Die unerträgliche Langsamkeit des Seins

Die Autoschlange kriecht auf schwarzem Asphalt.
Das Radio rauscht durch mangelnden Empfang.
Mein Geist und mein Gemüt verquirlen nasskalt,
denn diese Blechlawine wirkt sehr lang.

Die Streifen auf der Fahrbahn sind recht grade.
Horch, an der Brücke schreit der Schriftzug: STAU!
Wie Fastfood wird’s mir pappig, eklig, fade.
Mein Kinn und meine Wangen stoppeln rau.

So sitze ich im Aluschrott gefangen,
der niemals mich zu neuen Ufern führt.
So kann ich nicht ans wahre Ziel gelangen,
weil nichts mich hier in Blech und Plastik rührt.