1. #1
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    Undeutbare Gefühle - Was ist nur mit mir los?

    Ich hab' feuchte Augen
    Tränen laufen über meine Wangen
    Ich schreie innerlich
    Doch wonach verlangt mein Herz?
    Ist es Liebe?
    Oder nur einfache Zuneigung?
    Ich ziehe mich zurück in meine Welt
    Doch ist mein Kopf vollkommen von Gedanken befreit
    Meine Gefühle überkommen mich
    Und nach außen hin ist nichts sichtbar
    Nichts als pure Abwesenheit
    Alles scheint keinen wirklichen Sinn zu machen
    Nur kleine winzige Dinge halten mich grad noch über Wasser
    Bevor ich ganz und gar abtauche
    Es sind die Erinnerungen
    Die schönen Momente
    Die Menschen,denen ich mein Herz geschenkt hab'
    Vor meinen Augen und in meinen Gedanken
    Spielt sich immer wieder derselbe Film ab
    Aber er ist nicht zu deuten
    Was versucht er mir nur zu vermitteln?
    Ist es vielleicht mein letztes bisschen Hoffnung?
    Warum ist plötzlich alles so anders?
    Ich versteh' die Welt nicht mehr
    Und das Schlimmste
    Ich versteh' mich nicht einmal selbst
    Ständige Gefühlsschwankungen begleiten mich
    Ich hab' Angst mich nicht mehr kontrollieren zu können
    Werde ich vielleicht überhand über mich selbst nehmen?
    Und was ist,wenn das geschieht?
    Soll mein Leben auf dem Kopf stehen und alles sich verändern?
    Oder ist es wieder einmal eine dieserPrüfungen?
    Schmerz und Leid sollen einen stärken
    Doch ich klammere mich nur noch an einem kleinen Zweig
    Er ist leicht zerbrechlich
    Wird er mich in der Not halten können?
    Oder wird er selbst überfordert sein?
    Wenn ich dem entgegenblicke,was mich so schwächt
    Sehe ich immer wieder die Gesichter meiner Freunde
    Und muss weinen
    Wenn ich nur einen von ihnen verlieren würde
    Würde ein großer Teil von mir mit ihnen gehen
    Mein Herz würde vor Kummer und Schmerz noch mehr bluten
    Löcher würden entstehen
    Aber ich weiß nicht,ob ich sie wieder flicken könnte
    Ich spür' mich selbst nicht mehr
    Was ist nur mit mir los?
    Mit einer Kindheit voll Liebe
    kann man ein halbes Leben
    hindurch die
    kalte Welt aushalten.
    (Jean Paul)

    Hoffnung
    ist nich die Überzeugung,
    dass etwas gut ausgeht,
    sondern die Gewissheit,
    dass etwas Sinn hat,
    egal wie es
    ausgeht.
    (Vaclav Havel)

  2. #2
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    Tja, erdnuckel - was ist nur mit Dir los? Eines vorweg: verständlich ist Dein Thema sicherlich. Und auf jeden Fall auch glaubwürdig; das von Dir geschilderte Gefühlsdilemma hat wohl jeder schon einmal kennengelernt. Aber dann die Form! Warum versuchst Du nicht, deine Zweifel in Reime zu bändigen und deine Fragen auf ideale Zeilenlänge zu stutzen? Deine Gedanken sind nachvollziehar, werden aber fahrig und ungeordnet vorgetragen. Gerade bei der Länge Deiner Ausführungen täte ein wenig Struktur durchaus gut. Aufräumen würde hier lohnen - und vielleicht auch zu einer Antwort auf Deine Titelfrage führen. Es gibt bestimmt eine. Sie ist nur irgendwo im Dickicht der Sätze verloren gegangen.

    Form kann Dein Freund sein.
    Brecher
    "Und ein Gedicht ohne Form kann niemals ein Meisterwerk sein." - (Kuscheltraene)

  3. #3
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    Ideal sicher nicht, Expulsor. Ein Prosatext erscheint mir igendwie angemessener, obwohl ich den hier ja bereits teils sehe.

  4. #4
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    Ehmmm...Reime hab ich absichtlich nicht verwendet,da das keine Pflicht bei Gedichten ist...die Form und Zeilenlänge ist vielleicht etwas außergewöhnlich und kommt auch relativ selten vor,aber ist nicht von Grund auf verkehrt,denk ich zumindest.Kurt Heynicke hatte auch nie so wirklich die perfekte Zeilenlänge,die absolut geordnet aussieht(siehe Kurt Heynicke - Freundschaft).Ich werd versuchen etwas mehr darauf zu achten,aber meinen Text werd ich net unbedingt davon abhängig machen,weil dadurch gibt das einen Eindruck als wäre es nicht mehr frei heraus gekommen.Die allgemeine Unordnung liegt sehr wahrscheinlich daran das mir zu dem Zeitpunkt zu viel durch den Kopf geschossen ist,was ich net sortieren konnt.Werd versuchen dem Ganzen noch einen Schliff zu geben.Der Inhalt ist vielleicht etwas missverständlich zum Teil,denn irgendwie verstehen viele immer etwas anderes darunter.Manche denken es geht um einen Kerl oder ein Mädel,dass mir das Herz gebrochen hat.Für diesen Text sind viele Dinge jedoch ausschlaggebend...und es geht viel mehr um Selbstmordgedanken als um eine Liebesgeschichte die gescheitert ist.Danke jedoch für die Hinweise,ich werd sie bestimmt berücksichtigen...
    Mit einer Kindheit voll Liebe
    kann man ein halbes Leben
    hindurch die
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    (Jean Paul)

    Hoffnung
    ist nich die Überzeugung,
    dass etwas gut ausgeht,
    sondern die Gewissheit,
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    (Vaclav Havel)

  5. #5
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    "Reime hab ich absichtlich nicht verwendet,da das keine Pflicht bei Gedichten ist..." (Zitat Nuckel)


    Mein lieber Nuckel,

    mir scheint, Du hast hier in den letzten Tagen nicht sonderlich gut aufgepasst und ebenso wenig dazugelernt. Reime sind sehr wohl Pflich für ein gutes Gedicht, wenn man zumindest eine 2 oder 3 haben möchte.

    Da es sich bei Deinem Werk aber ohnehin nicht um ein erkennbares Gedicht handelt (keine Kritik, hier ist jeder Beitrag willkommen, auch in der Plauderecke!) trifft hier wohl ohnehin nur ein "Thema verfehlt" den Nagel auf den Kopf.

    Den Inhalt finde ich übrigens super!


  6. #6
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    Die sympathischste Definition dessen, was ein Gedicht sei, findet sich in Conradys "Großem deutschen Gedichtbuch", genauer in der zweiten revidierten Auflage von 1993:

    "Zur Lyrik gehören alle Gedichte, und Gedichte sind sprachliche Äußerungen in einer speziellen Schreibweise. Sie unterscheiden sich durch die besondere Anordnung der Schriftzeichen von anderen Schreibweisen, und zwar durch die Abteilung der Verse, wofür bei der "visuellen Poesie" die Bildgestaltung mit den Mitteln des (nicht immer nur) sprachlichen Materials und der Schrift eintritt. Der Reim ist für die Lyrik kein entscheidendes Merkmal. ... Der Autor entscheidet durch seine Wahl der Anordnung des Textes, ob er ihn als "Gedicht", als "Lyrik" ansieht und angesehen haben will."



    Gedichte

    Gedichte können als dichte und außergewöhnliche Erzählkunst definiert werden, die durch die Verwendung von Elementen wie sprachliche Bedeutung, Ton und Rythmus Gefühle, Gedanken oder auch Ereignisse ausdrücken. Da das Gedicht das älteste und die ureigenste Erzählweise der Menschheit ist, wurden viele verschiedene Definitionen hervorgebracht, aber keine dieser Definitionen konnte diesen Begriff genau erklären. Als gebräuchlichste Definition wird folgende angesehen: Das Gedicht ist das Gegenteil der Prosa. Man kann auch so sagen, dass das Gedicht Gefühle und Gedanken mit einer Tonharmonie, einem für das Ohr wohlklingendem Vers, ausdrückt, was die Prosa in dem Ausmaß nicht vermag. Diese Definition beinhaltet allerdings auch die Versdichtung (manzume). Der Unterschied dieser beiden Dichtungsarten ist, dass die Versdichtung oberflächlich und gewöhnlich ist, das Gedicht jedoch Tiefe und Dichte trägt. Seit Jahrhunderten wird das Versmaß und das Reimschema als jenes Element, das den Unterschied hervorhebt, akzeptiert. Natürlich werden Gedichte nicht nur mit Versmaß und Reimschema geschrieben. Besonders im 20. Jahrhundert kann man sehen, dass sehr wertvolle Gedichte ohne diese Elemente hervorgebracht wurden. Und damit ist auch die Frage aufgetaucht, wo denn nun Prosa endet und das Gedicht beginnt. In der Prosa wird die Sprache nur zum Zweck der Weiterleitung von Information verwendet. Nach der Weiterleitung dieser Information haben die Wörter keine Bedeutung mehr. Im Gedicht dagegen konzentriert man sich ebenso wie auf die Betonung und Weitervermittlung der Information als auch auf das einzelne Wort. Man kann also sagen, dass es im Gedicht wichtiger ist, wie man etwas sagt, als was man sagt.



    Und was lernen wir darauß?*fg*Reime sind net Pflicht in einem Gedicht...vielleicht ist mein Text eher Prosa,aber man kann in vielen Büchern nachlesen,dass Reime net notwenig sind im Gedicht...*fg*



    Mit einer Kindheit voll Liebe
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  7. #7
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    Tja, das habe ich gestern auch gelesen und kann nur noch meine Signatur hinzufügen...

    Aber was bedeuten schon die Ansichten eines Professors für Deutsche Literatur in dem absoluten Standardwerk des Fachs...

    es grüßt
    kurushio



    [Geändert durch kurushio am 03-02-2003 um 15:55]
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  8. #8
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    Ich denk das muss jeder für sich selbst wissen,aber ich vertrete die Meinung zum größten Teil,denn Gedichte sind für mich einfach der Ausdruck von Gefühlen auf einer höheren Ebene,die keine bestimmtes System hat.
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  9. #9
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    Hujujuj.. wie ich sehe interessieren sich hier fast alle um Reim, Prosa und die ganzen sachen.. ok das ist auch wichtig... aber als ich dein Gedicht gelesen habe .. habe ich nicht mehr nachgedacht ob er Prosa .. gereimt oder was auch immer ist... der Sinn des Gedichtes hat mich reingezogen..das was du uns mitteilen möchtest wolltest mit deinem Werk.... hm.... ja es gibt momente im Leben wo man sich so schrecklich schwach fühlt... man bekommt angst..und das alles ... aber genau jetzt muss man tief durch atmen ... ausweinen ... raus gehen in die Natur.... einfach allein für sich sein.... .... C'est la vie
    Vergiss nie das dein Leben Wertvoll ist...

  10. #10
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    Danke...freut mich das es wenigstens einen bissle "beeindruckt" hat...werd bestimmt auf deinen Ratschlag hörn...danke
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  11. #11
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    Hab a bissle rumgebastelt*ggg*...

    Feuchte Augen
    Tränen
    Wangen hinunter
    Innerliche Schreie
    Verlangen?
    Wonach?
    Liebe?
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    Überkommen
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    Pure Abwesenheit
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    Über Wasser halten
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    Erinnerungen
    Schöne Momente
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    Vor meinen Augen
    In meinen Gedanken
    Derselbe Film
    Undeutbar
    Vermittlung?
    Letzte Hoffnung?
    Warum - alles so anders?
    Weltunverständnis
    Das Schlimmste
    Selbstunverständnis
    Gefühlsschwankungen
    Angst vor Kontrollverlust
    Überhand meiner Selbst?
    Was, wenn das geschieht?
    Auf dem Kopf?
    Veränderung?
    Prüfung?
    Stärkung durch Leid
    Nur noch ein kleiner Zweig
    Leicht zerbrechlich
    Halt in der Not?
    Überfordert?
    Blick in die Schwächung
    Gesichter meiner Freunde
    Muss weinen
    Einen verlieren
    Großer Teil von mir
    Blutendes Herz vor Kummer
    Löcher entstehen
    Wieder flicken?
    Selbst nicht spür
    Was ist nur mit mir los?
    Mit einer Kindheit voll Liebe
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    hindurch die
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    Hoffnung
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