Thema: Abschied

  1. #1
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    Abschied

    Leise rinnen Tränen
    über meine Wangen.
    Umspielt von Noten des Liedes,
    das wir gemeinsam sangen.

    Ihre salzigen Spuren dort,
    wo du mich sanft geküsst.
    Verursacht durch das Wort,
    das du zum Abschied gesagt.

    Keine von ihnen wird je
    von dir mehr weggewischt.
    Werd dich auch nie mehr sehen,
    denn du kommst nicht zurück.
    Geändert von ***sabsi*** (02.11.2008 um 19:36 Uhr)
    Wenn ein Finger zum Himmel zeigt, schaut nur ein Dummkopf den Finger an. (Die fabelhafte Welt der Amélie)

  2. #2
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    Hallo *nen sabsi;

    Abschied tut immer weh, aber auch Tränen können den Schmerz nicht mindern..

    Mir gefällt dein Werk, es liest sich sehr angenehm, auch wenn es einen traurigen Hintergrund hat.

    Das einzige was mir nicht so gefällt, sind die letzten beiden Zeilen..
    sie klingen irgendwie so nicht passend zu dem obengeschriebenen..

    Darf ich dir eine Vorschlag machen??
    Keine von ihnen wird je
    von dir mehr weggewischt.
    Werd dich auch nie mehr sehen,
    denn du kommst nicht zurück.
    Keine wird mehr
    von dir weggewischt.
    Ihr Rinnsal wird zu
    meiner Quelle der
    Ohnmacht.

    oder so ähnlich.. ist nur ein kläglicher Versuch..

    Sehr gerne gelesen,
    liebe Grüße
    Line
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  3. #3
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    Hey Line,

    schön dich hier begrüßen zu dürfen
    Und noch schöner, dass es dir gefällt Danke dafür
    Hmm ja, die letzten zwei Verse wirken glaube ich nicht ganz so harmonisch (?) wie der Rest des Gedichtes. Aber ich wollte es auch mit Absicht ein bisschen absetzen. Es ist einfach das endgültige Ende. Verstehst du, was ich meine?? Fällt mir im Moment schwer zu erklären, ich hab total schlimme Kopfschmerzen und kann deshalb nur schwer denken^^ Wollte aber trotzdem jetzt gerne antworten

    Liebe Grüße
    Sabsi
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  4. #4
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    Wink

    Hey Töchterchen,
    nicht schlecht, was ich hier von dir lese. Scheinbar kommst du ganz nach deinem Vater .

    Gesamt finde ich den Text wirklich klasse. Nur ein paar kleine Details stören etwas den Fluss. Daher jetzt ein väterlicher Vorschlag - bitte nicht gleich verwerfen:

    1.
    Umspielt von Noten des Liedes,
    das wir gemeinsam sangen.
    Hier holpert der Rhythmus etwas. würde daraus machen:
    Umspielte Noten des Liedes.
    Dann schließt du eine unbetonte Silbe an.
    Oh Gott - höre mich schon fast an, wie der Gott der Verse. Nicht böse sein Jamzee - meinte ich positiv.

    2.
    Ihre salzigen Spuren dort,
    wo du mich sanft küsstest.
    klingt für mich nicht so schön - irgendwie reißt der Fluss ab. Was hältst du von
    Ihre salzigen Spuren dort,
    wo du mich sanft geküsst.
    Dann wird aus
    das du zum Abschied sagtest
    natürlich
    das du zum Abschied gesagt.

    Der Schluss gefällt mir eigentlich recht gut. Es schließt das Ganze ab ohne viel Spielraum zu lassen.

    Seine Gefühle so zu verarbeiten, verlangt deutlich mehr Mut als viele haben. Ich muss sagen - dieser Text ist dir gut gelungen. Hoffe aber für Dich, dass möglichst wenige aus diesem Grund entstehen.

    LG
    Basic
    Einfach, auf den Punkt gebracht


    Funkenschlag, Ich war nicht dabei, Morgenrot - bisher noch kaum gesehen
    _____________________________________________
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  5. #5
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    Hey Papi

    Schön dich hier zu lesen
    Keine Sorge, ich habe die Vorschläge nicht gleich verworfen, im Gegenteil, Vorschlag 2 und 3 hab ich übernommen.
    Mit Vorschlag 1 kann ich mich aber nicht so anfreunden. Weil so würde es doch dann bedeuten, dass die Noten des Liedes irgendwie umspielt werden und nicht unbedingt das LI?? Wenn das nicht so ist und ich da falsch liege, werde ich aber auch das gerne noch übernehmen, weil es sich wirklich besser lesen lässt (auch wenn ich es mir inzwischen auch anders schon zurechtgebastelt hab xD ).

    Liebe Grüße
    Sabsi
    Wenn ein Finger zum Himmel zeigt, schaut nur ein Dummkopf den Finger an. (Die fabelhafte Welt der Amélie)

  6. #6
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    Hallo Sabsi (oder soll ich dich Stiefmama nennen )
    dein Gedicht reißt mich irgendwie hin und her.
    Dein Gedicht hat im ersten Vers einen schönen, ruhigen, melancholischen Klang (oder bild ich mir das nur ein?). Dieses ruhige und sanfte zieht sich aber leider nicht durch das ganze Gedicht. Ich weiß noch nicht woran das liegt, vielleicht mag das auch eine Sache des Metrums sein?

    Verursacht durch das Wort,
    das du zum Abschied gesagt.
    War es wirklich nur ein Wort, das das lyrische Du zum lyrischen Ich zum Abschied gesagt hat? Das "das" ist so hart (oder ist es das trockene "verursacht", was den Vers so hart macht?), okay, "ein Wort" würde auch nicht so recht passen. Aber so hast du nur ein "Wort " zwischen einem "das und einem "das". Das zweite lässt sich schnell in ein "was" ändern.

    Umspielt von Noten des Liedes,
    das wir gemeinsam sangen.
    Ist es hier notwendig zu sagen, dass es Noten eines Liedes sind?
    Ich vareiere die Strophe mal.
    Leise rinnen Tränen
    über meine Wangen,
    wo unser Liebe Töne
    im Gesang verklingen.

    ISt etwas anders geworden als bei dir und ich würds an deiner Stelle auch so nicht übernehmen, aber mir war grad mal danach.

    In der letzten Strophe stock ich etwas beim "keine". Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht. Klar, dass der Bezug zu den Tränen gemeint ist, aber lesen tu ich eher den zum Wort, was so blödsinnig erscheint. Mein Problem?

    Bis zu den letzten beiden Versen kann man dein Gedicht als Herz-Schmerz- Abschied lesen. Doch durch die Endgültigkeit vom Ende scheint mir eher der Tod eines geliebten Menschen beschrieben zu sein.

    Ich war kurz davor deine Reime zu kritisieren, aber sie verdeutlichen die Zerrissenheit des lyrischen Ichs und sind so, wie sie zwischendurch mal auf tauchen und Halt geben, doch richtig gesetzt.

    Hatte ich dich schon gelobt? Du baust eine schöne Atmosphäre auf, nur bleibt dein Gedicht leider eins von vielen gelesenen.

    Liebe Grüße,
    Anna

  7. #7
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    Hey Sternchen

    schön dich hier zu lesen und sorry, dass ich so spät antworte.
    wie das mit dem Lesefluss ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich mein ich hab es ja eh nicht so mit Metrik, aber du hast schon recht, irgendwie ist es ein wenig holprig...
    Die Sache mit dem "das"...da werd ich einfach wie du vorgeschlagen hast das zweite in ein "was" verändern.
    Hmm zu deiner Veränderung...es hört sich so zwar eigentlich schon besser an, aber es ist so sehr anders...deshalb würde ich es lieber so lassen, wie es ist...
    Hmm also mit dem "keine" hab ich jetzt kein Problem, aber es ist ja auch mein Dings, deshalb scheint es mir völlig logisch so.

    Liebe Grüße
    Sabsi
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  8. #8
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    Hey Sabsi,
    ich hab mir dein Gedicht nochmal angesehen.
    Das "keine" kann da stehen bleiben.

    Hmm zu deiner Veränderung...es hört sich so zwar eigentlich schon besser an, aber es ist so sehr anders...deshalb würde ich es lieber so lassen, wie es ist...
    Ich weiß. Es überkam mich nur irgendwie mit den Worten etwas herum zu experimentieren.

    Ich freu mich trotzdem, dass ich dir etwas "helfen" konnte.

    Liebe Grüße,
    Sternstaub

  9. #9
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    Hey Sternchen,

    gut, dass das "keine" so bleiben kann
    *lächel* ich weiß, dass du nur experimentieren wolltest. Experiment ist auch gelungen, nur komplett anders als der Rest des Gedichtes und so

    Liebe Grüße
    Sabsi
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