Früh im Dunkeln aufgestanden,
Nachts noch aus dem Hause fort
Bis zur Arbeit sind's zwei Stunden,
weil er so weit weg, der Ort.

Dann im Büro angekommen,
schon der erste Kaffee kocht,
von der Nacht noch ganz benommen,
man sich auf sein Stühlchen hockt.

Der Himmel langsam Rot erhellt,
blick gen Osten - Horizont,
es erwacht die Arbeitswelt,
man bleibt auch davon nicht verschont.

Rollo oben, voll geblendet,
Raum verdunkelt, Rollo dicht,
ich frag mich wann das Spiel hier endet,
alleine aufhör'n will er nicht.

Noch im Halbschlaf übern Schreibtisch,
rutscht versehentlich die Maus,
landet auf der Steckerleiste,
der PC ist wieder aus.

Untern Tisch auf allen vieren,
zu den Steckern hingeschnellt,
auf dem Weg wieder nach oben,
an der Platte Kopf geprellt.

Auf dem Hemd schon Kaffeeflecken,
vorhin war's noch strahlend weiss,
doch die Tasse war am kippen,
und der Inhalt brühendheiß.

Leitungsbruch in der Toilette,
schnell mal waschen ist nicht drin,
es fehlt doch nur die Rohrmanschette,
schon rutscht man aus und legt sich hin.

Frisch geduscht mit Leitungswasser,
denk man, man sei falsch gepolt,
mit der Zeit wird man noch blasser,
weil man die Grippe sich einholt.

So ein schöner Montagmorgen,
zwei Stunden sitzt am Platz man schon,
man wird verfolgt von seinen Sorgen,
klingelt auch das Telefon.

Plötzlich schallt es aus der Ecke,
der Chef, er fragt am Apparat,
was man mit diesem Krach bezwecke,
und ob man heut nicht Urlaub hat.

Ja tatsächlich, ganz vergessen,
heute fängt mein Urlaub an,
wie in Trance und voll Routine,
bin ins Büro ich gefahr'n.

Schnell nach Hause in die Freiheit,
wo ich mich in die Federn hau,
noch den Wecker ausgeschaltet,
kurz darauf weckt mich die Frau.