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Thema: Agaraphobie

  1. #1
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    Agaraphobie

    Lieblich klingen Mondscheinoden,
    auf dem Feld der Blümelei.
    Rosen wachsen aus dem Boden,
    Schwarzgedanken sind vorbei.

    Eingebettet überm Glücke,
    bis der Traum zusammenbricht.
    Diese Welt zerfällt in Stücke,
    Diese Welt, die gibt es nicht!

    Aufgewacht im Folterzimmer,
    wirkt ihr Leben undankbar!
    Ihre Pein und ihr Gewimmer,
    machen ihr die Wahrheit klar.

    Hunderttausend feuchte Hände
    dringen in ihr Leben ein.
    Widerhallend schrein die Wände.
    Schlimm ist es zuhaus zu sein!
    Geändert von .:[Wer]:. (18.03.2008 um 19:11 Uhr)

  2. #2
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    Aloha Benny!

    Einerseits hast du hier ein sehr düsteres Gedicht geschrieben, das sich interessant liest. Andererseits hast du einen Titel gewählt, der einen gewissen Anspruch an den Inhalt stellt, dem dieser in meinen Augen nicht vollständig gerecht wird. Vor allem die dritte Strophe und der letzte Vers des Gedichtes finde ich weniger gelungen. Sie sind zu vage, machen nicht deutlich, was da passiert. Klar kann sie paranoide Zustände haben, in denen sie Zwangsvorstellungen, die sie mit ihrer Angst konfrontieren, hat, nur entspricht das nicht ihrer dauerhaften Verfassung. Mir fehlt vermutlich ihr gestörtes Alltagsverhalten in deinen Zeilen, die Vermeidung jeglicher physischen Nähe überall. Weiterhin finde ich das beschriebene passive Opferdasein auch nicht so prickelnd, da hätte ich mir mehr Eintauchen in die kleinen Detaileindrücke gewünscht, die Stellen, an denen diese Person sich selbst in ihre Zustände hineinsteigert. Vielleicht bin ich da einfach zu minimalistisch veranlagt...

    Trotzdem eine gute Themenwahl!

    Liebe Grüße
    Wolle
    Geändert von Francine (14.11.2007 um 14:54 Uhr)
    Now, for the Poet, he nothing affirmeth, and therefore never lieth:
    for as I take it, to lie, is to affirm that to be true, which is false.

    An Apology for Poetry - Sir Philip Sidney


  3. #3
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    Hey,
    das ist lieb von dir, das du dich so rasch herangetraut hast ^^

    Jedoch ist die Sache etwas verschlungener gedacht, als du es hier hervorbrings.
    Die Sache ist diese, ich wollte ein Werk schreiben, welches durch seinen Titel ein Schemata vorgibt,
    welches jedoch im Gedicht selbst nur eine entgültige Nebenrolle (je nach Interpretation) preisgibt.
    (Der Text hat sozusagen nicht viel mit dem entgültigen Effekt zu tun, sondern mit dem Weg)
    (Und dieser Weg kann meiner Ansicht wieder verschieden gedeutet werden) (Was ich bei meinen Gedichten gerne einbaue )

    Jedoch danke für dein Kommentar und deinen "Glückwunsch" (vllt, siehst du es jetzt von einer etwas anderen Seite)

    Schönen Gruß
    Benny

  4. #4
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    Hallöchen Wer,

    so nu hab ichs 4 mal gelesen und könnts noch paar mal tun. Mir gefällt dein Gedicht wirklich sehr gut, obwohl es ja eigentlich ziemlich traurig ist. Da ich es so oft gelesen habe, muss ich einfach was dazu schreiben. Doch dazu muss ich erst mal bisschen überlegen.

    Also dann zuerst mal der Rechtschreibfehler (es sei denn ich bin mal wieder blöd^^). Wird "Boden" nicht groß geschrieben? Besonders wenn noch ein "dem" davor steht? Ich glaub schon oder? Naja.

    So dann musste ich erst mal deinen Titel nachschlagen (ja leider), d.h. also das dein LI also sie angst davor hat angefasst zu werden?!
    OK....,
    dann ist es natürlich auch klar das sie von "unendlichen Weiten" bzw. dem Feld träumt. Ich finde das du das eigentlich (jedenfalls für mich) gut ausgedrückt hast.

    Sie träumt also von der Weite vll. auch ein wenig von dem Abstand von denen die sie anfassen könnten, wovor sie ja soviel Angst hat. Aber dann merkt sie das es nur ein Traum war bzw. erwacht aus dem Traum und sieht sich wieder gefangen in ihrem Zimmer zu Hause. Dort wo sie eigentlich überall angefasst werden kann. Nicht so schön

    Sie findet sich also in der Realität wieder.


    Mh jah so ca. is das wie ich es verstanden hab...

    Also ich finds echt gut geschrieben und über dein Werk werde ich heute bestimmt noch viel nachdenken.
    Gerne gelesen.

    Lg
    DIE LIEBE IST EIN GROßER TEIL FÜR DEN SOUNDTRACK DES LEBENS
    von Windundwetter

  5. #5
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    Lieblich klingen Mondscheinoden,
    auf dem Feld der Blümelei.
    Rosen wachsen aus dem boden, warum hier Kleinschreibung?
    Schwarzgedanken sind vorbei.

    Eingebettet überm Glücke,
    bis der Traum zusammenbricht.
    Diese Welt zerfällt in Stücke,
    Diese Welt, die gibt es nicht!

    Aufgewacht im Folterzimmer,
    wirkt ihr Leben undankbar! dünkt sie das Leben undankbar (?), ansonsten wirkt - für wen?
    Ihre Pein und ihr Gewimmer,
    machen ihr die Wahrheit klar.

    Hunderttausend feuchte Hände
    dringen in ihr Leben ein.
    Wiederhallend schrein die Wände, nach "wände" einen Punkt statt Komma?
    Schlimm ist es zuhaus zu sein!
    Liebe/r Wer:

    Ja, nach Deiner hilfreichen Erklärung wirds auch viel leichter, das Gedicht sinngemäß zu interpretieren:

    Du siehst meine minimalen Anmerkungen.
    Kennt man das "Was", dann ist es ein grusliges Gedicht.
    Aber gut gemacht!

    Lieben Gruß von Cyparis
    Quos Ego! Omnia vincit Amor

  6. #6
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    Hallo Benny,

    Agaraphobie, die Angst davor, angefasst zu werden, kommt auch mir wie schon wolle77 ein wenig unpassend dargestellt vor.

    Verkrypten ist in meinen Augen immer dann vertretbar, wenn es die zu beschreibende Szenerie in nachvollziehbaren Metaphern, Analogien und Synonymen beschreibt. Hier jedoch weiß ich z.B. mit den ersten beiden Zeilen, die zwar recht nett klingen, nichts Konkretes anzufangen, denn wie ich es auch drehen und wenden mag, eine verständliche Botschaft will sich mir nicht erschließen, auch nicht im Kontext mit den Folgestrophen.

    Was soll ich mir denn unter lieblich klingenden Mondscheinoden auf dem Felde der Blümelei vorgetragen (wer beodet da wen?) vorstellen? In jedem Falle klingt S1 positiv-optimistisch, so dass man bis hierher noch nichts von Düsterem oder Traurigem registrieren kann, wie es die gewählte Rubrik verspricht.

    In S2 erfährt man den Grund dafür, nämlich, dass da jemand nur von einer heilen Welt geträumt hat, wobei ich "Glücke" als doch recht erzwungen empfinde, sprich dem Reim geschuldet.

    In S3 erwacht die Person (das "ihr" könnte sich aber auch auf eine weibliche Person beziehen) in einer imaginären Folterkammer, wobei mir das Wort "undankbar" in Z2 nicht wirklich einleuchten will, es wirkt im Gesamtkontext fast schon eher zynisch, und obwohl Pein und ihr Gewimmer dieser Person eine unspezifische Wahrheit klarzumachen scheinen, verschließt sich der wahre Grund des Leidens dem Leser immer noch, so er denn den Titel nicht gleich richtig einordnen kann, was ja durchaus möglich wäre.

    Erst in der letzten Strophe gibst du diesen bekannt, wobei man sich fragt, warum die vielen Hände feucht sein müssen, wo es doch vordergründig um Berührungsängste geht. Und da diese ja nur eingebildet sein können, handelt es sich also um eine Wahnvorstellung und nicht um Berührungsangst an sich, jedenfalls wurde ich unschlüssig, was genau beschrieben wird. Da mich auch die letzte Zeile insofern stutzig macht als sie indirekt aussagt, dass diese Angstzustände nur zu Hause auftreten, kann ich mich mit dem Ganzen nur bedingt anfreunden.

    Ich denke, dass du das Thema im Sinne eines klareren Verständnisses der Vorgänge doch etwas spezifischer hättest herausarbeiten können. Gute Ansätze dazu sind ja durchaus vorhanden.

    Liebe Grüße
    crux

  7. #7
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    Hey Benny,

    es lässt mich einfach nicht los und so muss ich mich jetzt einfach auch daran probieren (du kennst mich ja schon...es wird wahrscheinlich wieder etwas wirr...ich hoffe, du verstehst trotzdem, was ich meine ).

    Lieblich klingen Mondscheinoden,
    auf dem Feld der Blümelei. Ein Hinweis auf einen Traum oder Wunsch, der allerdings unrealistisch zu sein scheint
    Rosen wachsen aus dem Boden,
    Schwarzgedanken sind vorbei. Trotzdem verdrängt dieser Traum negative Gedanken

    Eingebettet überm Glücke,
    bis der Traum zusammenbricht. das Glück dieses Traumes bettet das LI bzw. Sie weich. Als der Traum dann (wieder?) zerbricht, ist es dafür umso härter
    Diese Welt zerfällt in Stücke,
    Diese Welt, die gibt es nicht! Zuerst wird die Traumwelt als real, aber zerbrechend gesehen, darauf realisiert Sie dann, dass es Diese Welt ja gar nicht gibt - sie also nicht real ist

    Aufgewacht im Folterzimmer,
    wirkt ihr Leben undankbar! Folterzimmer sind in diesem Fall ihre eigenen vier Wände. In denen sollte man sich sicher fühlen, da es nicht so ist -> undankbares Leben
    Ihre Pein und ihr Gewimmer,
    machen ihr die Wahrheit klar. Die Angst kehrt zurück und führen ihr das ganze Ausmaß der Realität wieder vor Augen

    Hunderttausend feuchte Hände
    dringen in ihr Leben ein. Überall sieht sie die Chance von Berührungen, sie fühlt sich somit von unzählbar vielen Händen umgeben. Die Hände sollen hier(denk ich mal) nicht reale Hände, sondern einfach diese "Berührungsgefahr" ausdrücken
    Wiederhallend schrein die Wände.
    Schlimm ist es zuhaus zu sein! Gerade zuhause, zwischen Menschen, die zur Familie gehören, ist die "Gefahr" von Berührungen für sie am größten. Fremde Menschen berühren sie wenn nur durch Zufall, zwischen vertrauten Menschen kommen Berührungen viel häufiger vor.

    So, das waren jetzt mal zwischendurch einfach meine Gedanken dazugeschrieben. Es geht hier nicht darum, die Krankheit an sich darzustellen, sondern vielmehr dieses Übergleiten aus einem Traum(der für sie gleichzeitig große Weite darstellte und Sicherheit) in die Realität. Dabei wird ihr Stück für Stück mehr klar, was ihr eigenes Leben eigentlich bedeutet. Im Prinzip der entgegengesetzte Weg wie bei einem Alptraum: man hat einen schlechten Traum, der vielleicht sehr realistisch wirkte. Dann wacht man auf und nach und nach fällt die Spannung ab und man merkt, dass es eben nur ein Traum war und dass alles in Ordnung ist. Bei ihr ist es eben umgekehrt: sie träumt von endloser Weite ohne Berührungen. Dann wacht sie auf und nach und nach realisiert sie, dass sie zuhause in ihrem Zimmer ist, dass überall Berührungen auf sie warten können.

    So würde ich es jetzt zumindest mal interpretieren

    Liebe Grüße
    Sabsi
    Wenn ein Finger zum Himmel zeigt, schaut nur ein Dummkopf den Finger an. (Die fabelhafte Welt der Amélie)

  8. #8
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    Hallo .:[Wer].: !

    Hier die Metrik:

    Lieblich klingen Mondscheinoden,
    auf dem Feld der Blümelei.
    Rosen wachsen aus dem Boden,
    Schwarzgedanken sind vorbei.

    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX

    Eingebettet überm Glücke,
    bis der Traum zusammenbricht.
    Diese Welt zerfällt in Stücke,
    Diese Welt, die gibt es nicht!

    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX

    Aufgewacht im Folterzimmer,
    wirkt ihr Leben undankbar!
    Ihre Pein und ihr Gewimmer,
    machen ihr die Wahrheit klar.

    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX


    Hunderttausend feuchte Hände
    dringen in ihr Leben ein.
    Wiederhallend schrein die Wände.
    Schlimm ist es zuhaus zu sein!

    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX



    Also, deine vier Strophen im durchgängigen 5 - hebigen Jambus bzw. im 4 - hebigen Jambus mit männlicher Kadenz gefallen mir vollzüglichst! Ich finde, du hast dieses Thema gut aufgegriffen und besonders kompetent umgesetzt; auch und wegen diesem mysteriösen Touch! Ansonsten kann ich nicht viel hinzufügen.


    Grüße vom Fluss!
    Willst du immer weiter schweifen?
    Sieh, das Gute liegt so nah.
    Lerne nur das Glück ergreifen,
    Denn das Glück ist immer da.


    -Johann Wolfgang von Goethe-

  9. #9
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    Hallo Wer,

    auch mir gefällt dein Gedicht (besonders S2Z3Z4) - das hätte ich aber im stillen für mich behalten, weil schon viel dazu gesagt wurde und ich nicht noch in ein beherztes: "Alles in allem schließe ich mich den Worten meines Vorredners (Anmerkung: Zur Vereinfachung und Verschlankung des Textes wurde explizit auf die weibliche Form verzichtet, wir bitten um Verständnis ) an" einstimmen wollte.

    Ein was muss ich dir aber noch mitteilen: Schreibt man Widerhall nicht ohne e?

    LG JamZee

    Edit: Der Duden sagt mir ohne e...nach relevanten Wörtern googlen ist auch meine erste Wahl, aber Vorraussage ist dort auch sehr beliebt
    Geändert von Jamzee (16.11.2007 um 08:50 Uhr)

  10. #10
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    Puh, da hab ich aber viel zu beantworten, das bin ich ja garnicht gewöhnt

    Also von vorne nach hinten:

    Zitat Zitat von Feuerblüte
    so nu hab ichs 4 mal gelesen und könnts noch paar mal tun. Mir gefällt dein Gedicht wirklich sehr gut, obwohl es ja eigentlich ziemlich traurig ist.
    Vielen vielen Dank Die Fehler sind auch sogut wie verbessert :P ^^

    Deine Interpretation finde ich auch schön, in ein paar deiner Gedanken ist mein eigentlicher Gedanke auch gefunden

    Zitat Zitat von Cyparis
    dünkt sie das Leben undankbar (?), ansonsten wirkt - für wen?
    Öh ich hoffe, ich beantworte die Frage nun richtig ^^ (bin mir da nicht so sicher ) das Leben ist nicht nur gedacht undankbar, es ist so für sie
    Aber auch dir ein Dankeschön

    Zitat Zitat von crux
    Was soll ich mir denn unter lieblich klingenden Mondscheinoden auf dem Felde der Blümelei vorgetragen (wer beodet da wen?) vorstellen? In jedem Falle klingt S1 positiv-optimistisch, so dass man bis hierher noch nichts von Düsterem oder Traurigem registrieren kann, wie es die gewählte Rubrik verspricht.
    Hmmm... schade, das es dir nicht gefallen hat, also:

    Wer beodet da wen: "Eigentlich beodet die scheinbare Traumwelt sich selbst in diesem Punkt denn sie ist ein wichtiger Punkt des Gedichtes"
    S1 soll positiv-optimistisch wirken, sogar sehr, denn so wirkt der Umbruch von S2 stärker.

    Zitat Zitat von crux
    In S2 erfährt man den Grund dafür, nämlich, dass da jemand nur von einer heilen Welt geträumt hat, wobei ich "Glücke" als doch recht erzwungen empfinde, sprich dem Reim geschuldet.
    das mit dem Glücke war sogar geplant ^^ Ich lese gerade Macbeth, davor Romeo und Julia und davor Faust Ich liebe diese Sprachform

    das "ihr" könnte sich aber auch auf eine weibliche Person beziehen
    das Ihr bezieht sich sogar genau auf eine weibliche Person , welche in dieser Strophe erst einbezogen wird (auch die fehlende erwähnung, was mit ihr ist oder wer sie ist, ist extra so gewählt)

    Zitat Zitat von crux
    wobei man sich fragt, warum die vielen Hände feucht sein müssen, wo es doch vordergründig um Berührungsängste geht. Und da diese ja nur eingebildet sein können, handelt es sich also um eine Wahnvorstellung und nicht um Berührungsangst an sich, jedenfalls wurde ich unschlüssig, was genau beschrieben wird.
    du hast genau in die falsche richtung gedeutet. Es geht Hintergründig um Berührungsängste ^^ Berührungsangst ist das was am Ende meines Gedichtes herauskommt. Wie ich schon sagte:
    Zitat Zitat von Wer
    (Der Text hat sozusagen nicht viel mit dem entgültigen Effekt zu tun, sondern mit dem Weg)
    Zitat Zitat von ***sabsi***
    sie träumt von endloser Weite ohne Berührungen. Dann wacht sie auf und nach und nach realisiert sie, dass sie zuhause in ihrem Zimmer ist,
    Hey

    Danke für die Interpretation, auch diese ist an sich stimmig, da hier wieder mehrere Interpretationen passend sind.
    Der oben gequotete Part ist zumal auch wieder mit meinem Hauptgedanken stimmg

    Zitat Zitat von Fluss
    Also, deine vier Strophen im durchgängigen 5 - hebigen Jambus bzw. im 4 - hebigen Jambus mit männlicher Kadenz gefallen mir vollzüglichst! Ich finde, du hast dieses Thema gut aufgegriffen und besonders kompetent umgesetzt; auch und wegen diesem mysteriösen Touch! Ansonsten kann ich nicht viel hinzufügen.
    Also dazu ist nicht viel zu sagen, ausser: Daaaanke das freut mich.

    Zitat Zitat von Jamzee
    Ein was muss ich dir aber noch mitteilen: Schreibt man Widerhall nicht ohne e?
    Auch dir ein Danke
    Bin mir da nicht sicher, wenn ich danach google wird es einmal mit "ie" und einmal ohne als richtig angesehen ^^

    Nochmals allen ein großes Danke

    Ich lasse das jetzt mal Interpretationslos stehen, da ich vllt noch auf ein oder 2 Versuche hoffe (welche warscheinlich nicht kommen) (wie immer, wenn ich sowas hoffe -_- ) Ich denke mal, das ich den Ein oder Anderen Tip gegeben habe.

    Wenn beizeiten keine kommt (gleich mal vorwarn, ihr mods :P ) werde ich hier einen doppelpoost wagen, der nicht zum hochpushen gedacht ist, sondern einfach um die Interpretation preiß zu geben. *jedoch hoffe ich noch auf ein paar posts :P*

  11. #11
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    Hi Du,

    ob die Angst des Titels wirklich passend und ausreichend dargestellt ist kann ich nicht sagen. Betroffene werden das wissen. Sehr stark allerdings ist Strope 2! Grundsätzlich hast Du das Thema Ängste hier in einer sehr guten Form verdichtet. Ich habe auch vor vielen Monaten 2 Texte verfasst die Du, die Angst und Opferhingabe hießen. Beide haben Ählichkeiten mit Deinen Ansätzen hier und erinnern mich daran.

    Sehr gern gelesen.

    Gruß Stefan

  12. #12
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    Guten Morgen,

    lediglich ein schneller Einwurf: Widerhall = Etwas hallt wider, also zurück = Echo. Wiederhall = etwas hallt immer wieder, also öfter. Das zweite ist also wohl eher nicht das von dir gewünschte.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  13. #13
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    Hey Benny,

    nun ja, dann will ich mich doch mal daran wagen. Wobei ich sagen muss das ich dieses Gedicht schon sehr oft gelesen habe und es immer wieder auf mich wirken lasse.

    Mir scheint als wäre es der Weg der Träume.. ein weg zwischen den Realen Leben und der Traumwelt. Ein bestimmter Weg den man nur aus eigener Kraft gehen kann......
    Das "ihr" bezieht sich auf eine "Sie", wobei es völlig irrelevant ist wer "Sie" nun ist. Zumindest ist es hier völlig im dunklen und da macht es zumindest so sehe ich es auf seine art mysteriösen.. zumindest hat es davon einen leichten Touch.

    Hm... Berührungsängste aber nicht in der Traumwelt...nein in der Traumwelt scheint sie glücklich zu sein, was ich aus der ersten Strohe schließe.


    Lieblich klingen Mondscheinoden,
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    Schwarzgedanken sind vorbei.

    Alleine das Wort Schwarzgedanken, ist dir sehr gut gelungen. Wobei man die Farbe „Schwarz“ oder/und alleine das Wort „ Schwarzgedanken“. aber auch mit der Ungewissheit in Verbingung bringen kann . Und genau diese Gedanken verlieren ihr Kraft.
    Sie lässt ihre Ängste/ Dunkelgedanken in der Traumwelt los und ist für ein Moment frei ohne jegliche Berührungsängste.


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    Diese Welt, die gibt es nicht!

    Sie ist von Glück umgeben- glück könnte man auch die Liebe mit meinen, weil man ja auch sagen könnte Goldenes Glück. Doch das wäre dann m.M nach vielleicht zu offensichtlich. Aber mit dem Glück könnte man auch meinen das es einfach darum geht.. dieses Art Gefangenschaft, was sie Anscheinend im Realenleben auf ihrer Weis ist in der Traumwelt verliert- eben Freiheit...
    Doch genau diese Welt zerbricht, die Traumwelt bricht zusammen, sobald sie die Augen öffnet und das Reale leben sieht und ihr bewusst wird, es dieses Glück, was sie sich erhofft wünscht nur in ihrer sogenannten Traumwelt gibt.


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    machen ihr die Wahrheit klar.

    Hier wird es m.E klar das es um ihre eigens Leben geht. Sie ist gefangen aber nicht so wie man es vermuten mag. Es scheint als hätte sie ein Kampf mit sich selber. Ein Zwiespalt in ihr...
    Pein , Gewimmer... ihre wird die Wahrheit wie das wirkliche Leben ist klar gemacht , was sie innerlich spürt.


    Hunderttausend feuchte Hände
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    Schlimm ist es zuhaus zu sein!

    Mit Hunderttausend Hände könne man die Umgebung meinen. Also vielleicht auch die Gesellschaft.
    Sie gegen das auf einer Art Leben vor.
    Doch mit „Wiederhallend schrein die Wände.“ Sehe ich zumindest das sie innerlich alles dagegen wert!
    Die Mauern , was ich aus die Wände schließe müssen durchbrochen werde. Aber das kann nur sie alleine. Das muss aus ihre kommen.


    So gesehen beschreibt es ein Weg , den sie gehen muss um all dieses Berührungsängste los zu lassen, die Mauern/ Wände zu durchbrechen, zu sich selber zu stehen.

    Das waren erst mal (so) meine Gedanken zu deinem Traurigen/ Düstern Werk.
    Es kann gut sein das ich mir zuviel Gedanken gemacht habe –passiert mir sehr oft... Wobei mir noch mehr durch den Kopf geht, wie man es Interpretieren könnte.

    Zu den Werk ansonsten kann ich nur sagen das es mir obwohl es sehr düster ist und einen auf einer bestimmten Art auch eine Gänsehaut bereiten kann, sehr gut gefällt.
    Die Reime, nun ja damit habe ich selber nicht so viel am Hut. Aber sie lassen sich sehr schön lesen.

    Gerne gelesen und Kommentiert!

    Liebe Grüße,
    Blue Angel

  14. #14
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    Und nochmal ich: auch diese Zeilen von Dir sind wieder sehr düster. Schöne Zeilen aber wieder sooo traurig...

    Angst davor, sich berühren zu lassen - etwas schlimmeres kann ich mir im Moment nicht vorstellen.
    ... Es ist nicht leicht, aus Gedichten Neuigkeiten zu erfahren, und doch sterben täglich Menschen kläglich an einem Mangel dessen, was dort zu finden ist. - William Carlos Williams

    Heute schon Zeit für Rosen und Jasmin gehabt?
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  15. #15
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    Hey,

    vielen Dank ihr alle *lächel*

    Hatte die Hoffnung auf Comments schon aufgegeben

    Zitat Zitat von Ensimismado
    lediglich ein schneller Einwurf: Widerhall = Etwas hallt wider, also zurück = Echo. Wiederhall = etwas hallt immer wieder, also öfter. Das zweite ist also wohl eher nicht das von dir gewünschte.
    Öhm... ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher. was ich genau antworten soll, aber ich hatte schon Wiederhall (also ein sich reflektirendes Hallen) gemeint. Oo

    Schönste Grüße
    Benny

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