1. #1
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    Altes Gemäuer

    Ein Hexenhäuschen steht im Wald,
    Versteckt im Dickicht unter Bäumen.
    Vier Wälle, überwuchert bald,
    Von Efeu und von Rebensäumen.

    Der Ausguck, schwarzes Augenpaar,
    Duchbricht das fahle Grau der Mauern.
    Das Lärchendach zählt hundert Jahr'
    Und lässt das Kinderherz erschauern.

    Wo bleibt die Hexe, hörst du sie
    Rumoren und den Ofen heizen?
    Entspringt es purer Fantasie,
    Kann diese uns're Sinne reizen?

    Verloren hat man meist die Kunst,
    Der Wirklichkeit den Strick zu drehen.
    Und wahrlich ist es eine Gunst,
    Im Turm ein Hexenhaus zu sehen.
    Ibrahim (Ingo Baumgartner)

  2. #2
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    Hallo Ingo.

    Da biste wieder alter Bär.
    Dein Denkwort, das gefällt mir sehr.
    Jetzt wirste aber sicher lachen.
    Ich werde jetzt ne Pause machen.

    Beiträge schlabbern nur noch flach.
    Da denke ich mal drüber nach,
    ob ich hier muss im Faden stehen.
    Ich werd zur BERLINALE gehen,

    Bis denn dann

    L.G.Günter.
    Mein 2. bis 22. Buch MENSCH MEIER könnt ihr kostenlos, auch als e-book, über meine eigene Homepage (siehe mein PROFIL) laden.

  3. #3
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    Hallo Ibrahim,
    wenn ich dein Gedicht richtig verstanden habe, dann siehst Du hier mit den Augen eines Kindes, das überall das Märchhafte sucht.
    So sind Kinder. Die Welt ist voller Abenteuer und Geheimnisse und manchmal gruselt es auch ganz angenehm.
    Schön mir hats gefallen. Nicht zuletzt weil ich mich, unabhängig vom Alter, auch gerne noch in diese Bereiche vorwage.

    Liebe Grüße, auch an das betreffende Kind,

    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  4. #4
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    Lieber Ibrahim,
    ach wie schön, sich mal wieder von Dir in Deine Märchenwelt entführen lassen zu können! Ein wunderhübsches Bild, das Du mir in meine Grauen Zellen zauberst. Fast rieche ich die Lärchen, die Mauern, sehe die Hexe mit dem Raben auf der Schulter....
    Über die großartigen Verse und Reime sag ich nix mehr.
    Ich freu mich, dass Du wieder da bist und grüße Dich herzlich,
    Medusa.

  5. #5
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    Hallo Baumkauz,

    schließe mich den Gedanken von Medusa an, die hier auch die Fantasiewelt anspricht, die, aus Kinderaugen betrachtet, ja immer etwas Magisches hat, da die Lütten oftmals allerlei in den Erscheinungen ringsum zu erkennen glauben, das erinnere ich noch sehr gut aus eigenem Erleben.

    Warum schreibst du in S1,Z3 von "Wällen" statt von "vier Wänden", läge das nicht näher, denn Wälle um ein Hexenhaus herum sind doch eher untypisch.

    Vielleicht wäre für S1 folgender Vorschlag dir genehm:

    Ein Hexenhäuschen steht im Wald,
    Versteckt im Dickicht unter Bäumen.
    Die Efeuzweige suchen Halt,
    die ringsum alle Wände säumen.

    Z1 in S1 klingt ein wenig abgehackt, da der unbestimmte Artikel fehlt, hm, was tun? Warum ein 100jähriges friedliches Lärchendach die Kinderherzen erschauern lassen soll, ist mir auch nicht klar, scheint mehr oder weniger dem Reim geschuldet zu sein.

    Auch das Fragezeichen nach S3 würde ich weglassen, denn es ist doch eher eine Aussage denn eine Frage, oder?

    So, genug gemäkelt; gefällt mir vom Inhalt und der mit ihm transportierten Geschichte schon, keine Frage, na ja, und die paar kleinen Dinge kan man ja noch ausbügeln, wenn du magst.

    Liebe Grüße
    crux

  6. #6
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    Hallo!

    @ gun
    Na, dann komm hoffentlich bald wieder!
    @Klatschmohn
    Ich bin zwar ein alter Dackel, aber ein bisschen Kind schon auch noch
    @Medusa
    Danke Medusa für die freundliche Beurteilung.
    @Crux
    Du hast mich wieder einmal durchschaut. Ja, viel dem Reim geopfert. Zu den Wällen, ich hatte Mauern, sah in der nächsten Strophe wieder Mauern, wollte zuerst Wände einsetzen und blieb beim Wall hängen und tröste mich mnit der englischen Übersetzung Mauer.

    Übrigens: Es ist eines meiner "Blitzgedichte, die man eigentlich gar nicht einstellen sollte.

    LG Ingo
    Ibrahim (Ingo Baumgartner)

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