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  1. #16
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    Duell 16 "In Anlehnung an alte Meister"

    Am Bach von Medusa gewinnt mit 75% der Stimmen

    Wild braust der Bach und tosend quillt
    er durch die kühle Bergesschlucht.
    In dunkler Enge er befüllt
    mit klarem Wasser eine Bucht.
    Der Regenbogen schimmert sacht,
    taucht Wasser, Stein und weiße Gischt
    nur kurz in seine Farbenpracht,
    vergeht, erlischt.



    gegen

    Variation eines alten Themas von Woitek mit 25% der Stimmen

    Walter verkühlt sich das Gesäß auf einem kalten Stein
    sitzend die Beine übereinandergeschlagen und brummt...
    Den Ellenbogen auf das Knie gesetzt
    liegen Kinn und Wange in Dichterpose.
    So sinnt der Mensch über Welt
    wägt ab zwischen Geist und Materie
    zwischen Jetzt und Ewigkeit.
    Walter nickt ein.
    Wird barsch erwecket ob
    eines Tumultes, Geschreis.
    Die Meute jagt wieder
    Neger auf den Straßen.
    Rau knirscht der Schädel
    auf dem Asphalt unter den schweren
    Stahlsohlen verblutet die Schönheit.
    Walter singt.


    .

  2. #17
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    http://www.gedichte.com/showthread.p...g-vs-Wortwuchs

    Wortwuchs gewinnt mit 6 Punkten:

    Abschied ist Leiden doch schafft er, ein Feuer das züngelt und lodert.
    Höher als Liebe es kann. Heißer als Trennung es darf.



    Zweiter wird Wegesanfang mit 4 Punkten:

    An eine Klette

    Lass meinen Leib endlich los und begreif es: Wir müssen uns trennen,
    denn Dein zu gieriger Griff raubt mir schon lange die Luft.



    Dritter wird Kurzflügler mit -10 Punkten:

    Odysseus' Rückkehr

    Als jener Held übers Meer kehrte, wussten die Weisen nicht weiter.
    Nur das ihn liebende Weib wusch ihm das Dunkel vom Aug.
    Geändert von MisterNightFury (28.08.2011 um 13:46 Uhr)

  3. #18
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    Das Duell 'Herr und Meister' endet folgendermaßen:


    1. Platz: Wegesanfang (B) - 11 Punkte

    Im singenden Auge der Sonne

    Ich bin ein treuer Diener meinem Herrn
    und folge den mich beugenden Geboten
    wie ihrem Pfad ins Grab hinein die Toten
    und wie die Welt dem fernen wilden Stern.

    Ihr nennt mich Knecht und Tier und einen Sklaven
    und spuckt auf meine Treue Tag um Tag:
    Das hohe Urteil im Areopag
    verkommt zu spöttisch tanzenden Oktaven ...

    Ihr kennt mich nicht! Mein Leben atmet leer -
    Ich bin ein Satz aus Schweigen, der verhallt,
    und eine schwache Stille, stumm und schwer.

    Mein Herr jedoch ist leuchtende Gewalt
    und ein Gesang: Sein Lied entflammt das Meer
    und auch ihr stolzen Wolken - brennt schon bald!

    2. Platz: JoteS (A) - 5 Punkte

    Herr und Meister

    Am Ende blieb mir nur, mich auszusperren
    Und war ich auch ein noch so guter Leister
    Es wurde nie gewürdigt, Scheibenkleister!
    Ich diente, ach, schon viel zu vielen Herren

    Die fordern, wenn Du gut bist, immer dreister
    Versuchen ständig, dich zu unterdrücken
    Sie wollen sich mit Deinen Federn schmücken
    Wer will schon Herren - ich such meinen Meister

    Ich glaube, ich muss mir noch einen backen
    Ein Meister von der Sohle bis zum Scheitel
    Unmöglich diese harte Nuss zu knacken

    So endete dann endlich dieses Leiden
    Doch halt: eventuell bin ich zu eitel
    Und wäre glücklich, wär ich nur bescheiden

    3. Platz: Stanley Milgram (C) - -16 Punkte

    Die Narben der Jugend

    "Sei mein Knecht!",so waren deine Worte.
    "Liebe,Glück und Freuden",so versprachst du mir,
    "werde ich dir geben." Und ich vertraute dir!
    Mein Dank für dich ist die Höllenpforte.

    Stück für Stück tötest du meine Seele.
    Gefesselt,geschlagen,getreten und dann,
    nächste Woche die Folter erneut begann.
    Oft spürte ich die Hand an meiner Kehle.

    "Herr",so sollte ich dich immer nennen.
    Mich nanntes du nur ständig "deinen Sohn".
    Dich will ich am Galgen sehen oder besser brennen!

    Ich hab dich geliebt und Schmerz war nun mein Lohn.
    Gepeinigt,verletzt,auf ewig geschändet,
    dafür habe ich dein Leben beendet.

  4. #19
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    Das Duell Nachteule gegen Taras Bulba: Südgipfel endet wie folgt:


    Text 1 - von Nachteule 20,83%

    Dir, meine Edith

    Du, edith, bist wirklich tausendmale schlauer,
    Als jede andere es jemals wäre.
    Du redest nie wie irgend so ein bauer

    Und bleibst für immer meine nachtaffäre,
    Denn du allein bist viele male heller,
    Als jede andere es jemals wäre.

    Du rettest das niveau aus jedem keller
    Und weißt die antwort aller dummen fragen,
    Denn du allein bist viele male heller.

    Du gehst den fehlern ständig an den kragen,
    Du lernst aus meinen ganzen falschen thesen
    Und weißt die antwort aller dummen fragen.

    Doch niemals bist du pünktlicher gewesen,
    Als jener, dem du täglich wissen einhauchst.
    Du lernst aus meinen ganzen falschen thesen,

    Obwohl und weil du immer zu spät auftauchst;
    Du, edith, bist wirklich tausendmale schlauer,
    Als jener dem du täglich wissen einhauchst.
    Du redest nie wie irgend so ein bauer.



    Text 2 - von Taras Bulba 79,17%


    An Edith

    Und Edith sprach: du hast da was vergessen.
    Ich wusste, sie hat recht, das hat sie immer,
    Mich mit ihr messen wäre zu vermessen.

    Der zwang zum korrigieren wurde schlimmer,
    Nun will sie alle fehler ausradieren.
    Ich wusste, sie hat recht, das hat sie immer.

    Mit Ediths beistand kann ich nicht verlieren
    Und Ediths wille strömt durch meine adern.
    Nun wil sie alle fehler ausradieren.

    Ich muss nicht wirklich lange mit mir hadern -
    Die herrschaft des perfekten hat begonnen,
    Und Ediths wille strömt durch meine adern.

    Am schluss hat Edith - quelle surpise - gewonnen.
    So ist es, und so wird es immer bleiben.
    Die herrschaft des perfekten hat begonnen...

    Ich wähnte mich, mal nicht perfekt zu schreiben;
    Und Edith sprach: du hast da was vergessen.
    So ist es, und so wird es immer bleiben.
    Mich mit ihr messen wäre zu vermessen.

  5. #20
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    Spontanduell

    Spontanduell zum Thema "Apokalypse now!"

    Gedicht 1 - von Sturmherz 63,64%

    Sonetter Abgang


    Ich mag das Winterwetter nicht, so kalt und düster.
    Die neugekauften Schuhe sehen aus wie Sau,
    sie sind vom ganzen Schneematsch wiedermal ganz grau
    und jeder Tag wird ungemütlicher und wüster.

    Der Untergang der Welt wär' mir da recht gekommen.
    Kein Schuhgeputze, Frieren und kein Winterspeck.
    Kein Weihnachtsstress. Wir wären einfach alle weg.
    Ich hätte dann sehr gern ein Lavabad genommen.

    Doch nein. Ich muss mich weiter durch die Kälte quälen.
    Geschenke kaufen. Und das Lavabad gibt's nicht.
    Selbst Schuld. Man darf halt nicht nach alten Quellen gehen.

    Und eigentlich sollt' ein Sonett hier stehen.
    Egal. Hab keine Zeit. Geschäfte sind bald dicht.
    ...

    Gedicht 2 - von Nachteule 36,36%


    2112


    Man versprach mir, dass die Erde bebt,
    Und Häuser wackeln, gar noch brennen
    Keiner in den Städten überlebt,
    Obwohl sie dieses Datum kennen.

    Man versprach mir eine Höllenflut.
    Vulkane sollten Feuer speien,
    Alle Götter fordern unser Blut.
    Vielleicht würd man uns nie verzeihen

    Man versprach mir einen Untergang
    Und Menschen durcheinanderlaufen.
    Panisch, kreischend wird mir plötzlich bang:
    Bin weg; Geschenke kaufen.


    Somit gewinnt Sturmherz das Duelle mit knapp zwei Drittel der abgegeben Stimmen. Die WBL gratuliert ihm, auch im Namen des Users Nachteule, zu seinem Sieg!
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier findest du alles zum aktuellen Wettbewerb.

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