1. #1
    Registriert seit
    Mar 2008
    Ort
    Hildesheim
    Beiträge
    7

    Müssen sich Gedichte reimen?

    Hallo!

    Ich bin neu hier und habe eine Anfänger-Frage:

    Müssen sich Gedichte reimen?

    Mir wurde oft gesagt, dass das nicht der Fall sein muss,
    wobei ich einen anderen Eindruck habe.

    Dankeschön im Voraus

    Gruß
    Jens

  2. #2
    Registriert seit
    Apr 2006
    Ort
    Göttingen
    Beiträge
    3.564
    Hallo,

    erst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Nun, deine Frage ist eine nicht selten gestellte und lässt sich erst einmal leicht beantworten: Nein, ein Gedicht muss sich nicht reimen. Die daraus resultierende Frage, was denn dann ein Gedicht ausmacht, ist wiederum wesentlich schwieriger und diversifizierter anzugehen.
    Ich empfehle dir mal hier zu lesen: http://www.gedichte.com/showthread.php?t=59429 ich denke darüber beantworten sich dann viele aufkommende Fragen, ansonsten kannst du natürlich auch noch einmal konkreter nachfragen.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  3. #3
    Registriert seit
    Mar 2008
    Ort
    Hildesheim
    Beiträge
    7

    Smile

    Dankeschön für deinen Empfang und deine hilfsbereite Antwort!

    Gerne lese ich mir dein verlinktes Thema durch!

  4. #4
    Glorfindel Guest
    Hallo Jens,

    nein, Gedichte müssen sich nicht reimen.
    Es gibt Texte die sich reimen, aber so poesiehaltig sind, wie ausgetrocknete Kernseife.

    Unter dem Begriff Poetizität, verbrirgt sich vielleicht die Lösung auf deine
    Frage.

    Ich zitiere mal aus Wikipedia/Poetizität:

    Wird die Poetizität jedoch von der Literarizität abgegrenzt betrachtet, so kennzeichnet sie die "sprachlichen Besonderheiten" der Poesie bzw. Texten der Poetik und Dichtung. Sie ist sozusagen die "Differenzqualität" zwischen einer poetischen und einer alltäglichen Sprache. Diese Einschränkung wird als textsortenspezifisch bezeichnet und bildet einen Unterbegriff der Literarizität. Wichtig hierbei ist die "Herausarbeitung poetischer Verfahren", besonders im Hinblick auf sprachliche und poetische Abweichungen gegenüber gewöhnlichen Texten. Zu der Theorie der Abweichung ergab sich jedoch ein Problem: Die poetischen Abweichungen sind und waren der Gewohnheit unterworfen und wurden teilweise "unterminiert". Einen Lösungsansatz gaben Tynjanow und Jakobson, indem sie definierten, dass die Dichtung nicht nur abweichen dürfe, sondern auch neue, einfallsreiche "funktionale Abweichungen" zu kreieren habe. Jedoch ist darauf zu achten, dass ein Text nicht zu viele Abweichungen und Mehrdeutigkeiten enthält, da der Text sonst miss- und unverständlich wird und somit auch nicht der Poetik zugeordnet werden kann (Heffstaedter, 1986).
    Diese Definition kannst du auf gereimte, wie ungereimte Gedichte anwenden. Die für dich richtigen Menge Poetizität zu finden und in entsprechende Form zu binden, ist eine relativ langer Prozess, den du
    vieleicht nie wirklich abschließen wirst, aber es kommt ja auch auf den Weg
    an...

    lg
    Glorfindel

    Anmerkung: ups hab Ensi nicht gesehen...aber ergänz ihn vielleicht...
    Geändert von Glorfindel (22.03.2008 um 12:43 Uhr)

  5. #5
    Registriert seit
    Mar 2008
    Ort
    Hildesheim
    Beiträge
    7
    Ehrlich gesagt finde ich die Definition von Wikipedia leicht unverständlich,
    da ich 0 Ahnung von dem Schreiben von Gedichten habe.

    Ich bin ein "Neuling" auf diesem Gebiet, was man auch an meinen Gedichten erkennen kann.

    Siehe http://www.gedichte.com/showthread.p...802#post616802

    Allerdings werde ich mich in näherer Zukunft mehr mit dem Thema beschäftigen, um qualitativ hochwertigerer Gedicht verfassen zu können.

    Aber danke für deine Antwort!

  6. #6
    Registriert seit
    Nov 2007
    Ort
    im schönen bayrischen ...........
    Beiträge
    1.310

    Müssen sich Gedichte reimen

    Hallo Jens,

    erst mal willkommen im Forum. Zu deiner Frage, anfangs dachte ich auch, was sich nicht reimt ist kein Gedicht. Aber in der Zwischenzeit, habe ich in diesem Forum schon so viel wundervolle Poesie gelesen und immer wieder ohne Reim am Ende. Aber auch diese Art ist genau so schwer wie die gereimte.

    Schöne Grüße vom Panzerknacker
    Ich bin ein Niemand. Niemand ist perfekt.
    Also bin ich perfekt!

  7. #7
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
    Registriert seit
    Oct 2004
    Ort
    Haus auf halbinsel,irgendwo
    Beiträge
    1.636
    wenn nicht sogar schwerer, da man sein augenmerk auf gleichklang, bzw assonanz und/oder wirkung der worte legt...
    Oh,was das Verzeichnerisches?

    Für angehende Dichter und Kritiker Erste Schritte von Levampyre

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Muss sich Rap wirklich reimen?
    Von Wölfin im Forum Reime
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 26.10.2007, 17:37
  2. Gedichte reimen...
    Von Maccabros im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 14.07.2007, 12:45
  3. Muss sich alles reimen?
    Von Sweet lady im Forum Arbeitszimmer - Die Gedichte-Werkstatt
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 09.11.2006, 17:06
  4. müssen sich gedichte immer reimen?
    Von German_!diot im Forum Reime
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 07.06.2006, 17:39
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 01.09.2002, 21:11

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden