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  1. #1
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    XXXI - Veredelungsprozesse

    Veredelungsprozesse

    Um meinen Hals trag unbeschwert
    ein Schmuckstück ich, von größtem Wert,
    das unschätzbar mein Herz begehrt,
       mit sinnverliebter Miene.
    Ein Schatz ist dieses edle Band,
    von Gold und Silber zart gewandt
    und eingefaßt von Meisterhand:
       zwei blaue Turmaline.

    Trag ich den Zierrat stolz zur Schau
    (sein blondes Haar, die Augen blau),
    so macht er mich zur schönsten Frau
       von allen edlen Weiben.
    Sanft ruht auf meinem Dekolleté
    dies Glück und fort spinnt die Idee:
    Es kann ein kostbares Kollier
       uns Adel einverleiben.

    © LeVampyre | XXXI, Feb. 2008
    Geändert von levampyre (28.02.2008 um 00:01 Uhr)
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  2. #2
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    Boar Hammer, dein Stil is ja gigantisch...dein Gedicht ist einer der schönsten Schmuckstückgedichte die ich je im Internet gelesen habe...das ist ja unglaublich...und ich sage das ehrlich...besser und besser kann man es nicht beschreiben!
    Danke für diese unglaublich schönen Zeilen! *Fanwerd*

  3. #3
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    boaheyboah, hallo lev. 3/4 jahre off, da hat sich aber nicht viel und gross veredelt, denn dein gedicht knüpft an alte erwartungen an.
    retrotext mit einem knackigen titel, das mag ich. decolté hätte ich irgendwie mit 2 e´s geschrieebeen, aber bin mir nicht so sicher, als dass ich es dir als fehler ankreiden dürfte
    schön auch das wortspiel mit dem "schatz" auf den ja in allerdeutlichkeit nochmals hingewiesen wird.
    nochmal was von wegen franz: kollier verwendest du hier 2silbig. ich könnte es mir auch 3silbig ausgesprochen denken: collier; und so wäre in der 2letzten zeile die gefahr des kostbares gebannt:

    Es kann ein kostbar´ Kollier

    so als idee.
    feut mich, dich zu lesen!
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  4. #4
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    Hallo levampyre.

    Ich kann mich dem Lob nicht wirklich anschließen. Sicherlich ist das hier durchaus kein schlechtes Gedicht, aber "boah ey" finde ich es nicht.
    Vor allem weil es meiner Meinung nach schlecht anfängt. Gleich zwei Inversionen aufeinander. Diese Satzverdrehungen wie in deinen Versen eins und zwei kenne ich sonst nur von Dichtern, die es nicht besser wussten. Die Inversion in Vers drei verdreht die Aussage sogar, oder lässt sie zumindest missverständlich wirken. Es sieht nun so aus, als begehre das Schmuckstück das Herz. Es war doch aber sicherlich anders gemeint.

    Das Wort "Weiben" verwirrte mich ein bisschen, da ich bis jetzt nur "Weiber" kannte. Deshalb habe ich bei google danach gesucht und das hier war das einzige Zitat, dass dieses Wort für die Frau benutzt hat:

    "Der Amiländer spricht: Weiben in die Küche, wo die gehören"

    Ließ mich etwas schmunzeln.
    Trotzdem wirklich nicht übel.

    LG Jala
    Heimat ist etwas Verlorenes,
    eine Sehnsucht, die sich nie erfüllen lässt.
    . (Edgar Reitz)
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  5. #5
    Iranoctis Guest
    Hallo levampyre!

    Wir sind uns zwar noch nicht direkt begegnet, aber da ich einige Kommentare von dir gelesen habe, hatte ich schon einen Eindruck davon, dass du hohe Anforderungen an die Dichter stellst...
    Mich freut es zu sehen, dass du selbst diese erfüllst...
    Die Inversionen, die Jala hier bemängelt, stören mein Gesamtbild nicht weiter, obwohl ich sonst auch bekennender Feind solcher Grammatikspielereien bin.

    "Dekolte" würde ich übrigens "Decollete"(mit Akzent über dem ersten und letzten "e") schreiben.... Ein kleiner Tipp: Der Duden ist auf meiner Seite.

    Der Inhalt erinnert mich an Schandmauls(eine Mittelalter-Rock Band) "Die Goldene Kette", was hier aber vermutlich niemand kennt...

    Liebe Grüße, Iranoctis

  6. #6
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    schön auch das wortspiel mit dem "schatz" auf den ja in allerdeutlichkeit nochmals hingewiesen wird.
    Zu deutlich? Ich weiß nicht, aber ich komme mir immer so brutal vor, wenn ich meine Leser mit dem Vorschlaghammer auf eine Metapher stroße. Ich dachte, ich sollte die Zeile vielleicht doch eher dem Kollier-Vokabular anpassen: at least blondes > goldnes. Was meinst du?

    kollier verwendest du hier 2silbig. ich könnte es mir auch 3silbig ausgesprochen denken
    Käme mir dreisilbig komisch vor und würde mich auch zu sehr an Collies erinnern, diese langhaarigen Lessiehunde und die möchte ich im Zusammenhang mit Liebe nun wirklich nicht assoziieren.

    Es sieht nun so aus, als begehre das Schmuckstück das Herz. Es war doch aber sicherlich anders gemeint.
    Könnte es sein, dass beide Verstehensvarianten in diesem Kontext Sinn machen? Lohnt es sich, dann noch zu fragen, wie es gemeint war? Inversion hin oder her, sie ist zunächst ein wertfreies Stilmittel; je nach Kontext liebe oder verabscheue ich sie. Ich habe ihr zuliebe eine andere Variante verworfen: "Um meinen Hals, so unbeschwert, trag ich, für mich von größtem Wert, ein Schmuckstück, das mein Herz begehrt, mit sinnverliebter Miene", und zwar, weil sie den Anfang zu pausenlastig gemacht hätte, wie ein Rennauto mit Startproblemen. Wessen Herz gemeint ist, bleibt in beiden Varianten dem Auge des Betrachters überlassen.

    Das Wort "Weiben" verwirrte mich ein bisschen, da ich bis jetzt nur "Weiber" kannte.
    Dass mir das nicht komisch vorkommt, liegt an meiner diachronen Sprachwahrnehmung. Die Variante entstammt dem Frühneuhochdeutschen, also einer Sprachstufe um 1500. Damals hieß wîp ganz wertungslos einfach "Frau", entsprechend ahd. quena. Heute noch bekannt ist z.B. Heinrich Isaacs "Innsbruck, ich muß dich lassen", dessen zweite Strophe mit dem Vers "Mein Trost, ob allen Weiben" beginnt.

    edit: Ich danke Jala für die Schelte meiner Unhöflichkeit, die Begrüßungsfloskeln übergangen zu haben und gleich auf den Inhalt eingegangen zu sein. Dies sei hiermit nachgeholt: Seid gegrüßt, ganz besonders du, Jala!
    Geändert von levampyre (28.02.2008 um 17:02 Uhr)
    --LeV

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  7. #7
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    Vielen Dank für das freundliche Hallo und das Interesse an meinem Kommentar. Ich sehe schon, du bist ein sehr höflicher Mensch. Ich jedenfalls empfinde deine Antwort nicht wirklich als Gegenleistung für meinen Kommentar zu deinem Gedicht. Bleibt mir nur mich zu fragen, ob du auf Kommentare überhaupt Wert legst?!

    Äußerst liebe Grüße
    Jala
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    . (Edgar Reitz)
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  8. #8
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    hallo lev
    ich freue mich mal wieder was von dir zu lesen
    auf die metrikanalyse kann ich denke ich getrost verzichten, das jambische muster ist rein und fügt sich dem wortgebrauch



    Um meinen Hals trag unbeschwert
    ein Schmuckstück ich, von größtem Wert,
    das unschätzbar mein Herz begehrt,
    mit sinnverliebter Miene.
    die betonung des "ich" mag mir nicht sehr gefallen, es klingt mir zu gedoppelt, im bezug auf "meinen"
    na klar hat "lyr.ich" es um den hals, das wurde schon im ersten vers dargestellt...man fragt sich dadurch was lyr.ich lieber mag, turmalin, oder einfach die gewissheit das es sie ist, die von ihm geschmückt wird, insofern dies nicht gewollt ist passt es nicht so recht ins bild des glücklichen momentes ein geschenk zu bekommen, da es im nachhinein eine eher egalitäre haltung gegenüber dem geschenk darstellt, da lyr.ich dadurch nur auf sich bedacht zu sein scheint....
    wenn es gewollt war, das eine reine selbstverliebtheit und eine dementsprechende selbstanschauung vor dem geschenkten turmalin steht, finde ich es doch sehr passend, da es das ich klar hervor hebt, wenn auch mit etwas fragwürdigen mitteln, denn im darauffolgenden zeilenabschnitt ist die sprache vom herzbegehren die rede,
    nun lässt sich streiten ob ein herzenswunsch auf sich selbst oder auf das geschenk reflektiert wird, denn mit herzenswünschen hat narzissmus eigentlich wenig gemein, bei mir tritt hier ein verständnisproblem zu tage...
    sinnverliebt stellt für mich klar dar, das lyr.ich das geschenk gar nicht wirklich beachtung schenken mag, es ist nur schmückendes utensil und unterstreicht ihre ohnehin schon vollkommene vollkommenheit in der sie sich selbst betrachtet und badet...sie ist mit allen sinnen bei der sache, nämlich bei sich...



    Ein Schatz ist dieses edle Band,
    von Gold und Silber zart gewandt
    und eingefaßt von Meisterhand:
    zwei blaue Turmaline.
    meinem dadurch resultierenden gedankengang folgend passt nun diese strophe in der gesamtbetrachtung nicht ganz zum geschehen, mein gedankengang wurde einzig von der extremen dominanz des "ich" in S1Z2 hervorgerufen, wie bereits geschildert...es hat mein weiteres lesen sehr in anspruch genommen und ich habe automatisch alles weitere darauf ausgerichtet und habe erwartet das die selbstverliebtheit klar eingehalten wird...doch nun...
    ich war ein wenig enttäuscht gegenüber dem folgenden, denn urplötzlich wird doch tiefgreifend auf das geschenk eingegangen, mehr noch, es wird mit allen facetten und schönheiten beschrieben und lenkt vom narzisstischen verhalten des lyr.ich ab...
    einzig die momente der zwei blauen turmaline konnten meine ansicht wieder aufbauen, schliesslich können die turmaline auch klar auf die eigenen augen zurück zu führen sein, scheinbar waren sie dem lyr.ich eine erwägung wert, aber auch nur in dem bezug das sie ihre eigenen augen so schön unterstreichen und sie wieder in gewissheit sein kann das sie nicht von ihren augen ablenken...klingt als wenn sie sich ihre welt ein wenig schön redet, das hat narzissmus aber denke ich so an sich...



    Trag ich den Zierrat stolz zur Schau
    (sein blondes Haar, die Augen blau),
    so macht er mich zur schönsten Frau
    von allen edlen Weiben.
    der schmuck wird nun klar als zierde dargestellt, das heißt das lyr.ich wirklich nur auf sich bedacht ist...aber was ist das? sogar der mann wird gleichermaßen nur als zierde angeprangert, schliesslich wird dem zierrat,(nebensächlicher unrat der zur eigenen hervorhebung dient) durch die persönlichkeitszuweisungen ein gewisserr charakater zugeteilt und dieser somit vermenschlicht...das lässt mich ernüchtert zurück...sie stellt sich sogar noch vor den beschenkenden und sieht sein geschenk und sogar ihn selbst(unspezifiziertes und nebensächlich erwähntes lyr.du) nur als anhängsel, welches sie noch begehrenswerter für lyr.ich selbst zu machen scheint...
    sehr aufschlussreiche zeilen bisher, die mir im eigentlichen recht gut gefallen, insofern sie denn so gedacht waren, was ich mir durchaus vorstellen kann
    die weiben sollen wohl abwertend für die anderen umgangssprachlichen tussis stehen, welche natürlich der schönheit des lyr.ich nicht gleich kommen können durch das "spendable" anhängsel zu ihrer rechten und das "hübsche" anhängsel im dekolleté...



    Sanft ruht auf meinem Dekolleté
    dies Glück und fort spinnt die Idee:
    Es kann ein kostbares Kollier
    uns Adel einverleiben.
    die strophe dient wohl nur zur eigenen erkenntnis und zur festigung schon vorhandener momente des lyr.ich, sie wiederholt alles gewesene, allerdings recht profan und unzureichend...lyr.ich spricht plötzlich vom "uns"...das glaubt ihr kein mensch..würde sie von sich sprechen weiß man das es stimmen muss...aber das sie auch anderen die chance gibt ihrem adel gleich zu kommen klingt recht unpassend im anbetracht des bisweiligen verlaufes...schliesslich ist sie ja die schönste frau schlechthin und duldet neben sich keine anderen weiben

    gerne gelesen, allerdings denke ich das der schluss eher mittel zum zweck war und recht unbedacht beim schreiben entstanden ist, es mangelt ihm sehr an kohärenz und stellte mich nicht zufrieden

    allgemein muss ich sagen ....im großen und ganzen empfand ich es als optisch gut, der perspektivische aufbau ist angenehm und ganz in deiner levampyrischen art gegliedert

    das reimschema aaabcccb empfand ich als angenehm und erfrischend im gesamteindruck

    das "weiben" gliederte sich zwar durch den sonstigen wortgehalt und dessen phonetik gut ein, (ein "r" klänge wohl zu hart) aber es ist dennoch nicht recht einzuordnen für mein empfinden, was an meinem bisher orientiertem persönlichen sprachgebrauch liegen wird...ich habe es so noch nie gehört...als passend empfinde ich es dennoch, aber auch nur auf klanglicher ebene, rein optisch sagt es mir nicht zu, aber ich bediene mich auch nicht der gehobeneren sprache des barocken bzw des roccaile...insofern es denn in dieser zeit einzuordnen ist

    alles in allem solide, mit leichtem kohärenzmangel zum ende hin, aber gerne gelesen, hat auf alle fälle spaß gemacht zu tauchen
    glg pringles
    Geändert von zuckerschnäuzchen (02.03.2008 um 22:31 Uhr)
    Oh,was das Verzeichnerisches?

    Für angehende Dichter und Kritiker Erste Schritte von Levampyre

  9. #9
    Taurus ist offline L' Héautontimorouménos
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    Hi LeV,

    bevor sich hier noch mehr Leute intellektuell einen runterholen sage ich noch schnell was zu.

    Ich fühl mich keinenfalls mit dem Vorschlaghammer bearbeitet, sondern freue mich in aller Deutlichkeit einen simplen Ausdruck (wieder)zu hören, über den wir -wenn ich mich recht erinnere- schon mal gesprochen haben als wir über deine Interpretation von Schillers Nänie sprachen: Liebe adelt einen Menschen.
    Je älter ich werde, desto besser kann ich ihn verstehen Verdammt, ich fürchte ich werde erwachsen...

    Du hast in einer sehr ästhetischen Metapher ein keinesfall kitschiges(!) Thema verdichtet.

    Hat mich gefreut wieder was von dir zu Lesen.

    Edith sagt mir grad, ich hab zu viele Rechtsschreibfehler gemacht und ich hab vergessen zu erwähnen, dass ich Glück hatte "Insbruck ich muss dich lassen" 4 Stimmig auszulegen für ne Hausaufgabe, sonst hätte ich "Weiben" auch net gekannt.


    LG

    Taurus
    Geändert von Taurus (03.03.2008 um 06:44 Uhr)
    ..........(___)...............................Im Moment ist mir aber diese Masse von Dichtern zuwider,
    ...........|Oo|...............................die weder Innovatives noch Attraktives produziert
    .... /```` OO)...Tauri are fine!........und wo sich hinter jedem Satz ein
    .../ |____-- ................................"Was mach ich hier eigentlich?" versteckt.
    .*...L....L....................................-AiAiAwa-

  10. #10
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    Hallo levampyre,

    so ganz kann ich mich der Begeisterung nicht anschließen - oder ist es der Respekt vor großem Namen?
    Um meinen Hals trag unbeschwert
    ein Schmuckstück ich, von größtem Wert,
    Hier ist der Satzbau verdreht, sonst kritisiert, hier übergangen.
    'unbeschwert' und 'wert' klingt auch nicht ganz rein, denn unbeschwert spricht man eher ..schweeert aus und Wert eher Wärt.

    Das Metrum ist auch nicht ganz stimmig, wenn man jeweils die letzten 2 Zeilen nimmt;
    es soll ja offensichtlich alles zusammen passen.

    und eingefaßt von Meisterhand:
    zwei blaue Turmaline.
    xXxXxXxX
    xXxXxXx
    Es kann ein kostbares Kollier
    uns Adel einverleiben.
    xXxXxxxX
    xXxXxXx
    kostbares beton man im allgemeinen kostbares - hier wird man durch die Satzmelodie gezwungen, das Wort so auszusprechen kostbares.

    Die Idee und die Umsetzung mögen mir soweit recht gut gefallen.
    Kleider machen eben Leute und Schmuck - kein Tand - auch.

    LG sk
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  11. #11
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    Hallo LeV

    Ich kann mich eine 'boah,ey' auch nicht wirklich anschliessen.
    Die Inversionen stören auch mich etwas, obwohl die von dir verworfene Variante ganz klar schwächer wäre. Trotzdem wirkt die Inversion auf mich zu holzschnittartig neben dem filigranen Geschmeide des Rests.

    Was mir aber fehlt ist 'die flammende Seele'. Mir ist in dem kunstvollen Arrangement deiner Worte zu viel Gefühl abhanden gekommen. Es kommt bei mir nichts mehr 'unmittelbar' an. Vielleicht passt es auch zu der 'geadelten Dame', die jetzt kühl und distanziert auf ihrer Sesselkante sitzt, die Schenkel fest geschlossen...



    Oder wie der Ober-Macker-Alt-Rocker der Schweizer Musikszene immer wieder fordert: MEH DRÄCK!

    LG
    yarasa
    Geändert von yarasa (03.03.2008 um 08:22 Uhr)
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  12. #12
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    N'Abend,

    kurzer Einwurf, damit hier keine falschen Bezeichnungen aufgeschnappt werden. Linespur meint eine Nebenakzentuierung. Diese kann sich, was pringles meinte, dem Metrum im Vers anpassen.

    Das in aller Kürze um Missverständnisse auszuräumen. Wer daran näher interessiert ist, kann sich dazu informieren, bzw. mir eine PN schicken, wenn noch etwas unklar ist.

    @LeV, die Inversion wurde schon angesprochen, ich sehe es wie Nina als Stilmittel, jedoch halte ich es an der Stelle für weniger gelungen,
    weil ohne die Inversion aufzulösen direkt noch ein Nebensatz "von größtem Wert" eingefügt ist, welcher in meinen Augen dafür sorgt, dass der Satz doch ein wenig gestelzt daher kommt. Ebenso die schon angesprochene Betonung des "Ichs", welche du - davon gehe ich aus - sehr bewusst gewählt hast, mir ist sie jedoch zu stark, weil die folgende Zäsur eigentlich schon Unterstreichung genug darstellt.

    Alles in allem aber ein äußerst solides Werk, welches ich bei Zeiten wohl auch noch einmal näher betrachte.

    Soweit meine Meinung bis hierher,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  13. #13
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    levampyre
    Dass mir das nicht komisch vorkommt, liegt an meiner diachronen Sprachwahrnehmung.
    lol

    In S1V2 spricht das lyr. Ich doch rückbezüglich von sich selbst, oder? Also es bezeichnet sich beiläufig auch als Schmuckstück. Das würde das Fehlen eines Subjekts in V1 deutlich machen (und den Versübergang würdig begründen).

    S2V1-V2 zeigt sehr schön eine (eigentlich klischeehafte-hier wirkt es dennoch süß) personelle Individualisierung des Schmuckstücks. Es bleibt nicht mehr einfacher Gegenstand, sondern bekommt ein Gesicht. Ich finde im Übrigen "blond" und "gold" austauschbar, da sie eigentlich denselben Farbton (gelb) aufweisen.

    Hier kurz hervorgehoben:

    Trag ich den Zierrat stolz zur Schau
    (sein blondes Haar, die Augen blau),
    so macht er mich zur schönsten Frau
    "Er". Mit einem einzigen Wort die besondere Beziehung von Schmuckstück-Frau zu erfassen, gebührt Beifall. Ich sehe förmlich diese Schmucknärrin vor mir .
    Sanft ruht auf meinem Dekolleté
    dies Glück und fort spinnt die Idee:
    Die Mehrdeutigkeit ist hier gut aufgefasst (das Glück ruht auf dem Dekolleté). Also nicht nur das Schmuckstück, sondern auch das empfundene Glück.

    Geiles Ding (auch wenn es nur einen Pausenfüller neben all deinen anderen Werken darstellt).

    Gruß,

    I

    Ein Turmalin:

    Geändert von Iblis (03.03.2008 um 20:56 Uhr)
    Im Abgrund wohnt die Wahrheit.

  14. #14
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    Da dies eine lange Antwort wird, die auf verschiedene Aspekte verschiedener Kommentatoren eingeht, gilt allen Kommentatoren gleichermaßen mein Dank für ihre Eindrücke. Fühlt euch gegrüßt!

    @Jala: Mea culpa nullius avendi! aber

    [...] empfinde deine Antwort nicht wirklich als Gegenleistung für meinen Kommentar [...].
    Ich empfinde Reflexionen über Lyrik nicht wirklich als etwas, das man in Wert und Gegenwert aufwägen sollte. Oder nimmst du aus deinem eigenen Kommentieren nichts für dich selbst mit?

    @pringles:

    man fragt sich dadurch was lyr.ich lieber mag, turmalin, oder einfach die gewissheit das es sie ist, die von ihm geschmückt wird
    Vielleicht ist die Gewissheit, dass sie es ist von grundlegender Beteutung für ihre Faszination an dem Schmuckstück; zumal man in einem deutschen Satz schlecht das Subjekt einfach weglassen kann.

    sinnverliebt stellt für mich klar dar, das lyr.ich das geschenk gar nicht wirklich beachtung schenken mag [...] der schmuck wird nun klar als zierde dargestellt, das heißt das lyr.ich wirklich nur auf sich bedacht ist [...] schliesslich ist sie ja die schönste frau schlechthin und duldet neben sich keine anderen weiben
    Kennst du diesen fiktiven Dialog von Umberto Eco? Ich glaube, in "Die Grenzen der Interpretation" oder "Zwischen Autor und Text" oder "Lector in Fabula" stand der und veranschaulicht ziemlich gut ein interpretatorisches Dilemma.

    A: "Mein Herr, glauben sie mir, sie sind ein Dieb!"
    B: "Was meinen sie mit 'glauben sie mir'? Wollen sie etwa behaupten, dass ich mißtrauisch wäre?"


    schliesslich können die turmaline auch klar auf die eigenen augen zurück zu führen sein
    Warum denn unbedingt die eigenen?

    die weiben sollen wohl abwertend für die anderen umgangssprachlichen tussis stehen
    Erklärung der "Weiben" s. mein Kommentar oben

    lyr.ich spricht plötzlich vom "uns" [...] aber das sie auch anderen die chance gibt ihrem adel gleich zu kommen klingt recht unpassend
    Dein Problem liegt, denke ich, darin, dass du nur den Wortsinn erster Ebene, sprich, den wörtlichen Sinn, in deine Interpretation mit einbeziehst. Gerade Lyrik lebt aber von der sogenannten uneigentlichen Sprache, der Topik, so auch dieser Text. Auf einer höheren Ebene macht die Schlußreflexion durchaus Sinn.

    allerdings denke ich das der schluss eher mittel zum zweck war und recht unbedacht beim schreiben entstanden ist
    Unbedachtes Schreiben unterläuft sicherlich auch mir, ist aber alles andere als angestrebtes poetisches Ziel. Falls der Schluß wie ein Versehen auf dich wirkt, habe ich als Dichter versagt.

    kohärenzmangel
    *chch Ich glaube das Wort "Kohärenz" habe ich irgendwann mal in Zusammenhang mit Gedichtkritiken hier oder im Konkurrenzforum eingeführt und so fällt es wie ein Boomerang auf mich zurück.

    @Taurus:

    über den wir [...] schon mal gesprochen haben als wir über deine Interpretation von Schillers Nänie sprachen: Liebe adelt einen Menschen
    Ja, genau, in diesem Kontext ist auch der Gedanke einer Verarbeitung des Themas entstanden und kochte schon lange unterbewußt vor sich hin. Die Metapher war der nötige Geistesblitz, den es brauchte, um nach langer Abstinenz mal wieder ein paar Zeilen auf's Papier zu kippen.

    @supikatzi:

    'unbeschwert' und 'wert' klingt auch nicht ganz rein
    Ich halte den unreinen Reim für eine allen anderen rhetorischen Stilfiguren gleichwertige. Dass er nicht gleichberechtigt erscheint, liegt an einer an klassischen Erwartungsmustern orientierten Ästethik, die ich nicht bewußt teile.

    Das Metrum ist auch nicht ganz stimmig, wenn man jeweils die letzten 2 Zeilen nimmt
    Du hast Recht damit, dass die 2. Nebensilbe in "kostbares" nicht so stark betont ist, wie die den Hauptakzent tragende erste in "Meisterhand". Dennoch befindet sie sich in schwachtoniger Umgebung an einer Versposition, die Tonhebung rechtfertigt, weshalb ich das nicht als störend empfinde.

    @yarasa:

    Was mir aber fehlt ist 'die flammende Seele'. Mir ist in dem kunstvollen Arrangement deiner Worte zu viel Gefühl abhanden gekommen. Es kommt bei mir nichts mehr 'unmittelbar' an.
    Mir wurde das oft vorgeworfen und ich kann es inzwischen nachvollziehen. Auch Morungen, Frauenlob, Solage wurde ihr hermetisch manirierter Stil lange Zeit als nicht mittelbar, also schwer zu vermitteln, zum Vorwurf gemacht. Nicht dass ich mich ihnen gleich setze oder meinen stil als hermetisch betrachte. Aber ich mag das Gekünstelte, es gefällt mir, es erscheint mir "authentisch", weil ich das Dichten als Handwerk betrachte und mein Delectare aufhört, wo der Geist auf Grund läuft. Auf der anderen Seite hat mich neulich meine Mutter extra angerufen, um mir mitzuteilen, wie sehr sie gerade dieser Text hier emotional bewegt hätte.

    @linespur:

    "ein Schmuckstück ich" hieße nämlich, dass das lyr.Ich selbst das Schmuckstück darstellt
    Das ist ein Aspekt, den ich so nicht bedacht habe, weil ich in dieser Konstruktion das "ich" syntaktisch deutlich als Subjekt wahrnehme. Deine Idee würde es zum Objekt (mich) des existierenden, bzw. Subjekt eines inexistenten Satzes machen und dann bisse sich die Katze tatsächlich in den Schwanz.

    @Ensimismado:

    weil ohne die Inversion aufzulösen direkt noch ein Nebensatz "von größtem Wert" eingefügt ist, welcher in meinen Augen dafür sorgt, dass der Satz doch ein wenig gestelzt daher kommt.
    Ja, er wird gedreht und Verschachtelt; klingt nicht nach einer Konstruktion, mit der man beim Bäcker Brötchen verlangt!

    Ebenso die schon angesprochene Betonung des "Ichs" [...] mir ist sie jedoch zu stark, weil die folgende Zäsur eigentlich schon Unterstreichung genug darstellt.
    Die Zäsur allein hätte wohl gereicht, aber blöderweise ist eben genau davor eine betonte Versposition, auf die nun das "Ich" fällt. Es wegzurücken hätte zu unnötig übler Sprachakrobatik geführt. Denn das Ich ist ja eine im Gedicht ganz wichtige Person - hier wird eine subjektive Idee gesponnen - darf m.E. deshalb ruhig betont werden.

    @Iblis:

    Ich finde im Übrigen "blond" und "gold" austauschbar, da sie eigentlich denselben Farbton (gelb) aufweisen.
    Vermutlich hältst du auch Fahrstuhl und Lift für austauschbar, aber ich glaube nicht an Synonymie, besonders nicht im Zusammenhang mit Dichtung. Ob "blond" oder "gold" bewirkt feine, aber sehr ernstzunehmende Unterschiede in der Bildlogik: Die blonden Haare deiner Freundin würdest du selten als golden bezeichnen; die goldenen Ziselierungen einer Kette selten als blond.

    @Vasallen:

    dein gedicht knüpft an alte erwartungen an. [...] Wir sind uns zwar noch nicht direkt begegnet, aber [...] Du weißt sicher, dass dir dein Ruf voraus eilt. [...] oder ist es der Respekt vor großem Namen? [...] auch wenn es nur einen Pausenfüller neben all deinen anderen Werken darstellt
    Bitte befreit euch und mich endlich von diesem Vasallenverhältnis! Das ist mir kein Segen, sondern ein Fluch. Ich möchte nicht in die Anonymität abtauchen müssen, um mich endlich wieder auf Augenhöhe über meine Texte austauschen zu können, wie vor vier Jahren, als mich hier kein Schwein kannte und alle noch glaubten, Metrik sei in Aspik eingelegtes Schweinegeschnetzeltes. Es gefällt mir nicht auf diesem Thron, auf den ihr mich hebt, ob nun als Tyrann oder Monarch. Mein Gott, es sind fucking Gedichte und von wem die sind, ist denen doch scheißegal.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  15. #15
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    Zitat Zitat von levampyre
    Es gefällt mir nicht auf diesem Thron, auf den ihr mich hebt, ob nun als Tyrann oder Monarch. Mein Gott, es sind fucking Gedichte und von wem die sind, ist denen doch scheißegal.
    ich hebe dich auf keinen thron....ich hab doch verbal schon so gut auf dich eingeprügelt wie ich konnte ^^
    ich frag mich bloß ob du meine antwort in vollem maße gelesen hast, denn teilweise bestätigst du hier den anderen schreibern, was aus meiner antwort schon zu entnehmen war...allerdings sind ihre antworten wohl merklich kürzer, dementsprechend übersichtlicher...



    Zitat Zitat von levampyre
    Zitat Zitat von pringles
    schliesslich können die turmaline auch klar auf die eigenen augen zurück zu führen sein
    Warum denn unbedingt die eigenen?
    weil sie ich-bezogen ihre welt betrachtet, demnach konnten nur ihre eigenen augen in frage kommen...der mann der ihr das schmuckstückchen geschenkt hat steht ja selbst nur als zierde zur seite...sie würde laut meiner interpretation kaum über ihn reden wenn sie nicht derart selbstverliebt daher käme bin ich der meinung...


    Zitat Zitat von levampyre
    Zitat Zitat von pringles
    allerdings denke ich das der schluss eher mittel zum zweck war und recht unbedacht beim schreiben entstanden ist
    Unbedachtes Schreiben unterläuft sicherlich auch mir, ist aber alles andere als angestrebtes poetisches Ziel. Falls der Schluß wie ein Versehen auf dich wirkt, habe ich als Dichter versagt.
    der schluss klang auf mich zu aufklärend und einfach zu mahnend als das er mir textorientiert etwas mitteilen wollte und passte für mein empfinden nicht in die gesamtbetrachtung des textes, er brach formal aus dem gedicht heraus und hatte keinen näheren bezug, sondern war vielmehr ein läuternder satz, dein darauf bezogenes "uns" (allgemeingehalten gesprochen) ist mir durchaus bewusst, es passte mir aber nicht in meine schlüssige interpretation ^^ womit ich auch gleich den vorangegangenen fragesatz mit dem fiktiven dialog geklärt hätte, meine grenze ist klar am text orientiert, allerdings konnte ich ihm auch nicht viel mehr entnehmen...was ich sah habe ich heraus gefiltert so gut ich konnte, auch wenn es meine eigenen schranken des denkens darstellt ^^



    Zitat Zitat von levampyre
    Dein Problem liegt, denke ich, darin, dass du nur den Wortsinn erster Ebene, sprich, den wörtlichen Sinn, in deine Interpretation mit einbeziehst. Gerade Lyrik lebt aber von der sogenannten uneigentlichen Sprache, der Topik, so auch dieser Text. Auf einer höheren Ebene macht die Schlußreflexion durchaus Sinn.
    es ist nicht wirklich mein problem, ich habe klar ausgemacht woran der text meiner meinung nach ist, ich habe mich tatsächlich auch an den wortsinn gehalten und die metaphorik abgehandelt, allerdings frage ich mich inwiefern ich textlich hin und her springen sollte, das ist doch nicht sinn des gedichtes, im übrigen habe ich jetzt das gefühl das ich schon über den wörtlichen sinn weit hinaus geschossen bin und schlichtweg überinterpretiert habe, immer im hinterkopf haltend das das "ich" in s1z2 den roten faden leitet...zumindest hangelte ich mich daran entlang und meiner meinung nach sogar sehr aufschlüsslend und klar



    Zitat Zitat von levampyre
    Zitat Zitat von pringles
    kohärenzmangel
    *chch Ich glaube das Wort "Kohärenz" habe ich irgendwann mal in Zusammenhang mit Gedichtkritiken hier oder im Konkurrenzforum eingeführt und so fällt es wie ein Boomerang auf mich zurück.
    ich fand das wort einfach so hübsch und ja, es war sogar von dir innerhalb meines eigenen textes an mich gerichtet und hier empfand ich es für angemessen ^^
    allerdings war ich auch von deinen sonstigen ausführungen damals sehr angetan und gebe offen zu, ich möchte mehr kritiken von dir an meinen texten ^^
    glg pringles
    Oh,was das Verzeichnerisches?

    Für angehende Dichter und Kritiker Erste Schritte von Levampyre

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