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Thema: an ein Kind

  1. #1
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    an ein Kind


    .
    .
    .
    Nicht schüchtern tasten

    Du trägst die Kraft von Ozeanen
    in dir auf deinen Wegen
    reisst du Riffe ein
    und gestaltest Ufer

    nicht nur mein Ahnen
    ungefährer Horizonte
    in See stechen und
    wellenvoran kämpfen
    und zupacken und nehmen

    du gibst deine Hand
    in meine
    und sie reisst mich mit
    im stürmischen Vorwärts
    auf dass die Zukunft
    uns brauchen kann
    .

    .
    .

    .
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  2. #2
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    yarasa,

    das ist einfach nur schön! Ich würde es gerne in "Krümelchen" veröffentlichen. Darf ich?

    Gruß Stefan

  3. #3
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    Aber immer, mein lieber

    Den richtigen Namen kennst du ja - auf Papier mag ich 'yarasa' nicht.
    Es ist ein grosses Kompliment, dank dir.

    Gruss zurück
    Katharina
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    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

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  4. #4
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    Liebe yarasa,
    es ist manchmal wie eine Naturgwalt nicht wahr?
    Es reißt mit und läßt keinen Platz für was -wäre- wenn -Fragen.
    Woher nehmen Kinder diese Energie und wann ist sie uns verloren gegangen...mit diesen absoluten Glauben in die Zukunft und an sich selbst....morgen werd ich Prinzessin oder Pirat, oder Doktor oder Mutter...
    keine Frage und kein Zweifel...Es ist so...Punkt.
    Du hast diesen hoffnungsfrohen Schritt wunderschön beschrieben, die mitreissende Art von Kindern...manachmal frage ich mich: Wer nimmt da nun wen an die Hand?

    schön schön schön.....ich werde es bestimmt noch einge Male lesen

    Babsi

  5. #5
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    Hallo Yarasa,

    also man muss sagen: Das Ende deines Gedichts hat es in sich, der ist wirklich toll, bewegend und regt zum Nachdenken an.

    In Strophe 2 nehme ich an, dass die etwas monotone Wiederholung von "und" gewollt ist und sich in den Inhalt fügt (wie auch die etwas diffusen Bezüge an dieser Stelle). Ersteres stört die Ästhetik aber doch ein bisschen.

    Der vergleich mit Ozeanen ist sicherlich nicht ganz neu, aber schön ausgearbeitet, und die Interessantheit entsteht ja mit dem Kontrast zum Schluss.

    Also insgesamt gerne gelesen.

    Liebe Grüße
    sky
    Das Firmament ist aus dem Lot,
    und über mir bebt
    der Himmel so rot

    Und beachte - sonst gibts Streit - mein gnadenloses Copyright ©
    Meine Neusten:
    Lichter im Park

    Aus Deutschland, in Hoffnung ; Mai - zwei Wolkenstreifen ; Idealistengeplapper ; Mein Rosenbeet ; Mondschein Sonett

  6. #6
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    Hallo yarasa,

    doch, das gefällt mir sehr, gar keine Frage, es ist eine schöne Aufforderung an dein LD sich auf seine Kräfte und Talente zu besinnen, wobei ich mich -ähnlich wie sky- etwas an den vielen "und" reibe, obwohl ich keine wirkliche Abhilfe wüsste. Überlege noch.

    Dann habe ich länger über das Wort "nehmen" am Ende von S2 nachgedacht und denke, dass du vielleicht doch mit dem Wort "geben" eine weniger stürmische, nur immer nach vorne drängende, fordernde Haltung hättest skizzieren können, sondern auch des Gemeinschaftliche, das Geben und Nehmen eben. Aber wahrscheinlich war genau das deine Intention.

    Ganz stark natürlich S3, da spürt man die volle Motivation, das lebensbejahende Moment und die Vitalität der sprechenden Person.
    Klingt sehr nach "Sturm und Drang", einfach mitreißend...

    Liebe Grüße
    crux

  7. #7
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    au ja. jedem kind diesem zettel in die pausenbrotdose, und als konfirmationsspruch zur erinnerung. und mehr lehrkräfte, die das so sehen.
    mir gefällt die gleichstellung und die gegenseitige notwendigkeit, ohne das/den eine/n oder andere/n zu verklären.
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  8. #8
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    Hallo Yarasa,

    ein wunderbares Mutmachgedicht für Kinder.
    Nur ein Gedanke kam mir: wenn man Kinder so etwas auf den Weg mitgibt ?
    Kann es nicht auch Kinder geben, die sich durch solch ein Gedicht gedrängt und überfordert fühlen ?

    Liebe Grüße,
    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  9. #9
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    Hallo ihr lieben alle

    Schön, dass ihr euch hier eingefunden habt, gelobt und besenft.
    Ich muss allgemein etwas vorausschicken, das mir doch wichtig ist. Es ist ein gewidmetes Gedicht - an mein eigenes kleines 'Künstlerkind', wie Julia Cameron es nennt. Also an das Kind in jedem Erwachsenen. Die 'richtigen' Kinder brauchen häufig etwas mehr Schutz.
    Aber das meiste lässt sich doch telquel übertragen.

    @badico
    Genau dieses 'alles-sein-können'-Gefühl wollte ich einfangen. Einfach machen, nicht nur träumen davon. Wie wunderbar, dass es so rübergekommen ist.

    @sky
    Wie du siehst, habe ich das eine 'und' entfernt. Sonst mag ich diese Aufzählungen, die jedem Glied einen eigenen Wert geben. Es ist dann mehr als eine einfach Reihung in meinen Ohren.

    Wenn jede Metapher nur einmal gebraucht werden dürfte - uuui. Schön, dass du sie trotzdem gut umgesetzt fandest.

    @crux
    Wenn du die Einleitung liest, siehst du, dass genau dieses fordernde absolut im Vordergrund steht. Es ist ein sehr persönliches Gedicht, auch wenn es nach Kindheit allgemein tönt.
    Das Geben seliger ist als Nehmen wissen wir seit der Bibel. Da müssen manche Erwachsenen oft nicht mehr drin bestärkt werden. (So all die geburn-outeten)

    @lepi
    Schön, dass du darin die Gleichwertigkeit von Erwachsenen und Kindern daraus liest.
    Und die Lehrkraft hinter dem Text, ärgert sich doch auch häufig über den Expansionsdrang der Kinder.

    @Klatschmohn
    Es ist ein Text über ein Kinderideal.
    Wie die Menschen allgemein entsprechen auch die Kinder kaum je dem Ideal (wie auch immer das aussehen mag). Danke dir für die sanften Bedenken. Auch die Rückzugsphasen, die Zeiten 'auf dem Arm' gehören zum Kind sein - und auch die bekommen wir nie mehr so zurück.

    Noch einmal danke für euer Interesse

    LG
    yarasa
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  10. #10
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    Liebe Yarasa

    welch glück, dass ich heut doch noch mal hier reinschaue und gleich diesen treffer lande. dein gedicht ist wundervoll. Es klingt so frei und hoffnungsvoll, die letzten Worte hallen nach, so als hätte man sie in den Wind gerufen, der sie nun in alle Himmelsrichtigungen verteilt. In keiner weise aufgesetzt o. aufdringlich, sondern sehr ehrlich und einfühlsam.

    hat mir sehr gut gefallen
    liebe grüße
    "Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas gibt" (Ernst Ferstl)

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  11. #11
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    Liebe yarasa,
    dieses Freie ohne Punkt und Komma fordert Aufmerksamkeit und Einlesen.
    Hat man aber erst diesen zauberhaften Wildfang erkannt und sieht die stolze und zuversichtliche Mama dazu - verliebt man sich in die Zeilen.
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

    - Ich bin umgezogen. Meine neue Zuhause-Seite ist in meinem Profil zu finden -

  12. #12
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    Ich sag nicht viel, nur dass ich berührt und angetan von deinen Zeilen bin.

    Behutsame Grüße
    Behutsalem
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  13. #13
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    Da hat sich noch einmal viel getan - und ich Projektwochen belastet, war so selten online - da bleibt eigentlich nur der Dank, dass mein Wildfang so viel Begeisterung zu wecken mag.

    @Viktor
    Dass die Zukunft 'uns' brauchen kann, erklärt sich ein Stück weit aus der Widmung. Da es um das 'innere Kind' geht, gehört es ja zum Erwachsenen untrennbar dazu.
    Auch sonst denke ich, dass Erwachsene sich von dem Vorwärtsdrängen der Kinder anstecken lassen können (und je älter ich werde, desto weniger bin ich bereit, mein Leben mit dem Ende des Aufwachsens der Kinder als 'vorbei' anzusehen) - und auf ihre 'alten Tage' immer noch brauchbar sind.

    LG an euch alle
    und danke für die Geduld

    yarasa
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  14. #14
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    hallo yarasa,

    dieses werk gefällt mir sehr gut..mehr weiß ich jetzt auch nicht, sorry das die antwort so kurz ist...wie gesagt das werk gefällt

    LG basse
    © 2008 by basse alles was du hast, trägt sich zum nächsten leben (good luck).

  15. #15
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    Hallo basse

    Ich mach's, nach langer Zeit, so kurz wie du:

    Danke dir für dein Lob

    LG
    yarasa
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