Rauch zieht über die Felder, vorbei an mir, an meiner Strasse.
Das roch gerade nach Wirtshaus, Schenke und Bier. Es ist eigentlich
noch nicht so lange her - zwei, vielleicht drei Tage - ich weiss es
nicht mehr genau. Und plötzlich ist alles still, wie ausgestorben.
Dabei bin ich mir sicher, dass noch mehr leben. Sie haben Angst - Angst
vor der Nacht Angst vor dem Tag.

Ich werde ausziehen, werde das alles hinter mir lassen. Den Rauch, die
Ruinen, die Verbrannten, einfach alles.
Früher
liebte ich das Feuer - das wärmende, erhellende - und heute?
Ich weiss es nicht, kann es nicht wissen. Ohne Feuer sind wir verdammt,
ohne das verdammte Feuer wäre das alles hier nicht geschehen - mitten
in der Nacht.

-Erwacht- Schweissüberströmt um Hilfe rufend in einer Lache aus Blut
und Asche. Alles nur geträumt. Aufstehen, kotzen, weiterschlafen.

Noch immer keine Anzeichen irgendeines Lebens. Die müssen doch auch
mal essen. Haben wohl noch immer Angst - Angst vor den Anderen,
Angst vor sich selbst. Noch immer zihen Rauchschwaden über die Felder,
noch glühen die Grundmauern. Noch eine Nacht, dann ziehe ich weg.
Unaushaltbar, war es schon vorher - vor dem grossen Feuer. Doch jetzt
besitz ich die Freiheit zu gehen, welch ein Gefühl.

-Dunkelheit- Schon wieder erwacht. Wieder derselbe Traum. Aufstehen,
kotzen - geht nicht - , weiterschlafen.

Immer noch Ruhe, Rauchschwaden, Wärme und Gestank nach verbranntem
Fleisch. Jetzt ist es soweit. Ich gehe, wohin? Egal. Soweit mich die
Füsse tragen wollen. Aus der Verdammnis, in die Verbannung der eigenen
Entscheidung.