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Thema: Lebensfarben

  1. #1
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    Lebensfarben


    Lebensfarben

    In so vielen Farben spiegelt sich Leben,
    facettenreich, bunt, so wie Natur,
    mal lachend, mal weinend, belegen Gedanken,
    im Wort verborgen ihre taufrische Spur.

    Die auf Mooskissen gebettet, Sinne oft streicheln,
    es benetzen mit Tränen, aus Freud und in Leid,
    Abdrücke hinterlassen aus erlebten Gefühlen,
    bewegte Momente, wie vergänglich ist Zeit.

    Die kostbar wie Wasser das Mühlenrad Leben,
    beständig in Gang hält und aufblühen lässt,
    was gestern verblüht ist, in Schmerz und in Trauer,
    kann morgen neu wachsen und bauen ein Nest.

    In dem man sich wohl fühlt, geborgen und selig,
    wie die Rinde den Baum ummantelt und schützt,
    so ersehne ich mir die Liebe, in all ihrer Schönheit,
    in meinem Leben, irgendwann, wieder zurück.
    Geändert von Behutsalem (04.04.2008 um 13:34 Uhr)
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  2. #2
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    Hei, Line!

    "Palette des Lebens" ????

    LG von Cyparis



    Der Vorschläge gibt es zuhauf!
    Suche weiter in Deinem Innern!
    Hat dieses Gedicht einen Titel, erlaube ich mir, eine Rezension zu übermitteln. LG Cyparis
    Geändert von Cyparis (31.03.2008 um 16:06 Uhr)

  3. #3
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    Thumbs up

    [


    Hey Line,
    ich wiederhole mich, wenn ich sage ich bewundere dich. Die schönsten Gedichte die ich je gelesen habe. Was mag vorgehen in einem Menschen wie dir. Ich kanns nicht einschätzen. Was aber nötig wäre um hier einen Titel zu finden. Jeder Titel, ausser er wäre aus dir selbst gekommen, ist für diesen göttlichen Text ungeeignet.
    Es schreibe der den ersten Titel, der ohne Fehl.

    Liebe Grüße, HANS
    Die Menschen sagen immer,...die Zeiten werden schlimmer. Doch die Zeiten sind wie immer,...die Menschen werden schlimmer.

  4. #4
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    Hallo Line,

    nun deine Wortwahl nimmt einen wie immer zart an der Hand und führt einen in einen wahren Glücksgarten

    Einen Titel vermag ich leider nicht zu nennen, ganz einfach (und dabei wären wir bei der nett gemeinten Kritik) weil ich dem Text logisch her nicht folgen kann.
    Man weiß oft nicht so recht, welches "es" sich jetzt auf was bezieht.
    Ein Beispiel:

    "Die wie auf Mooskissen gebettet"
    Auf was bezieht sich "Die"? Auf die taufrische Spur oder auf die Gedanken?

    Oft liest sich dein Gedicht wirklich harmonisch und schön, nur an ein paar Stellen holpert es ein wenig:

    "im Wort verbirgt sich taufrische Spur."
    Dein Gedankengang ist mir klar: Kein "die", damit es Jamben sind (funktioniert am Ende aber nicht).
    Es hakt an dieser Stelle trotzdem, weil
    "mal lachend, mal weinend, belegen Gedanken,"
    darüber sind es Daktylen
    x Xx x Xx xXx xXx
    Deshalb würde ich hier schreiben
    ""im Wort verbirgt sich die taufrische Spur."
    Klingt runder, auch grammatikalisch.

    "Die wie auf Mooskissen gebettet,"
    Man ist hier geneigt am Anfang "die" und "wie" zu betonen, also ein getragener
    Spondäus, was eben schon sehr den Lesefluss hindert.
    Lass das "wie" doch einfach weg und wandle somit den Vergleich in eine Metapher.

    Ich hoffe du verzeihst mir die paar Anmerkungen, an sonsten wirklich ein sehr schönes Werk.

    liebe Grüße
    sky
    Das Firmament ist aus dem Lot,
    und über mir bebt
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  5. #5
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    Hallo Behutsalem

    Wie Dermerlin/Hans schon geschrieben hat, ist es als Außenstehende immer etwas schwierig, einen Titel zu einem Gedicht zu finden, trotzdem möchte ich dir einen Vorschlag unterbreiten: "In all ihrer Schönheit". Es ist eine Zeile aus deinem Gedicht, die sich im Zusammenhang zwar auf die Liebe bezieht, aber aus meiner Sicht auch zu den übrigen Beschreibungen sehr gut passt.

    Dein Gedicht ist sehr verschachtelt geschrieben und hat sich mit daher nicht gleich beim ersten Lesen erschlossen, es hat mir aber gleich gut gefallen.
    Allerdings scheint mir in der ersten Strophe ein Schreibfehler zu sein:
    sowie die Natur
    Ich glaube hier fehlt ein Leerzeichen zwischen so und wie, kann das sein?
    Der Beginn der zweiten Strophe hat mich beim Lesen etwas straucheln lassen, weil ich erst überlegen musste, worauf sich das "Die" bezieht. Vom Bezug her würde ich es zuallererst auf die Spur beziehen, da dies das letzte vorangehende Wort ist, auf das "die" passt. (Vgl. dazu den Übergang zwischen Strophe 2 und 3: Zeit -> Die). Dann würde aber das "streicheln" nicht passen. Daher kann sich das "Die" am Beginn der zweiten Strophe nur noch auf Gedanken oder Farben beziehen. Die Gedanken würde meines Erachtens besser zum betten auf Moos und streicheln der Sinne, aber eher weniger zu den weiteren Aussagen.
    Da sich die taufrische Spur im (frisch niedergeschriebenen [Tagebuch])wort, wohl auf die Farben des Lebens bezieht, nehme ich an, dass sich das "Die" wohl auf die Farben rückbeziehen soll. Diese Verbindung ist aus meiner Sicht etwas schwer zu vollziehen, da die Erwähnung der Farben schon ziemlich weit weg ist, aber vielleicht geht das ja nur mir so.
    Ähnlich erging es mir mit dem "es" zu Beginn des zweiten Verses der zweiten Strophe. Damit können nur das Wort oder das Leben aus der ersten Strophe gemeint sein. Ich lese deinen Text so, dass hier das Leben gemeint ist, das von den Farben beeinflusst wird.
    Beim Lesen der zweiten Strophe stolpere ich über das "nur" in der letzten Zeile. Da ich es an dieser Stelle nicht für unbedingt notwendig erachte, wollte ich dich fragen, ob es dir wohl schwer fallen würde, dich davon zu trennen?
    Die letzten beiden Strophen sind mir in ihrer Aussage dafür um so klarer. Du hast den Lauf des Lebens hier in wunderschöne Worte verpackt und dafür unverbrauchte Bilder verwendet, das gefällt mir wirklich gut! Ich wünsche dem lyrischen Ich, dass seine Hoffnung in Erfüllung geht und die Liebe, in all ihrer Schönheit, wieder in sein Leben Einzug hält!

    viele Grüße
    thamis
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  6. #6
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    Welch Depression, welch Schmerz.
    Ich wollte erst schreiben: "Schönes Gedicht, wirklich". Doch nach dem 2.mal
    durchlesen erschloss sich mir der depressiv-sehnsüchtige Charakter.
    Bist du dir sicher dass das Gedicht hier reinpasst und nicht eher in "Trauer und Düsteres"? Soll nicht heißen dass es schlecht ist, es ist wirklich gut, nur hast du hier im falschen Forum gepostet meiner Meinung nach.
    Ganz kurz noch als Anmerkung, ich weiß nicht ob ich es grammatikalisch verschlechtere oder nicht, aber ich würde in Strophe 3 schreiben:
    "was gestern verblüht ist, in Schmerz und in Trauer,"
    finde ich persönlich schöner, behält den lesefluss besser, aber es ist nicht mein Gedicht.
    Nun ja, Hauptthema Überschrift:

    1. Willst du es innergedichtlich überschriften tendiere ich zu
    "Mühlenrad Leben"

    2. Falls nicht, was hälst du von
    "Ein neuer Tag"

  7. #7
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    Zitat Zitat von Steppenwolf9
    Welch Depression, welch Schmerz.
    lol, also wo in diesem Gedicht die Depression stecken soll frage ich mich wirklich...

    Bestenfalls eine Prise Melancholie die ich rauslese
    Geändert von sky_so_red (30.03.2008 um 21:03 Uhr)
    Das Firmament ist aus dem Lot,
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  8. #8
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    Hallo Line,
    was hältst Du von "Facetten des Lebens" ?
    Wäre mein Vorschlag. Ein schönes Gedicht übrigens wie immer aus Deiner Feder. Voller Melancholie aber auch neuer Hoffnung. Gefällt mir wie immer sehr gut und Deine lyrische Sprache ist wie immer bezaubernd.
    Liebe Grüße vom
    Füchschen
    Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung
    (Leonardo da Vinci)

  9. #9
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    im schönen bayrischen ...........
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    ????

    Hallo Line,

    wenn du schon auf keinen Titel kommst, wer dann. Deine Zeilen sind so ausserordentlich schön, da wäre jeder Vorschlag doch nur plump.

    Aber ich wäre ja nicht der Panzerknacker, wenn ich es nicht wagen würde.
    Wie wäre es mit: Wenn der Glaube nicht wär.

    Eine schöne Woche noch vom Panzerknacker
    Ich bin ein Niemand. Niemand ist perfekt.
    Also bin ich perfekt!

  10. #10
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    Hallo Behutsalem,

    ein schönes Gedicht.

    Mein Titel wäre schlicht:
    In so vielen Farben

    Lieben Grúsz
    Alrici

  11. #11
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    Der Regenbogen der Wahrheit

    @ Behutsalem


    Titel? Hier würde ich Cyparis Vorschlag aufnehmen: „Farbpalette des Lebens“ oder „Lebensfarben“ oder
    „Der Regenbogen der Wahrheit“.


    Änderung:
    In so vielen Farben spiegelt sich Leben,
    ein facettenreicher Regenbogen der Wahrheit,


    Vom Inhalt her haben alle deine Gedichte an Qualität gewonnen. Und die Resonanzen brechen nicht ab, mein Beifall. Bis später.

  12. #12
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    ...da, wo mich die Liebe trägt
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    Zitat Zitat von Behutsalem

    In so vielen Farben spiegelt sich Leben,
    facettenreich, bunt sowie die Natur,
    mal lachend, mal weinend, belegen Gedanken,
    im Wort verbirgt sich taufrische Spur.
    Hier spielt eine Melodie..und ich summe gerne mit

    In dem man sich wohl fühlt, geborgen und selig,
    wie die Rinde den Baum ummantelt und schützt,
    so ersehne ich mir die Liebe, in all ihrer Schönheit,
    in meinem Leben, irgendwann, wieder zurück.

    Sehnsuchtsvoll und berauschend


    Hallo Behutsalem

    Bei wirklich eindrucksvollen Zeilen, fehlen mir immer die Worte.

    Welche Worte könnte ich wohl wählen, um auszudrücken..

    ich bin tief berührt.

    Sehr gerne gelesen

    Lena
    ~ Ich glaube an Wunder ~


    © auf alle meine Werke

  13. #13
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    Liebe Behutsalem,
    ein sehr romantisches, sehr intensives Gedicht. Es trägt eine wahre Bilderflut und offenbart sich in der letzten Strophe mit tiefer Sehnsucht.
    Was dir besonders gelungen ist, dass du nicht "gezielt" auf die Liebe ausgerichtet hast. Als Leser wiegt man sich in jedem Vers und denkt: Welch schöne Poesie und trifft zuletzt auf die Sehnsucht. Gleichzeitig wünscht man dem lyr. Ich, dass sich der Wunsch erfüllt.
    Schöne Strophen zum Abtauchen.
    Liebe Grüße
    Dana

    Mein Vorschlag zum Titel: Liebe, irgendwann oder Tief in mir

    In so vielen Farben spiegelt sich Leben,
    facettenreich, blühend wie die Natur,
    mal lachend, mal weinend, belegen Gedanken,
    im Wort verbirgt sich taufrische Spur.
    (in Worten verborgen bleibt taufrische Spur.)

    Die, wie auf Mooskissen gebettet, Sinne oft streicheln,
    es benetzen mit Tränen aus Freude und Leid,
    Abdrücke hinterlassen aus erlebten Gefühlen
    bewegte Momente, wie vergänglich ist nur die Zeit.
    (sind doch nur Momente vergänglicher Zeit.) (wegen des vielen "wie")

    Die, kostbar wie Wasser, das Mühlenrad Leben
    beständig in Gang hält und aufblühen lässt,
    was gestern verblüht ist im Schmerz und in Trauer,
    kann morgen neu wachsen und bauen ein Nest. (sehr schön)

    In dem man sich wohl fühlt, geborgen und selig,
    wie die Rinde den Baum ummantelt und schützt,
    so ersehne ich mir die Liebe, in all ihrer Schönheit,
    in meinem Leben, irgendwann, wieder zurück.

    In dem man sich wohl fühlt, geborgen und selig,
    ummantelnd beschützt die Rinde den Baum,
    ersehn' ich die Liebe in all ihrer Schönheit,
    dass sie zu mir findet, zurück - irgendwann.
    Geändert von Dana (01.04.2008 um 01:23 Uhr)
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

    - Ich bin umgezogen. Meine neue Zuhause-Seite ist in meinem Profil zu finden -

  14. #14
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    Wahnsinn... ich bin überweltigt..

    Ich hätte ja an vieles gedacht, aber niemals nicht diese Reaktionen...

    Danke, danke und nochmals Danke...!!!!

    Jetzt hab ich wohl die Qual der Wahl..
    Ich bin momentan leider im Dauerstress, aber sobald ich einwenig Luft habe werde ich auf Eure Kommentare näher eingehen..
    Bitte nicht übel nehmen...

    Ich wünsche Euch einen ganz, ganz schönen Tag,
    ganz liebe Grüße an alle
    Eure Line

    ehmmmmm @ Steppenwolf9...*gg* ich denke doch dass ich im richtigen Forum bin...
    Geändert von Behutsalem (01.04.2008 um 05:02 Uhr)
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  15. #15
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    Liebe Line,
    auch ich möchte mich nach ein wenig Abwesenheit wieder auf deine wahnsinnigen Werklein stürzen.*g*
    Ich bin wirklich beeindruckt, eigentlich würd ich nur schreiben müssen, ich schließe mich de Vorschreibern an, aber wie langweilig wäre das wohl!
    Ich möchte aber nicht wirklich etwas wiederholen, also werde ich mich versuchen kurz zu fassen:
    Ich fühle mich warm umspielt, als wenn ich im Wasser gleiten würde, wie mit Flügeln durch warme Sonnenstrahlen erwärmt durch den Frühling fliegen würde.
    Ich kann es nur schwer beschreiben, es fühlt sich an und liest sich, wie ein kleines, leises, zartes Erwachen. Draußen blühen die ersten Narzissen, es zeigen sich die erstes zarten Knospen und so mag auch vorsichtig irgendwann eine neue Liebe heran wachsen. - ach , es wäre sooo schön!
    Ich fühle es mit dir, in diesen ersten Frühlingstagen, allein die Wärme und Geborgenheit in deinen Zeilen! Man fühlt die Energie, spürt, dass die kleine Knospe der Hoffnung in dir schlummert und das gibt ein sehr schönes Gefühl in meinem Herzchen.

    Aber bevor ich nun noch melancholisch werde,
    schließe ich nun mit den allerliebsten Grüßen an Dich.

    Fühl Dich gedrückt.

    ANJA

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