, als ich mir selber eingestehen möchte. Was kann man solchen Anschuldigungen entgegnen? Diskriminierung, Sexismus und auch die Verherrlichung von Straftaten sind nicht zu rechtfertigen. Sie sind gesellschaftliche Phänomene, die sich in Raptexten widerspiegeln. Max Weber definierte einst Soziologie als „Eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will.“ Raptexte sind so gesehen die Soziologie der Jugend und der Straße. Mehr noch, sie beschreiben soziales Handeln in einer künstlerischen Art und Weise. Sie sagen bei genauer Betrachtung mehr über die Jugend und das Leben von bestimmten Bevölkerungsschichten aus, als es teuer finanzierte Studien tun, denn sie nutzen deren Sprache und Metaphern und beschreiben das Leben außerhalb von erfassbaren Kategorien. Rap ist die ungefähre Realität, ausgedrückt in Kunst und somit ein Spiegel der Gesellschaft. Er ist Wirkung und nicht Ursache. Das Gegenteil zu behaupten, ist genauso unrealistisch wie davon auszugehen, Rap hätte keinerlei Einfluss auf das Verhalten und das Wertgerüst von Jugendlichen. Weder verursacht noch löst HipHop soziale und gesellschaftliche Probleme, sondern er kanalisiert diese auf kreative Art und Weise. Aus diesem Blickwinkel heraus wird aus oberflächlichen Texten substanzielle Lyrik, die auf gesellschaftliche Missstände deutet und Probleme offen legt, ungeschönt und nicht hinter Statistiken versteckt. Wer es schafft, Rapmusik von dieser Seite zu betrachten, hat den wahren Sinn erkannt und muss sich nicht mehr verteidigen, sondern kann übergehen zum Angriff. HipHop hat zwar viel mit Gefühlen zu tun, aber das Gefühl, sich dafür rechtfertigen zu müssen, ist eindeutig fehl am Platz.
    Move on,
    Matt aka SecondPrize(aus der Juice No 134)
    Johnny Cash - Man in Black
    Well, you wonder why I always dress in black,
    Why you never see bright colors on my back,
    And why does my appearance seem to have a somber tone.
    Well, there's a reason for the things that I have on.
    Neues von mir:
    Die Hilfe , (Un)erreichbare (un)Endlichkeit, Ich will das da ha'm, Das Gute ist ultraviolett, Betrug,
    Der Mensch hat Fehler..., Rache- Punishment, Unter der Flagge verloren (gefühlt)

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