1. #1
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    Petes erste Liebe

    Pete lernte Markus kennen, den wunderbarsten Jungen den man sich vorstellen kann, traumhafte blaue Augen in denen Pete so richtig versinken konnte und auch sonst war er ganz Petes Traumtyp. Egal wie unverstanden sich Pete von den anderen fühlte, Markus verstand ihn, egal wie schlecht es Pete auch ging, Markus hielt zu ihm. Sie waren die besten Freunde und unzertrennlich. Sie unternahmen alles gemeinsam, gingen oft gemeinsam im Meer schwimmen und legten sich nachher erschöpft nebeneinander an den Strand. Wen Pete Markus so neben sich liegen sah, fühlte er sich glücklich wie nie, er merkte dass Markus für ihn mehr als nur ein "Freund" war, aber immer wenn er es Markus sagen wollte brachen ihm die Worte ab.
    Eines Tages, als sie wieder mal ans Meer baden gehen wollten, merkten sie das sie die Badehosen daheim liegenlassen haben. Pete wollte zurückgehen um sie zu holen, aber Markus sagte ihm ohne sei es doch viel schöner und so gingen sie halt ohne rein. Pete sah sich Markus immer wieder an, so etwas wie Markus wird's kein zweites Mal geben dachte er, hielt es einfach nicht mehr aus und nahm allen Mut zusammen umarmte Markus und drückte ihn ganz fest an sich. Eine Weile blieben sie so stehen, doch dann begann sich Markus wegzudrücken und Pete machte sich Vorwürfe das er einen Fehler gemacht hat und nun die Freundschaft mit Markus vorbei sei. Doch dann passierte etwas woran sich Pete immer erinnern wird, Markus beugte sich vor und Ihre Lippen berührten sich. Ein unglaubliches Glücksgefühl durchfuhr Pete, der Kuss dauerte eine halbe Ewigkeit, doch für Pete war das noch viel zu kurz. Markus schaute Pete ganz tief in die Augen, nahm ihn an der Hand und gemeinsam gingen sie an den Strand wo sie sich liebten und nachher in einer tiefen Umarmung einschliefen.
    Am nächstem Tag wachte Pete als erster auf, die Sonne schien schon sehr hell und er musste blinzeln, nach einem kurzem Moment begann er undeutliche Gestalten im grellen Licht zu erkennen, seine Klassenkameraden die ihn ganz dumm anschauten. Da kamm ihm die Errinnerung an den letzten Tag wieder und er weckte Markus der noch in seinen Armen lag auf. Pete störte sich gar nicht an den Jungs die ihn so anstarrten, er fühlte sich momentan einfach zu glücklich und nahm sie gar nicht richtig wahr. Markus war nun wach und blinzelte, als er nach einem kurzem Moment wahrnahm was passiert war, schämte er sich, zog schnell seine Sachen an und rannte weg.
    Pete blieb allein am Strand zurück und nahm gar nicht wahr wie ihn alle aufzogen, er hatte seine Gedanken einfach zu sehr bei Markus. "Jetz wo es alle wissen, werd ich ihn überhaupt mal wiedersehn?", fragte er sich.
    In der Schule passte er überhaupt nicht mehr auf, er musste nur noch an Markus denken. Doch zwei Tage nachdem er Markus das letzte Mal gesehen hat, fand er einen Zettel unter seinem Pult, es war Markus Handschrift. "Komm heute um halb 7 zur Klippe, ich kann einfach nicht mehr ohne dich sein, Markus"
    Es war schon 18:20 als es Pete endlich geschafft hatte sich aus dem Haus zu schleichen, er rannte den weg hinauf zur Klippe, den er wollte auf keinen fall zu spät sein. Endlich oben angekommen, sah er Markus und in ihm stieg wieder dieses Gefühl des Glücks empor. Er umarmte Markus, sie küssten sich und wollten sich einfach nur noch gegenseitig spüren. Nachher lagen sie noch sehr lang da, schauten sich gegenseitig in die Augen und konnten einfach nichts mehr sagen.
    Pete streichelte gerade über den Körper von Markus, als er plötzlich von weither eine Stimme seinen Namen rufen hörte. Plötzlich wachte er auf, hatte er nur geträumt?
    Er schaute sich um und lächelte wieder. Pete war neben ihm und sagte es sei schon hell, sie sollten besser jetzt nach Hause gehen.
    Sie traffen sich noch viele weiter Male auf der Klippe, immer um halb sieben. Diese Zeiten mit Markus waren immer wunderschön und an ihnen konnte sich Pete festhalten wenn er wieder mal in der schule runtergemacht wurde. Pete und Markus wurden nämlich in der schule nur noch fertiggemacht weil alle von dem Tag am Strand wussten, wo sie sich nackt umarmend gefunden wurden.
    Es begann Pete immer schlechter zu gehen, doch er hielt durch, denn seine Liebe zu Markus war grösser als alles andere.
    Doch das sollte Markus nicht reichen, eines Tages als Pete am Strand war, hörte er einen Schrei, es war Markus Stimme! Pete konnte sich nicht mehr bewegen, das was er dachte lies ihn innerlich zusammenfallen.
    Als er sich wieder gefasst hatte schaute er sich um und sah eine Gruppe von Menschen in der Nähe der Klippen stehn, er rannte hin und genau das was er dachte war geschehen, Markus war von den Klippen gesprungen. ein Arzt beugte sich über den leblos wirkenden Körper von Markus, er prüfte den Puls. Pete sah ihn fragend an, der Arzt schüttelte den Kopf.
    Pete rannte los, er war wütend, wütend auf all seine Klassenkameraden, sie waren schuld, ohne sie würde Markus noch leben. Als er welche von ihnen sah, wollte er sie verhauen, doch er wusste das würde ihm Markus auch nicht wiederbringen und er hatte nur noch einen Gedanken im Kopf. Heulend lief er zu den Klippen hinauf, sein Bruder schrie ihm noch nach, aber Pete achtete nicht darauf. Er hatte die Klippen erreicht und schaute sich um, es war ein wunderschöner Abend, so wie einer von denen die er mit Markus hier oben verbracht hatte Eine Träne lief ihm über die Wange, sollte dies nun wirklich alles vorbei sein?
    Pete hatte den Entschluss gefasst, er wollte wieder bei Markus sein, er zählte bis drei "1...2...3" und stiess sich ab. Ein Freudenschrei und alles war vorbei.

    [Geändert durch Lumino am 30-07-2001 um 23:41]
    "Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume!"

  2. #2
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    Thumbs up

    Ist zwar eine der Geschichten, die man immer mal wieder liest, aber sehr schön dargestellt. Musste ich lächeln oder eine Träne unterdrücken? Ein melancholisches Lächeln.

    mfg
    Poetna

  3. #3
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    Danke dir...

    Eine wahre und dennoch unwahre Geschichte.
    "Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume!"

  4. #4
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    Das ist echt schön,was du da geschrieben hast. Hast du dir das ausgedacht oder schon so eine ähnliche Situation erlebt?
    Ich find es so schlimm,dass homosexualität, vorallem bei Männern, immer noch nicht recht akzeptiert wird. Ich denke,dass sollte auch aus dem Text hervorgehen. Oder? Aber die Geschichte ist wirklich schön. *LOB*

  5. #5
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    @Wüstenblume

    Hi,
    klar ist es krass wenn man aufgrund seiner homosexuellen Neigung noch immer nicht voll akzeptiert ist, aber ist es nicht so, dass Homosexualität bei Männern mehr akzeptiert ist als bei Frauen? Es ist doch in bestimmten Bereichen (z.B. Medien) doch schon IN für Männer, schwul zu sein. Küssen sich aber zwei Frauen ist das noch für mehr Menschen unangenehm. Lies' doch mal ein Buch, oder sieh Dir ein paar Serien im TV an. Wieviele Schwulenpäärchen siehst Du und wieviele Lesben? Marienehof, und dann? Ebbe auf weiter Flur. Viele schwule Männer haben einen weiblichen Touch, aber das ist doch süß, und vor allem nicht alle. Lesbische Frauen dagegen sind ausschließlich männlich, nicht hübsch und verstecken ihre Weiblichkeit. Ist es nicht so bezüglich der Vorurteile? Aber die Wirklichkeit sieht nicht so aus, was natürlich wieder keiner wahrhaben will. Frauen die Homosexuell sind trauen sich aufgrund dieser Fakten nur oft nicht ihr Sexualleben auszuleben.

    Fazit: Homosexualität ist bei Männern mehr annerkannt als bei Frauen!

    mfg
    Poetna

    [Geändert durch Poetna am 27-02-2002 um 08:07]

  6. #6
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    Da muß ich Poetna recht geben. Besonders wundern tut mich dieses Unverständnis homosexuellen Frauen gebenbüber, weil "beste Freundinnen" sich überall Küsschen geben dürfen, Händchen halten etc. Lesben dagegen sind Tabu-Thema
    Cavete-Late-Night-Lesen, die Lesebühne in Marburg an der Lahn, immer am ersten Mitwoch des Monats.
    Wer bei uns auftreten möchte melde sich mit Textprobe per e-mail bei mir.

    Gesammelte Werke

  7. #7
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    @ Poetna
    Das stimmt allerdings. Warum eigentlich? Ich denke wenn du das einen Fragst,kann er dir auch nicht sagen,warum. Ich kann aber sagen dass ich das auch süß finde wenn ich ein schwules Pärchen sehe. Ein Lesbisches hab ich noch nioe gesehen,komisch eigentlich. Ich denke nämlich,dass die sich auch mehr zurück halten,eben weil sie nicht wirklich respektiert werden. Oder? Ich find das cool,wenn Pärchen jeder Art ihre Liebe auch öffentlich machen und nicht so im Hinterstübchen. Klar gibt es Leute die es übertreiben,dennoch finde ich jeder kann lieben wen er will. Oder?

    Grüße wuestenblume

  8. #8
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    editiert

    [Geändert durch Lumino am 01-03-2002 um 20:09]
    "Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume!"

  9. #9
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    Ursprünglich eingetragen von wuestenblume
    Das ist echt schön,was du da geschrieben hast. Hast du dir das ausgedacht oder schon so eine ähnliche Situation erlebt?
    Ich find es so schlimm,dass homosexualität, vorallem bei Männern, immer noch nicht recht akzeptiert wird. Ich denke,dass sollte auch aus dem Text hervorgehen. Oder? Aber die Geschichte ist wirklich schön. *LOB*
    Diese Situation habe ich durchlebt und dennoch nicht. Sagen dir imaginäre Welten etwas? Kannst auch mehr dazu auf meiner HP nachlesen wenn du willst: http://www.geocities.com/dunehk/filmriss/home.html

    Aber jetzt zuerst einmal danke für dein Lob und den Rest.

    Ich habe diese Story eigentlich nicht aus dem Grund geschrieben (Ablehnung) aber es könnte durchaus mitgeschwungen sein, jedoch unbeabsichtigt.

    Liebe Grüsse, Lumino
    "Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume!"

  10. #10
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    @ poetna

    Viel mehr als das du recht hast will ich auch nicht sagen, ich finde es ebenfalls sehr schade, aber der Mensch hat halt von Grund auf eine Ablehnung gegen alles fremdartige.

    Und genau darin liegt wohl auch der Grund wieso Lesben nicht so akzeptiert werden. Schwule werden viel mehr in die öffentlichkeit gedrängt da es wenn mann mit seinem Freund Händchen hält oder auch ihn küsst sofort klar ist dass mann schwul ist, bei Frauen ist das eben nicht so.

    Ich meine damit: Weil Lesben halt nicht so präsent sind wie Schwule akzeptiert man es auch nicht so schnell als normal. Die Zahl offen lebender Lesben beträgt übrigens nur etwa die Hälfte der Zahl offen lebender Schwule.

    Meiner Theorie nach würde die Akzeptanz von Lesben also wachsen wenn sich viele öffentlich (ich meine damit nicht ein "Indiezeitungsetzen o.ä.) outen würden.

    Aber das ist sicherlich hart, ich hatte zwar wenige Probleme mit meinem Outing (was wohl stark an meinen Eltern liegt) aber ich kenne da genug Geschichten.

    Übrigens: Wenns erlaubt ist ein wenig Werbung anzubringen, http://www.nickstories.de ist eine sehr gute Seite mit Storys rund um die schwule Liebe und unsere weibliche Leserschaft (bisher haben sich nur zwei geoutet , wär sicher froh um Zuwachs.

    Zum Schluss noch liebe Grüsse an euch alle. Kuss, Lumino
    "Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume!"

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